Die Autorin hat in meinem Kopf richtige Arbeit geleistet, sie hat es sogar soweit geschaft, dass ich bei einem Psychothriller fast angefangen hab zu weinen, denn die Geschichte von Marsi ging mir sehr nahe.
Marsi möchte doch nur rausfinden, was mit ihrer Schwester genau passiert ist an dem Abend, an dem sie-Marsi eigentlich ihren Brieffreund kennenlernen sollte.
Zudem stellt sie sich die Frage, warum wollten die Eltern nicht weiter Forschen, warum wurde alles unter denn Teppich gekehrt? Ist Marsi doch viel mehr in den Fall verwickelt?
Marsi muss auch Feststellen, dass die Problematik Schlafwandeln nicht nur ihre Mutter betrifft. Die Frage stellt sich, ist alles nur ein Traum, können Träume war werden und beeinflussen sie unser Leben viel mehr als wir denken?
Meinung: Das Cover hat mich sofort angesprochen. Zwei Schwestern, von denen eine spurlos verschwindet, ein geheimnisvoller Brieffreund, den eigentlich niemand wirklich kennt, gepaart mit einer düsteren isländischen Atmosphäre was will man mehr? Genau diese Mischung hat mich sofort gefesselt.
Besonders spannend fand ich, dass sich eine der Schwestern ihrem geheimnisvollen Brieffreund damals als ihre ältere Schwester ausgegeben hatte. Nach dem Vorfall brach der Kontakt plötzlich ab. Während der Suche nach der Wahrheit kommen nach und nach alte Familiengeheimnisse, Lügen und lange verschwiegene Schuld ans Licht.
Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen, flüssig, atmosphärisch und richtig packend. Die Charaktere sind sorgfältig ausgearbeitet und jede Figur trägt ihren Teil perfekt zur Geschichte bei. Erzählt wird auf verschiedenen Zeitebenen und aus der Sicht beider Schwestern, wodurch die Spannung konstant hoch bleibt. Immer wieder gab es unerwartete Wendungen, mit denen ich absolut nicht gerechnet hätte. Mit jeder Enthüllung wurde alles noch geheimnisvoller und verdächtiger.
Auch die Schauplätze konnte ich mir durch die bildhaften Beschreibungen wunderbar vorstellen. Diese beklemmende, düstere Stimmung hat perfekt zur Geschichte gepasst und dafür gesorgt, dass ich komplett in die Handlung eintauchen konnte.
Besonders interessant fand ich außerdem die Erwähnung der Heime, in die um 1943 isländische Frauen gebracht wurden, die Beziehungen zu amerikanischen Soldaten hatten. Dieser historische Aspekt hat die Geschichte zusätzlich noch intensiver und bedrückender gemacht.
Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse und schließlich fügen sich alle Erzählstränge zu einem absolut überraschenden Finale zusammen. Die Auflösung war für mich komplett unvorhersehbar und hat mich emotional wirklich getroffen, weil ich damit niemals gerechnet hätte.
Ein atmosphärischer, spannender und unblutiger Thriller, der mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat.
Große Leseempfehlung
Spannende Story. Hatte es die ganze Zeit irgendwie geahnt, dass mehr dahinter steckt.
Fand die ganzen isländischen Namen und Städte sehr anstrengend, habe die teilweise gar nicht gelesen😅
Der Einstieg viel mir wirklich sehr schwer. Die Protagonistin Marsi bekleckert sich anfänglich nicht mit Sympathie und auch die Eltern sind eher gruselig als normal.
Die Atmosphäre war von Beginn an sehr düster und drückend, das hat mir aber sehr gut gefallen, da es perfekt zur Geschichte gepasst hat.
Erzählt wird aus den POV‘s von Marsi aus der Gegenwart und Vergangenheit und die der verschwundenen Schwester aus der Vergangenheit. So hat man ein perfektes Bild bekommen und konnte wunderbar sehen, wie unterschiedlich zwei Menschen die gleiche Situation wahrnehmen können.
Die Soannung wurde durchgängig aufgebaut und es wurden sehr viele mögliche Täter und Motive gestreut. An manchen Stellen war es für mich persönlich zu viel, da es aufgezwungen wirkte und nichts wirklich besonderes fortgeführt wurde.
Die Hintergründe dieser Familiengeschichte ist tragisch und auch etwas spooky, was aber auch den Reiz der Story ausgemacht hat.
Das Ende kam für mich überraschend aber auch etwas abgefrühstückt. Meiner Meinung nach hätte man die ein oder andere Sache noch ausbauen und für den Leser schöner beenden können, so wirkte es etwas abgehakt.
„Home before dark“ kann besonders durch die düstere Atmosphäre und anhaltende Spannung Punkten und bekommt von mir 3,5 ⭐️!
Das Cover hat mich sofort gecasht und ich freute mich auf eine spannende Geschichte, ich wurde auch nicht enttäuscht.Marsibil`s Schwester Kristina kurz Stina genannt verschwindet vor 10 Jahren spurlos. Marsibil macht sich schwere Vorwürfe , weil sie denkt Schuld an das Verschwinden zu sein. vor zehn Jahren gab sie sich als Stina aus , die sich an einem Abend mit einer Briefbekanntschaft treffen wollte, es jedoch nicht zu dem Treffen zeitlich geschafft hat. Kurz darauf verschwand Stina spurlos. Von schweren Vorwürfen gequält macht sich Marsibil auf die Suche nach ihrer Schwester. Der Schreibstil ist sehr spannend und flüssig geschrieben, bis zum Schluss gibt es unerwartete Wendungen. Was mich ein bischen gestört hat waren die Zeitebenen und die vielen verschiedenen Vornamen, da kam ich kaum nach um mir die alle zu merken.
„Manche Geschichten liegen unter Schnee begraben – nur taut hier leider zu wenig auf.“
Home Before Dark hatte für mich eigentlich vieles, was ich mag: ein nordisches Setting, eine düstere Grundstimmung, familiäre Verstrickungen und diese winterliche Kälte, die sich bei Island-Noir-Geschichten oft wie ein zweiter Erzähler über die Seiten legt. Gerade diese Atmosphäre trägt das Buch für mich auch am stärksten. Die Landschaft, die Dunkelheit, das Gefühl von Abgeschiedenheit – all das funktioniert.
Und trotzdem bin ich mit der Geschichte nie wirklich warm geworden.
Der Roman wird als Psychothriller angekündigt, fühlte sich für mich aber deutlich mehr wie ein klassischer Krimi an. Genau da lag vermutlich schon mein erstes Problem: Meine Erwartung war eine andere. Ich hatte auf psychologischen Druck, innere Abgründe und eine stärkere Verdichtung gehofft. Stattdessen entwickelte sich die Handlung über weite Strecken eher langsam, stellenweise sogar zäh. Die Story kommt für mein Empfinden lange nicht richtig voran, sondern kreist viel um Verdachtsmomente, Andeutungen und mögliche Spuren.
An sich kann das sehr reizvoll sein. Nur wird hier für meinen Geschmack zu stark versucht, wirklich jede Figur irgendwie verdächtig wirken zu lassen. Bei einer kleineren, präziser geführten Figurenkonstellation hätte das spannend und glaubwürdig sein können. So wirkte es auf mich irgendwann eher überzogen. Fast jede Person scheint kurzzeitig Ziel eines Verdachts zu werden – nur die entscheidende Richtung bleibt auffällig ausgespart. Dadurch verpufft ein Teil der Spannung, weil das Misstrauen nicht mehr schärfer wird, sondern beliebiger.
Der letzte Abschnitt konnte für mich dann immerhin einiges retten. Dort zieht das Tempo an, es passiert mehr, Zusammenhänge kommen ans Licht, und die Geschichte bekommt endlich jene Bewegung, die ich mir früher gewünscht hätte. Da zeigt sich, dass in diesem Buch durchaus Spannung steckt – nur eben zu spät und nicht durchgehend genug.
Was bleibt, ist für mich ein solider, atmosphärischer nordischer Krimi, aber kein Buch, das mich wirklich gepackt hat. Die winterlichen Island-Schilderungen, die düstere Stimmung und einzelne interessante Ansätze haben mir gefallen. Die Dramaturgie, die Verdachtsführung und die falsche Erwartungshaltung durch die Thriller-Einordnung haben mich dagegen eher ausgebremst.
Fazit: Home Before Dark ist kein schlechtes Buch – aber für mich war es eher „nett“ als packend. Wer einen ruhigen, atmosphärischen Island-Krimi sucht, kann hier durchaus richtig sein. Wer einen echten Psychothriller erwartet, dürfte eher enttäuscht werden.
Für Leser, die…
…nordische Krimis mit winterlicher Atmosphäre mögen.
…Island-Noir-Stimmung wichtiger finden als hohes Tempo.
…ruhige Ermittlungen und viele Verdachtsmomente schätzen.
…keinen harten Psychothriller erwarten, sondern eher einen soliden Krimi.
Meine Zeile zum Buch
„Unter all dem Schnee lag eine Geschichte – nur hat sie sich zu spät wirklich gezeigt.“
Die Suche nach der Wahrheit führte mich dieses Mal nach Island. Bekanntlich ist es da ja wie der Schwabe so schön sagt „an Kittl käldr.“ Also wird die Cap durchs Beanie getauscht, nicht dass an den Haaren noch Eiszapfen runterhängen.
Gesucht wurde mit „Marsi“. Als Charakter fand ich sie okay, nochmal müsste ich mit ihr nicht auf die Suche gehen. Gleich verhielt es sich mit den anderen die mir auf der Reise begegneten. Mit den Namen hatte ich hier im Allgemeinen keine Probleme, das ist gerade, wenn es nach Island geht, ab und an mal ein Problemchen.
Die Story an sich hat mir im Grunde gute gefallen. Starke Atmosphäre, krasses Thema, sehr viel Drama. Aber die ganze Wahrheit ist auch, dass sich dat Ganze auch ganz schön an einigen Stellen zog. So richtig einnehmende Spannung die mich in die Geschichte zieht, kam nur selten auf. Das ganze spielt sich in zwei Zeitebenen ab. Der Gegenwart mit „Marsi“ und in der Vergangenheit mit „Stina“ in der, dass ganze damals von vorn aufgearbeitet wird.
Nicht desto trotz bin ich gut durch die vielen kleinen Abschnitte gekommen. Da kann man also mal eben durchrutschen und vor Einbruch der Dunkelheit damit fertig sein.
Mal abgesehen, dass das Buch allgemein ein richtiger Hingucker ist. War für mich „Home before Dark“ eine Geschichte, die man durchaus machen kann, aber nicht zwingend muss. Auch wenns für mich nicht das „Woooow“ Buch war, hab ich es nicht definitiv nicht bereut.
Island, 1967 - Alles was man von Kristin, ihrer großen Schwester fand, war ihre blutige Jacke. Seither sind 10 Jahre vergangen, doch das schlechte Gewissen und ein sorgsam gehütetes Geheimnis nagen immernoch an Marsibil, denn genau an der Stelle und genau zu der Zeit, als Kristin auf dem Heimweg verschwand, wollte sie sich einst heimlich mit ihrem Brieffreund Bergur treffen. Als sie nun, nach all den Jahren, plötzlich wieder einen Brief von ihm erhält, wird sie von der Vergangenheit eingeholt und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit.
Ich bin weder eingefleischter Nordic Noir Fan, noch sagte mir der Name der Autorin etwas, vielmehr hatten mich bei „Home Before Dark“ von Eva Björg Ægisdóttir die Jahrzehnte, in denen die Geschichte spielt, gereizt. Erzählt wird in zwei Zeitebenen, einmal zum Zeitpunkt des Verschwindens von Kristin und einmal zehn Jahre später, als Marsibil sich auf die Suche nach der Wahrheit macht. Die Stimmung ist beklemmend, düster, geheimnisvoll und wird von der Autorin perfekt erzeugt, beschrieben und transportiert. Ich habe übrigens das Hörbuch gehört und denke, dass auch Leonie Landa dazu großen Beitrag geleistet hat. Sie hat nicht nur grandios gelesen, sondern auch die Protagonisten absolut glaubwürdig und authentisch verkörpert, wahrend ich beim lesen schon an der innerlichen Aussprache der isländischen Namen gescheitert und der Lesefluss zum Erliegen gekommen wäre. Obwohl es sich definitiv um keinen reißerischen und actiongeladenen Thriller handelt und die Erzählweise eher sacht ist, hat dies dem Nervenkitzel jedoch keinen Abbruch getan. Wenn es auch zwischendurch kleinere Längen gibt, so bleibt es, dank einer Vielzahl geschickter Wendungen, doch bis zum Schluss durchweg spannend und unvorhersehbar, wobei das relativ offene Ende zusätzlich noch Stoff für Spekulationen bietet.
Fazit: Wer auf einen blutrünstigen und brutalen Thriller aus ist, ist hier sicherlich falsch. Ich habe mich komplett überraschen lassen und wurde gleich von Beginn an in den Bann gezogen und positiv überrascht. Letztendlich hat mir das Hörbuch sogar so gut gefallen, dass ich es fast in einem Rutsch durchgehört habe und kann es auf jeden Fall empfehlen!
Home Before Dark klingt nach genau diesem Thriller, bei dem man sich beim Lesen irgendwann fragt, ob das Knacken im Haus gerade wirklich da war oder ob das Buch einem einfach nur erfolgreich ins Hirn gekrochen ist.
Eva Björg Ægisdóttir setzt nicht auf lautes Blutbad und wildes Herumgeballer, sondern auf diese fiese, kalte Spannung, die langsam unter die Haut wandert. Island, ein verschwundenes Mädchen, eine Schwester voller Schuld und zehn Jahre Schweigen. Ganz ehrlich, das ist schon eine Kombi, bei der mein innerer Ermittler sofort die Kaffeetasse abstellt und sagt: Gut, jetzt wird es unangenehm.
Besonders stark wirkt für mich Marsi. Diese Mischung aus Scham, Angst und dem Gefühl, den eigenen Erinnerungen nicht komplett trauen zu können, macht die Geschichte richtig schön ungemütlich. Nicht gemütlich im Sinne von Kuscheldecke, sondern eher im Sinne von: Warum lese ich das eigentlich nachts, ich Trottel?
Der Fall rund um Stina hat dieses klassische Nordic Noir Gefühl: düster, ruhig, menschlich kaputt und voller unausgesprochener Dinge. Genau das mag ich. Es muss nicht jede Seite explodieren. Manchmal reicht ein Brief aus der Vergangenheit und plötzlich sitzt man da wie bei einem Familiengeheimnis, das keiner öffnen wollte.
Für mich ist Home Before Dark ein atmosphärischer, psychologisch dichter Thriller mit Kälte im Nacken und ordentlich Herzklopfen zwischen den Zeilen. Kein reiner Actionkracher, sondern eher ein langsam brennendes Feuer. Und ja, solche Bücher können gefährlich sein. Plötzlich ist es viel zu spät, der Kaffee kalt und man denkt: Nur noch ein Kapitel. Klassische Lüge.
Die Geschichte ist auf 2 Zeitebenen erzählt, 1977 von Marsi und rückblickend 1967 von Stina. Jede Erzählerin mit ihren Freunden und Umfeld. Ich musste mich oft Rückversicherung in welcher Zeit ich höre und auch die Personen auseinander zu halten bzw zuzuordnen war manchmal nicht einfach. Da ich es gehört habe, hat es wenigstens den Lesefluss nicht gestört. Das Ende war eben ein Ende. Das war mein 1. Buch der Autorin und insofern für mich keine Empfehlung.
Was, wenn du nicht einmal weißt, ob du deinen eigenen Gedanken trauen kannst?
„Home Before Dark“ ist ein Psychothriller der isländischen Bestseller-Autorin Eva Björg Ægisdóttir aus dem Kiepenhauer & Witsch Verlag.
Marsibils Schwester Kristín („Stína“) ist seit zehn Jahren verschwunden. Auch wenn Marsí selbst nicht weiß, was mit ihr geschehen ist, gibt sie sich die Schuld an dem Verschwinden ihrer Schwester. Schließlich wollte sie sich an diesem verhängnisvollen Abend im November 1967 mit ihrem Brieffreund Bergur treffen – an genau dem Ort, an dem später Stínas blutiger Anorak gefunden wurde. Marsí bereut bis heute, dass sie das Treffen verschlafen hat. Als nach zehn Jahren Funkstille ein weiterer Brief ihres Brieffreundes auftaucht, ist schnell klar: Marsí könnte die nächste sein…
Aufmachung
Für mich haben sowohl das Cover als auch Innenklappengestaltung die düstere Atmosphäre des Psychothrillers hervorragend eingefangen. Der Farbschnitt passt zum Cover, konnte aber meinen persönlichen Geschmack nicht treffen.
Schreibstil
Den Schreibstil der Autorin empfand ich als eher kühl, nüchtern und distanziert, Emotionen wurden eher weniger spürbar. Dadurch konnte mich der Schreibstil nicht zu 100% überzeugen. Ich brauchte daher eine Weile, um in die Geschichte hineinfinden zu können.
Erzählt wird mit Zeitsprüngen sowohl aus der Sicht von Marsibil in der Gegenwart der Geschichte (1977) als auch aus Stínas Sicht in der Zeit vor ihrem Verschwinden (1966-1967).
Besonders schwierig fand ich anfangs auch den Umgang mit den isländischen Namen der Figuren, an die ich mich letztlich aber gut gewöhnen konnte.
Spannungsbogen
Dennoch konnte mich die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite fesseln, sodass ich „Home Before Dark“ kaum aus der Hand legen wollte. Bereits auf den ersten Seiten lässt sich erahnen, dass dieser Psychothriller sehr spannend und mysteriös ist. Doch wie mysteriös und unglaublich es wirklich wird, zeigt sich später. Denn immer, wenn man denkt, diese Figur muss der Täter sein, wird eine neue vorgestellt, die noch viel verdächtiger wird. Immer, wenn ich dachte: Das muss passiert sein, wurde ich von einer neuen Wendung überrascht. Währenddessen wusste man nicht mehr: Wem kann man trauen? Wer lügt? Wer verheimlicht etwas? Ich begann sogar, der Protagonistin zu misstrauen, bei der Erinnerungen, Träume und Gegenwart sich vermischen.
Das Ende war dann noch einmal ein echter Kracher. Diese Art von Wendung habe ich definitiv nicht kommen sehen und sie veränderte meine Sichtweise auf die Geschichte grundlegend – schließlich wusste man nun, wem man trauen konnte und wer doch die ganze Zeit etwas vorgespielt hatte. Mir persönlich sagte das Ende jedoch gar nicht zu.
Figuren
Von echter Sympathien für Figuren kann man in dieser Geschichte wohl kaum sprechen, schließlich ist in irgendeiner Weise wirklich jeder verdächtig. Dadurch konnte ich allerdings weder zur Protagonistin noch zu den anderen Figuren auch nur den Hauch einer Verbindung aufbauen, was die Figuren, sogar die Protagonistin, für mich schwer greifbar machte.
Fazit
Insgesamt überzeugt „Home Before Dark“ meiner Meinung nach vor allem durch seine Spannung und das Gefühl, niemandem trauen zu können. Mir persönlich haben der Schreibstil und die Gestaltung des Endes nicht ganz zugesagt, was aber natürlich Geschmackssache ist. Ich vergebe 4 Sterne.
Ich muss leider sagen, dass das Buch absolut gar nichts für mich war. Es hat mir durchgehend eine total beklemmende und irgendwie unangenehme Stimmung gegeben. Es hatte für mich diesen Vibe von einem alten, düsteren Krimi – nur leider nicht auf eine Art, die ich spannend fand.
Vor allem die Beschreibungen waren für mich teilweise richtig weird und stellenweise sogar einfach nur eklig. Ich hatte beim Lesen echt oft so ein unangenehmes Gefühl und teilweise sogar richtig Ekel. Besonders die Dinge rund um die Eltern und wie manche Situationen oder Details von ihnen beschrieben beziehungsweise in den Vordergrund gerückt wurden, fand ich teilweise einfach super seltsam und unangenehm.
Dazu kam leider, dass ich das Buch auch einfach unglaublich langweilig fand. Selbst bei ungefähr 60 % hatte ich das Gefühl, dass eigentlich immer noch nichts wirklich passiert ist. Die Geschichte hat sich für mich extrem gezogen und ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass endlich mal Spannung aufkommt – was leider nie wirklich passiert ist.
Teilweise gab es auch Situationen oder Szenen, bei denen ich wirklich absolut nicht verstanden habe, warum sie überhaupt im Buch vorkommen. Manche Dinge haben für mich einfach keinen Sinn ergeben und wirkten eher so, als würden sie nur eingebaut werden, um die Geschichte künstlich in die Länge zu ziehen.
Auch mit den Charakteren bin ich überhaupt nicht warm geworden. Besonders die Hauptprotagonistin fand ich irgendwie total merkwürdig und ich konnte keinerlei Verbindung zu ihr aufbauen.
Was ich ganz cool fand, waren die Zeitsprünge beziehungsweise die Wechsel zwischen den Perspektiven. Das hat die Geschichte zumindest etwas aufgelockert und war für mich noch der interessanteste Teil am Buch.
Aber alles in allem war das Buch für mich leider ein kompletter Flop. Es hat mir einfach super komische Vibes gegeben und war insgesamt überhaupt nicht mein Ding. Auch die Auflösung konnte das am Ende leider nicht mehr retten.
Leider konnte mich der Psychothriller nicht annähernd so gut unterhalten wie die Island Krimi Reihe.
Ich mag den Schreibstil sehr.
Aber leider leider konnte mich dieses Buch überhaupt nicht abholen.
Es wird in zwei Zeitebenen erzählt 1966 und 1977 und das von zwei verschiedenen Personen.
Marsi möchte jetzt unbedingt das Verschwinden ihrer Schwester aufklären. Sie hat die Vermutung, dass ihr Brieffreund was damit zu tun. Denn sie war mit ihm an dem Abend des Verschwindens ihrer Schwester mit ihm verabredet und ist nicht erschienen.
Mit den Namen hatte ich so meine Probleme.
Auch kam für mich kaum Spannung auf. Die Handlung ist für mich so dahin geplättschert.
Ich konnte auch keine Verbindung zu Marsi aufbauen und auch zu keinem anderen Charakter.
Leider hatte ich mir anhand des Klappentextes mehr versprochen.
Aber was positives: Das Buch sieht wunderschön aus 😍
Ich bin überzeugt, dass das Buch auch viele Leser begeistern kann. Nur für mich war es leider nichts.
Von mir gibt es 2,5 Sterne.
Der Psychothriller „Home Before Dark“ von Eva Björg Ægisdóttir hat mir total gut gefallen.
Das Buch handelt von einer jungen Frau Stina, die vor 10 Jahren verschwand.
Nun kehrt ihre Schwester Marsibil in ihren isländischen Heimatort zurück und möchte das Verschwinden aufklären.
Hat Marsis mysteriöser Brieffreund von vor 10 Jahren etwas damit zu tun, denn nach dem Verschwinden ihrer Schwester brach der Kontakt ab.
Doch nun meldet er sich nach 10 Jahren aus dem Nichts zurück.
Der Schreibstil hat mir total gut gefallen und war sehr flüssig und dynamisch.
Es wird wechselnd aus den Sichten der Schwestern und somit aus der Vergangenheit und Gegenwart erzählt.
Dieser Aufbau hat mir sehr gut gefallen, da sich so Stück für Stück alles zusammengesetzt hat und aufgelöst wurde.
Die Kapitel hatten auch eine sehr angenehme Länge.
Die Charaktere waren gut umgesetzt, jedoch hatte ich anfangs ein wenig Probleme mit den isländischen Namen klar zu kommen ihr sie richtig zuzuordnen. Aber nach kurzer Zeit habe ich mich super zurecht gefunden.
Jeder der Charakter hatte seine total eigene Art und Weise und man hat auch gemerkt, jeder hatte seine eigenen Geheimnisse und Dämonen, mit denen sie zu kämpfen hatten.
Besonders gut hat mir der Nordic Flair und die isländische Atmosphäre gefallen und ich konnte mich durch die detaillierten Beschreibungen total in den Ort und seine Umgebung hineinversetzen.
Das Buch beginnt etwas ruhiger aber nimmt im Verlauf steigend immer mehr an Spannung an und hat mich ab einem gewissen Zeitpunkt nur noch gefesselt und ich wollte wissen wie es weiter geht.
Ich hatte durchgehend eigene Theorien im Kopf, die sich teilweise mit jedem Kapitel wieder geändert haben.
Es waren auch einige Plot-Twists eingebaut, mit denen ich nicht gerechnet hatte.
Der Psycho-Aspekt war hier auf jeden Fall auch vorhanden und hat sehr gut in die ganze Handlung gepasst.
Das Ende war für mich sehr gut umgesetzt. Ich hatte es ganz am Ende schon ein wenig erahnen können aber es war super schlüssig und logisch gestaltet und hat mir sehr gut gefallen.
Zusammenfassend fand ich das Buch total spannend, fesselnd und hatte unglaublich Spaß beim Lesen!
. „Home Before Dark“…
ein Psychothriller, der seinem Genre alle Ehre macht.
Von der ersten Seite an entfaltet sich eine beklemmend düstere Atmosphäre, durchzogen von unterschwelliger Spannung und den Schatten längst verborgener Familiengeheimnisse. Mit jeder Enthüllung zieht dich die Geschichte tiefer hinein,
bis unerwartete Wendungen dich treffen wie ein Schlag ins Gesicht.
Lies dieses Buch…
aber nur, wenn du bereit bist, dich vollkommen darin zu verlieren.
5/5 ⭐️
. Aber worum geht es genau…
November 1967… eine junge Frau verschwindet spurlos. Nur ihre mit Blut durchtränkte Jacke wird noch gefunden.
10 Jahre später fragt sich ihre Schwester immernoch ob ihr Brieffreund von damals mit den sie sich in dieser Nacht treffen wollte, etwas mit dem Verschwinden zu tun hat. Den ihrem Brieffreund gegenüber hat sie sich als ihre Schwester ausgegeben.
. In „Home Before Dark“ begleiten wir Marsibel und Stina auf zwei miteinander verwobenen Zeitebenen. Marsibel in der Gegenwart, Stina in der Vergangenheit. So entfalten sich parallel zwei Handlungsstränge, die zunächst unabhängig voneinander wirken und schließlich in einem eindrucksvollen Finale zusammengeführt werden. Stück für Stück eröffnet sich uns das verborgene Leben der beiden Schwestern. Ein Leben voller Schweigen, unausgesprochener Wahrheiten und sorgsam gehüteter Geheimnisse.
Uns erscheinen die Mädchen wie offene Bücher, doch füreinander bleiben sie verschlossen. Auch zwischen Eltern und Töchtern existiert eine spürbare Distanz,
ein Mangel an ehrlicher Nähe und wirklicher Offenheit. Genau daraus schöpft
„Home Before Dark“ seine besondere Intensität! Es erzählt von einer Familie, deren Geheimnisse sich dem Leser nur langsam offenbaren und dabei immer neue, erschütternde Wendungen hervorrufen,
bis schließlich alles in einem fulminanten Finale kulminiert.
. Die düstere Atmosphäre wird nicht nur von diesen verborgenen Wahrheiten getragen, sondern auch vom Setting selbst…
einer kleinen, verschlafenen Stadt, deren stille Fassaden mehr verbergen, als sie preisgeben. Die Bewohner wirken ebenso geheimnisvoll wie der Ort selbst und verleihen der Geschichte eine beklemmende Nordic-Noir-Stimmung.
. Besonders gelungen sind die Figurenzeichnungen. Vor allem die Familie steht im Mittelpunkt…
düster, vielschichtig und nie ganz zu durchschauen. Gerade die Schwestern wirken bemerkenswert authentisch!
Ihre Ecken und Kanten, ihre Fehler und Unsicherheiten machen sie greifbar und menschlich.
. Auch der Schreibstil von Ægisdóttir trägt maßgeblich zur Wirkung des Romans bei. Mit großer Präzision versteht sie es, eine beinahe unerträgliche Spannung aufzubauen, ohne sie künstlich in die Länge zu ziehen. Jede Szene wirkt durchdacht, jede Enthüllung sitzt genau dort, wo sie soll.
. Zugegeben: Die isländischen Namen mögen anfangs ungewohnt erscheinen, doch schon nach wenigen Seiten findet man sich mühelos in der Geschichte zurecht.
. Für mich war „Home Before Dark“ ein echter Pageturner…
voller unerwarteter Wendungen, düsterer Geheimnisse und einer atmosphischen Nordic-Noir-Stimmung, wie man sie sich von einem Psychothriller wünscht.
Ich hoffe, ich konnte dich mit meinen Worten dazu bewegen, diesem Buch eine Chance zu geben. Für mich war es ein außergewöhnliches Leseerlebnis!
„Home Before Dark“ von Eva Björg Aegisdottir ist ein psychologisch sehr tiefgängiger Thriller, der keine klassische Polizeiermittlung beinhaltet, sondern eher ein beklemmendes Familiendrama ist. Im Zentrum stehen die Schwestern Marsibil (Marsi) und Kristin (Stina). Es dreht sich alles um das Verschwinden von Stina im Jahr 1967 in einer kleinen isländischen Stadt. Zehn Jahre später (1977) wird Marsi immer noch von Schuldgefühlen zerfressen, leidet an ihrer Alkoholsucht und an „Blackouts“. Ich liebe das isländische Setting und bin immer wieder fasziniert, mehr über das Land zu erfahren. Was mir beim Lesen immer große Probleme bereitet, sind die Namen und Orte.
Die Hörbuchsprecherin Leonie Landa überhaupt nicht. Sie spricht alle Personen und Orte so perfekt (für mich zumindest) als wäre isländisch ihre Muttersprache. Sie liest mit so viel Gefühl in ihrer Stimme – einfach Wahnsinn! Der Wechsel zwischen beiden Mädchen gelingt ihr perfekt. Man weiß anhand ihres Sprechtempos und Nuancierung sofort, aus welcher Sicht die Geschichte gerade erzählt wird. Auch die männlichen Charaktere Bergur und Gusti sind sehr gut gesprochen.
Die Story selbst wird zwischendurch etwas langatmig, da die Autorin viel Augenmerk auf die Charakterisierung und den Alltag lebt. Auch scheinen alle Personen irgendwie einsam, zerrüttet oder traumatisiert zu sein. Das Ende war aus meiner Sicht vorhersehbar.
„Home before Dark“ ist kein „blutiger“ Thriller aber ein gut konstruierter psychologischer Roman über das Erwachsenwerden in einer isländischen Kleinstadt in den 70er Jahren, der einige Lügen ans Tageslicht bringt. Gelesen von einer fantastischen Leonie Landa, die mit ganz viel Liebe die Protagonisten lebendig macht. Absolute Hörbuchempfehlung!
Eva Björg Aegisdottir ist durch ihre Mörderisches Island-Krimis bekannt. Abseits dieser Reihe legt sie mit HOME BEFORE DARK jetzt einen Stand Alone-Psychothriller vor.
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Darum geht’s: Marsibil versucht das Verschwinden ihrer Schwester aufzuklären. Stinas blutbefleckte Jacke wurde vor zehn Jahren an dem Ort gefunden, an dem Marsi sich mit ihrem heimlichen Brieffreund verabredet hatte…
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Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen, in den 60er und 70er Jahren sowie aus zwei Perspektiven, aus der Sicht von Stina bzw. Marsi erzählt. Der Spannungsbogen baut sich langsam auf und entwickelt sich dann subtil. Aegisdottir spielt damit die Stärke aus, die ich bereits in einem Zwischenband ihrer Krmireihe kennengelernt habe. Schreibstil und Story zeichnen sich durch psychologische Intensität und düstere Atmosphäre aus. Das hat mir gut gefallen.
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Probleme habe ich in diesem Island-Thriller wieder mit den Namen. Das hat in dieser komplexen Geschichte dafür gesorgt, dass ich ab und zu dann doch etwas den Überblick verloren habe. Ich musste immer wieder überlegen, wer jetzt wer ist und in welcher Verbindung die Personen zueinanderstehen. Das hat mich zwischenzeitlich aus dem Lesefluss gebracht. Hinzu kommt, dass sich im Handlungsverlauf gefühlt außerdem ein paar Längen eingeschlichen haben. Im letzten Abschnitt hat der Psychothriller mit einigen überraschenden Wendungen und der Auflösung aber nochmal Boden gut gemacht. Der etwas zähe Mittelteil konnte damit aber nicht mehr komplett aufgeholt werden.
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Fazit: HOME BEFORE DARK ist gut lesbar. Wer ruhige Nordic Noir- und sanfte Psycho-Spannung sowie Familiendramen mag, sollte sich das Buch näher anschauen. Ich fand den Thriller nicht schlecht, bin aber auch nicht richtig überzeugt.
Zehn Jahre nach dem Verschwinden ihrer älteren Schwester kehrt Marsibil Karvelsdottir in das Dorf, in dem sie aufwuchs, zurück. Die junge Frau lebt heute in Reykjavik und hat immer wieder wirre Träume, die mit dem Verschwinden von Stina zusammenhängen könnten.
Stina verschwand damals genau an dem Ort, an dem eigentlich Marsi hätte sein sollen. Die damals 15-jährige Marsi hatte an der Brücke mit einem heimlichen Brieffreund abgemacht, das Treffen jedoch aus Nervosität platzen lassen. Und genau dort bei der Brücke wurde Stunden später Stinas blutverschmierte Jacke gefunden.
Nun in der Gegenwart bekommt Marsi einen Brief und macht sich auf die Suche nach ihrer Schwester. Sie will nach all den Jahren endlich wissen, was mit Stina geschah.
Das ist das fünfte Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und das bisher weitaus schlechteste. Was gleich bleibt, ist die düstere Atmosphäre in diesem Island Krimi. Man spürt die Kälte, die karge Landschaft und vor allem die mystische Stimmung regelrecht.
Was neu ist, ist die absolut spannungslose Handlung, die vielen, endlosen Wiederholungen und die Ahnung, worauf es hinauslaufen könnte. Das kenne ich von der Autorin anders. Irgendwie zerredet die Autorin das bisschen Spannung, die zu Beginn mitläuft. So habe ich mich gefragt, ob Stina noch am Leben ist oder tatsächlich ermordet wurde. Um das herauszufinden, dreht Marsi fast jeden Stein um und das wortwörtlich.
Viele Figuren mischen mit, immer neue Bekannte tauchen auf und das in grosser Zahl. Da die Geschichte zudem auf zwei Zeitebenen und in zwei Ich Perspektiven geführt wird, wird sie sehr komplex. Eine Komplexität, die zu Lasten der Spannung geht. Denn ständig musste ich überlegen, wer denn nun schon wieder wer ist und wo die Erzählung anknüpft. Da die beiden Ich Perspektiven aus der Sicht einer Jugendlichen (Stina) und einer jungen Erwachsenen (Marsi) sind, wird es oft pubertär. Liebeleien, Flirts, Alkohol und Partys spielen eine Rolle in diesen Perspektiven.
Dabei ist der Schreibstil nicht per se schlecht und ich weiss, dass die Autorin schreiben kann. Unglücklich empfand ich den Aufbau und die Realisierung des Plots.
„Home Before Dark“ von Eva Björn Aegisdottir ist ein psychologisch sehr tiefgängiger Thriller, der keine klassische Polizeiermittlung beinhaltet, sondern eher ein beklemmendes Familiendrama ist. Im Zentrum stehen die Schwestern Marsibil (Marsi) und Kristin (Stina). Es dreht sich alles um das Verschwinden von Stina im Jahr 1967 in einer kleinen isländischen Stadt. Zehn Jahre später (1977) wird Marsi immer noch von Schuldgefühlen zerfressen, leidet an ihrer Alkoholsucht und an „Blackouts“. Ich liebe das isländische Setting und bin immer wieder fasziniert, mehr über das Land zu erfahren. Was mir beim Lesen immer große Probleme bereitet, sind die Namen und Orte.
Die Hörbuchsprecherin Leonie Landa überhaupt nicht. Sie spricht alle Personen und Orte so perfekt (für mich zumindest) als wäre isländisch ihre Muttersprache. Sie liest mit so viel Gefühl in ihrer Stimme – einfach Wahnsinn! Der Wechsel zwischen beiden Mädchen gelingt ihr perfekt. Man weiß anhand ihres Sprechtempos und Nuancierung sofort, aus welcher Sicht die Geschichte gerade erzählt wird. Auch die männlichen Charaktere Bergur und Gusti sind sehr gut gesprochen.
Die Story selbst wird zwischendurch etwas langatmig, da die Autorin viel Augenmerk auf die Charakterisierung und den Alltag lebt. Auch scheinen alle Personen irgendwie einsam, zerrüttet oder traumatisiert zu sein. Das Ende war aus meiner Sicht vorhersehbar.
„Home before Dark“ ist kein „blutiger“ Thriller aber ein gut konstruierter psychologischer Roman über das Erwachsenwerden in einer isländischen Kleinstadt in den 70er Jahren, der einige Lügen ans Tageslicht bringt. Gelesen von einer fantastischen Leonie Landa, die mit ganz viel Liebe die Protagonisten lebendig macht. Absolute Hörbuchempfehlung!
Hörbuch 5 Sterne
Geschichte 4 Sterne
𝙍𝙚𝙯𝙚𝙣𝙨𝙞𝙤𝙣 𝙯𝙪 „𝙃𝙤𝙢𝙚 𝘽𝙚𝙛𝙤𝙧𝙚 𝘿𝙖𝙧𝙠“ 𝙫𝙤𝙣 𝙀𝙫𝙖 𝘽𝙟ö𝙧𝙜 Æ𝙜𝙞𝙨𝙙ó𝙩𝙩𝙞𝙧
Island ist eines meiner absoluten Traumländer, deshalb hat mich das Buch sofort angesprochen. Auch der Klappentext klang sehr vielversprechend und weckte meine Neugier.
Vor zehn Jahren verschwand Marsis Schwester Stina spurlos. Es gab keine Zeugen und keine Hinweise, nur ihre Jacke wurde gefunden. Doch Marsi will sich damit nicht abfinden und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit hinter dem Verschwinden ihrer Schwester.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, aus Marsis Sicht im Jahr 1977 und aus Stinas Perspektive im Jahr 1967. Dieser Wechsel hat mir grundsätzlich gut gefallen und sorgt für zusätzliche Spannung. Allerdings fühlte sich die Handlung stellenweise wie ein Stau auf der Autobahn an, ein ständiges Stop and Go. Immer wenn ich dachte, jetzt nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf, wurde das Tempo wieder gedrosselt und die Handlung wirkte etwas langatmig.
Die Ermittlungen von Marsi sind gut dargestellt, schweifen aber gelegentlich ab. Zudem hatte ich irgendwann das Gefühl, dass es zu viele Charaktere gibt. In dem kleinen Ort scheint jeder etwas zu verbergen und fast jeder wirkt verdächtig, was es teilweise unübersichtlich macht.
Im letzten Drittel löst sich dieser Stau dann endlich auf. Die Spannung zieht deutlich an und es gibt einige interessante Wendungen. Trotzdem fehlten mir persönlich die echten Gänsehautmomente, weshalb ich das Buch weniger als Psychothriller, sondern eher als soliden Spannungsroman einordnen würde.
Der Schreibstil von Eva Björg Ægisdóttir hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Die Atmosphäre ist dicht und passend, auch wenn die isländischen Namen und Ortsbezeichnungen manchmal echte Zungenbrecher sind 😅
Alles in allem ein solider Thriller, der sich besonders für Einsteiger oder Leser eignet, die es nicht ganz so nervenaufreibend mögen.
Leider kein Psychothriller, wie deklariert, sondern vielmehr ein flacher Krimi.
Nach vielen Jahren Thrillerpause habe ich beschlossen, dass es mal wieder Zeit ist und mich für Home before Dark entschieden. Leider war das jetzt eine eher enttäuschende Sache, denn was ich bekommen habe, war vielmehr ein seichter Krimi, anstatt eines actionreichen Psychothrillers. Denn ja, der Thrill hat mir hier zu hundertprozent gefehlt.
Die Geschichte wartet mit 2 POVs auf, was an sich eine tolle Idee war, da wir einerseits die Protagonistin Marsibil in der Gegenwart, also 1977, begleiten und zusätzlich Einblick in Stinas Leben in dem Jahr vor ihrem Verschwinden bekommen.
Nur leider wurde gefühlt alles irgendwie schlecht umgesetzt. Stinas Sicht war einerseits aufschlussreich, größtenteils vieles davon aber einfach überflüssig. Hier sollten lediglich immer noch mehr Verdächtige geliefert werden.
Auch das ist ein großer Kritikpunkt von mir. Leielder hat die Autorin auf Biegen und Brechen versucht jede einzelne Person im Umfeld von Kristin aka Stina verdächtig zu machen. Jeder, wirklich jeder im Dorf, sollte ein Motiv bekommen. Das fand ich unglaublich nervig und hat den ganzen Thrill aus der Geschichte genommen und es zu 100% in die Krimi-Schiene geleitet.
Hinzu kam für mich, dass die mindestens ersten zwei Drittel einfach nur langatmig waren. Langatmig und langweilig. Ich merke das, wenn ich nebenbei permanent aufs Handy schaue, dass ein Buch meinen Fokus nicht halten kann. Das letzte Drittel bis Viertel waren okay, hier ist viel passiert, allerdings weist die Auflösung dann schon wieder Logikfehler auf, die mich einfach stören, wobei andere Dinge dann einfach auslaufen gelassen wurden, was wiederum nicht zum bisher Geschehenen gepasst hat.
Was mich zusätzlich gestört hat, war, dass die Autorin für Marsibils POV die Vergangenheitsform gewählt hat, Stinas POV (wir erinnern uns, das geschah alles 19 Jahre vorher) jedoch in der Gegenwartsform geschrieben wurde. Sowas ist einfach irritierend. Andersherum hätte es ja vielleicht noch Sinn gemacht, aber so? Absolut sinnfrei.
Alles in allem war es eine tolle Idee, mit leider nur mäßig starker Umsetzung und einer falschen Genre-Einordnung.
Zwei Schwestern, ein Brieffreund und eine der Schwestern verschwindet genau an dem Tag, als sich die andere Schwester mit dem Brieffreund treffen will. Zufall, oder ein schlimmes Verbrechen?
Am 10. Jahrestag nach dem Verschwinden ihrer Schwester Stina, kehrt Marsi in ihr Elternhaus, in einem kleinen Isländischen Dorf, wo jeder jeden kennt zurück. Marsi leidet nach wie vor unter dem Verschwinden ihrer Schwester und als Ihr Brieffreund, nach genau 10 Jahren sich wieder bei ihr meldet, verstärkt sich das Gefühl, verantwortlich zu sein, denn sie hat nie jemandem von den Briefen erzählt.....
"Home Before Dark" schafft eine sehr düstere und bedrückende Atmosphäre. Es dauert etwas mit Marsi und den anderen warm zu werden. Jeder scheint irgendwie was zu verbergen zu haben und scheint nie ganz ehrlich zu sein. Es gibt viele Andeutungen und auch oft nie zu ende gesprochenen Gespräche. Niemand scheint so wirklich über Stina reden zu wollen. Auch das Verhalten von Marsi ist nicht immer nachvollziehbar.
Das Buch ist aus 2 Sichten geschrieben. Einmal aus der von Marsi, und einmal aus Stinas Sicht 10 Jahre zuvor. Das baut natürlich Spannung auf, vor allem zum Ende hin.
Die Erzählweise und die Geschichte ist gut gelungen und ich fand die Atmosphäre die erschaffen wurde sehr gelungen und zum Ende ergaben auch die meisten Fragezeichen einen Sinn. Einzig ein paar Längen im Mittelteil haben mich gestört und die Handlung etwas unnötig in die Länge gezogen.
Ein gutes Buch, wenn man Isländische Krimis mag, und einen gewissen Psychoteil bevorzugt.