Wieder einmal viel los in diesem Dengler- Krimi. Korrupte Landespolitiker, gierige Mittelständler, Energiepolitik, Windräder im Naturschutzgebiet, die Sorgen um seine Mutter – wird sie nun langsam alt und verwirrt oder schleichen tatsächlich nachts Gestalten über den Hof? Und die geheimnisvolle Geschichte seines bei einem Unfall (?) verstorbenen Vaters. Schon sehr viele Geschichten in einem Buch, aber sehr spannend, unterhaltsam und politisch zu lesen. „Mutter hatte ihren Lucky-Luke-Kaffe gekocht, einen Filterkaffe von der Sorte „Wenn das Hufeisen untergeht, ist der Kaffee zu schwach“.“ ☕️☕️☕️
Kriminalroman aus Freiburg/ Stuttgart. Teilweise etwas umschweifende Beschreibungen aber unterhaltsam und bezogen auf aktuelle Themen
Der Autor Wolfgang Schorlau recherchiert seine Thriller immer in herausragender Weise, das wird einem spätestens klar, wenn man einen der vorangegangenen zehn Bänden um den ehemaligen BKA Ermittler Dengler gelesen hat. Dieses Hintergrundwissen beeinträchtigt die Spannung keineswegs, im Gegenteil. Hier im elften Band dreht sich alles um ein Windrad am schwäbischen Feldberg. Dringende Leseempfehlung
Große Freude macht die Beschreibung der Hauptfigur, die sture aber herzliche Mutter Denglers, die im Buch durchgehend ein gut verständliches Alemannisch spricht. Sie lebt und kocht in ihrem alten Schwarzwaldhaus wie vor 100 Jahren. Wer wissen will, welche Kreise Interesse daran haben, unsere Gesellschaft zu spalten und alles zu tun um Initiativen gegen die Klimaerwärmung zu torpedieren, erfährt das in diesem Buch. Wer das nicht glauben kann, was Schorlau hier zusammengefasst hat, dem hilft vielleicht das Buch von Christian Stöcker: Männer die die Welt verbrennen.
Ich hab mich sehr auf einen neuen Krimi aus der Reihe gefreut, weil ich die politischen und realen (z.T. Historischen) Thematiken immer sehr genossen habe. Hier geht es ein mehr um den Klimawandel und ich mochte wie Wolfgang Schorlau das Thema angeht. 3 Kritikpunkte habe ich: 1. Die erste Hälfte des Buches weiß man irgendwie gar nicht worum es geht. Der Kriminalfall steht hier sehr stark im Hintergrund. Hintenraus wird es aber dann wirklich spannend. 2. Große Teile des Buchs ‚spricht‘ Denglers Mutter Dialekt. Das fand ich zwischenzeitlich sehr anstrengend. 3. Am Ende war mir ein bisschen zu viel Friede, Freude, Eierkuchen. Insgesamt aber gut und ich werde auch das nächste Buch lesen.



