Sehr schöne Verflechtungen von Kunst, Geschichte und Krimi.
Andreas Storm hat einen schönen flüssigen Schreibstil & trotz der vielen Verstrickungen bleibt man immer in der Story.
Und so wie es sich liest, wird Lomberg noch weiter ermitteln
Die Krimis von Andreas Storm sind für Geschichts-uninteressierte nichts, man muss dabei bleiben und viel denken. Ein guter Krimi, wenn auch teilweise sehr langsam und mit vielen Längen, die aber für später dann wieder wichtig sind.
In Granada, Spanien wird im Sommer 2016 ein bisher verschollenes Gemälde gestohlen. Das Desposito, in dem es hing, gehörte der Familie des deutschen Verteidigungsministers, bevor dieser es an das Hotel, auf dessen Gelände es steht, verkauft hat. Lennart Lomberg wird gebeten, diesen Fall zu untersuchen und das Gemälde wiederzubeschaffen, bei dem es sich um Beutekunst handelt.
Auch in dem zweiten Kriminalroman um Lennart Lomberg erfahren wir wieder sehr viele historische Informationen. Die Kapitel sind auch hier wieder recht lang, aber sie unterteilen sich in Handlungsstränge in der Gegenwart und Handlungsstränge in der Vergangenheit. So erfährt man auch viele Informationen über die Künstlerin und die damalige Zeit. Die Handlungen sind hier immer mit Datum und Ort versehen, sodass man sie leicht einordnen kann.
Der Schreibstil von Andreas Storm ist anspruchsvoll und es handelt sich um keinen Krimi, den man mal so schnell nebenbei lesen kann. Aber es wirkt alles sehr gut recherchiert und historische Ereignisse sind geschickt in die Geschichte eingeflochten.
Wie auch bereits beim ersten Teil war es kein Roman, den ich auf Grund der unendlichen Spannung nicht aus der Hand legen konnte, aber ich fand ihn trotz allem wirklich gut und der Fall war interessant und gut aufgearbeitet.
Und wieder hat mich ein Buch dieses Autors und genau aus dieser Reihe begeistert.
Der Kunstprofessor und Gutachter Lomberg begibt sich erneut auf die Suche nach einem verschwundenen Buch. Und dieses Mal ist es sozusagen zweimal verschwunden. Nachdem es in den Wirren des zweiten Weltkrieges und unter Francos Herrschaft verschwand, verschwand es nun erneut aus dem angeblichen Besitz des deutschen Verteidigungsministers. Lomberg begibt sich auf die Spur und greift zu bewährten Mitteln und stöbert mal wieder in der Vergangenheit, auch dieses Mal nicht, ohne ordentlich Staub aufzuwühlen.
Andreas Storm gelingt es erneut, den Leser direkt auf den ersten Seiten in den Bann des Bildes und seiner Geschichte zu ziehen, auch wenn es sich größtenteils um eine fiktive Geschichte handelt, ist sie so doch genau vorstellbar und spiegelt mit den verschiedenen Zeitsprüngen den jeweiligen Zeitgeist wieder. Jede Handlung hat auch im Nachhinein seine Wirkung und wenn es Generationen später ist.