Ein ungewöhnlicher Roman über das Leben der Toten, die gemeinsam versuchen, die an ihnen begangenen Morde zu lösen. Der Sprachstil wirkt immer wieder etwas holprig und gewöhnungsbedürftig und leider lässt die - wenn auch sehr seichte - Spannung gegen Ende nach.
Ein kurzweiliger Gespensterroman mit Krimielementen 👻🩸👩❤️👨
Haben wir uns nicht nicht alle schon einmal gefragt: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Verweilen Geister auf der Erde, die noch was zu erledigen haben? Michael Kumpfmüllers neues Buch „Wir Gespenster“ erzählt eine Geschichte rund um diese spannenden Fragen. Es dauert einen Moment, bis die 40-Jährige Lilli realisiert, dass sie als Gespenst auf ihren eigenen, leblosen Körper herabblickt? Doch was ist geschehen? Warum ist sie tot? In ihrem wunderschönen roten Kleid liegt ihr Körper nun da, im Park. Sie weiß weder über ihre Identität Bescheid, noch wie sie dort hingekommen ist. Schnell ist klar: Sie wurde ermordet. Gut, dass sie schon bald „Geistergesellschaft“ in Form von Andrä erhält, der selbst vor Jahren im Dienst als Kommissar erschossen wurde. Die beiden verbünden sich mit der Mission den Mord an Lilli aufzuklären und bekommen tatkräftige Unterstützung von Karl und Karl, den Mitarbeitern von Andrä. Doch Lilli struggelt nicht nur mit den Umständen, unter denen sie zu Tode gekommen ist, sondern auch mit ihrem Gespenster-Dasein. Auch diesbezüglich hilft der erfahrene Kommissar der attraktiven Lilli gerne weiter und es bahnt sich eine romantische Beziehung zwischen dem Gespenster-Duo an. Kumpfmüllers Buch kommt als kurzweiliger Gespensterroman mit Krimielementen daher. Was es für mich nicht gebraucht hätte, sind die plakativen Floskeln fürs Herz, wie „Menschen, die wir lieben, bleiben für immer. Denn sie hinterlassen Spuren in unseren Herzen“ oder „Du bist nicht mehr da, wo du warst. Trotzdem bist du überall, wo wir sind“. Generell würde ich mich eher weniger als Zielgruppe für dieses Buch sehen, da ich einfach kein Krimifan bin. Doch welche Leser*innen könnte Michael Kumpfmüllers Buch begeistern? Ich würde es allen empfehlen, die ein Faible für Gespenstergeschichten haben und auch gerne mal einen Krimi lesen. Er hat das Rad zwar nicht neu erfunden mit Geistern, die sich in einer Art Zwischenwelt befinden, weil sie durch einen Kriminalfall zu Tode gekommen sind, welchen sie nun aufklären wollen und die sich verlieben während ihrer Mission - aber er schafft kurzweilige Unterhaltung. Ich persönlich werde es nochmal mit einem anderen Werk Kumpfmüllers‘ versuchen, da es thematisch leider nichts so meins war. Schreibt mir gerne mal Eure Empfehlungen in die Kommentare, falls Ihr schon was von ihm gelesen habt, dass Ihr mir empfehlen könnt.

