Ein typischer skandinavischer Krimi, der bis zuletzt super spannend ist. Ein Stern Abzug, da ich ab und an durcheinander gekommen bin - mit den Geschichten der Frauen. Die Namen ähneln sich sehr. Die Geschichten sind so toll geschrieben, dass ich mir direkt den nächsten Titel kaufen werde.
In der letzten Zeit habe ich einige Krimis gelesen und kam gar nicht dazu, euch darüber zu berichten. Der Krimi „Verlogen“ hat mich sehr bewegt. Achtung Triggerwarnung: Es geht um ungewollte Schwangerschaften und sehr schwierige Eltern-Kind-Beziehungen.
Den ersten Teil aus der Feder von Eva Björg Ægisdóttir fand ich bereits gelungen und war daher sehr gespannt auf den zweiten Teil. Er war anders, aber nicht schlechter. Ehrlich gesagt habt er mich noch einmal deutlich stärker getriggert.
Die Geschichte beginnt mit dem Fund einer Leiche, was jetzt für einen Krimi nicht sonderlich ungewöhnlich ist. Doch wie beim ersten Teil spielt die Autorin mit den Perspektiven und dieses Mal springt sie nicht nur in die Vergangenheit, sondern wechselt auch noch von der Erwachsenen- zur Kindperspektive. Und das war hart, sehr hart. Denn der Leser erlebt mit, was eine ungewollte Schwangerschaft für die Mutter und das Kind bedeuten. Und ich hätte es nicht gedacht, während des Lesens habe ich sowohl die Mutter als auch das Kind verstehen können und befand mich in einem schier unlösbaren Konflikt.
Natürlich treffen wir auch bekannte Gesichter: Elma ermittelt weiterhin und ein bisschen geht es auch um ihr Privatleben, jedoch nicht zu sehr und der Fokus ist definitiv nicht so stark auf sie gerichtet wie im ersten Teil. Dafür steht ein anderer Seitenstrang etwas mehr im Mittelpunkt, den ich sehr traurig fand, ohne dass er jedoch zu sehr vom Krimi ablenkte.
Der Krimi war erneut typisch skandinavisch „düster“, hatte jedoch ein angenehmes Tempo und verlor sich nicht in „Islandszenen“. Von daher, auch hier, eine Leseempfehlung.
In einem Lavafeld wird die Leiche einer jungen Mutter entdeckt. Wegen eines Briefs geht man davon aus, dass die Frau auf einen Wunsch gegangen ist. Auch ihre Tochter ist nicht sonderlich traurig, sie lebt inzwischen bei Pflegeeltern und ist zufrieden. Elma und ihr Kollege Saevar finden jedoch heraus, dass es auch ein Mord gewesen sein könnte.
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen und enthüllt eine tragische Vergangenheit. Die Plottwists sind toll und das Ende hat mich sprachlos zurückgelassen.
Auch unsere Elma hat in ihrem Privatleben zu kämpfen. Ich mag sie sehr gerne und freue mich auf die weiteren Bände!
Schwer zu sagen, weglegen konnte ich es nicht, aber so fesselnd war es auch nicht. Das Kribbeln fehlt. Es hat aber aich eine Wendung mit der man nocht rechnet. Mit der Serie mache ich mal eine Pause, vlt lese ich sie irgendwann mal weiter.
Die Geschichte fing locker an, durchmischt mit "Tagebuchaufzeichnungen", die nicht einzuordnen waren. Die Spannung stieg aber langsam an, war wirklich gut, auch mit nur einer Leiche. Auch ohne permanente Gewalt kann Spannung steigen
Einziger Nachteil, die permanenten "privaten Probleme" der Ermittlerin. Das hätte man sich sparen können
Spannend und düster - eine Reihe, die ich weiter verfolgen werde!
Ich liebe isländische Krimis, auch wenn ich die Namen darin nicht aussprechen kann. Deshalb griff ich in der Buchhandlung zu „Verlogen“ von Eva Björg Ægisdóttir, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch. Den Klappentext könnt ihr dem zweiten Bild entnehmen. Unbezahlte Werbung, da das Buch selbst gekauft.
Wie ich es von isländischen Krimis gewohnt bin, beginnt auch dieser eher ruhig. „Verlogen“ ist der zweite Band einer Reihe, und ich kannte den Vorgänger nicht, fand mich aber sofort in der Handlung zurecht. Auch wenn dieser Krimi sehr ruhig beginnt, konnte er mich sofort mit seiner subtilen Spannung fesseln. Immer wieder streut die Autorin Szenen aus der Vergangenheit ein, die meine Neugierde weiter anfachten und durch die mich die Autorin auch so einige Male aufs Glatteis führte. Eins kann ich euch verraten: In diesem Fall ist nichts, wie es zu sein scheint. Eva Björg Ægisdóttir ist eine Meisterin der falschen Fährten, und so tappte ich lange Zeit im Dunklen. Elma, die ermittelnde Kommissarin, mochte ich sofort, denn sie wirkt authentisch und vielschichtig. Alle Charaktere in diesem Buch wurden hervorragend ausgearbeitet und verliehen dem Krimi zusätzlich Tiefe. Schön fand ich, dass die Autorin dabei gekonnt mit Graustufen arbeitete und man nie wirklich wusste, woran man bei den Personen wirklich war. Dieses Puzzle fügte Eva Björg Ægisdóttir erst ganz am Schluss zu einem schlüssigen Gesamtbild zusammen, und alle Fäden verwoben sich und ergaben Sinn. Ich kann euch dieses Buch nur empfehlen; für mich wird es definitiv nicht das letzte Buch dieser Reihe sein. Von mir bekommt dieser atmosphärische Krimi 4,5 von 5 Sternen.
Ein wirklich spannender Thriller.
Die Autorin schafft es den Leser auf eine falsche Fährte zu führen und das wirklich sehr gekonnt.
Dazu gibt es eine interessante Story, tiefe Charaktere und Spannung. Der Teil lässt sich auch sehr gut solo lesen.
Lange mehr keinen so guten Thriller mehr gelesen.
📖 Verlogen
Teil 2 der 4teiligen Island Krimi Reihe
✍🏽@evabjorg88 - Eva Björg Ægisdóttir
📚 @argonverlag
🗣️ Christiane Marx
🅉🅄🄼 🄸🄽🄷🄰🄻🅃
Als die alkoholabhängige alleinerziehende Marianna verschwindet, gehen alle von einem Suizid aus. Vor allem die 15 jährige Tochter Hekla hat vermeintlich schnell mit der Sache abgeschlossen und ist in ein neues Leben bei der Pflegefamilie gestartet. Doch als die Leiche auftaucht wirft dies viele Fragen auf...
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Gute Unterhaltung voller Isländisch - nordischer Vibes. Das Ermittler-Duo Elma und Saevar macht den Job gut und nachvollziehbar. Genau die richtige Mischung aus Fakten, Interpretation und Gespür. Falsche Fährten und psychologische Details inklusive, wieder wunderbar gelesen von Christiane Marx. Besonders erwähnenswert ist der gekonnte Wechsel zwischen Gegenwart und der Zeit vor 15 Jahren, die letztlich zu all dem führte. Gern höre ich bei Gelegenheit die Reihe weiter.
3,5 von 5 Sterne und ein toller atmosphärischer Krimi für Island-Fans
Verschwiegen ist der 2. Teil der Reihe von @evabjorg88 rund um Ermittlerin Elma und wie schon der erste Teil hat mir auch dieser wieder sehr gut gefallen.
Insgesamt ist es ein eher ruhiger, aber dennoch packender Krimi, der den Leser durch seine subtile Spannung fesselt.
Elma gefällt mir besonders gut, sie wirkt authentisch und vielschichtig. Sowohl ihre Herangehensweise an den Fall, als auch die Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit machen sie zu einer sehr interessanten Persönlichkeit. Gut gefällt mir auch, dass die Aspekte aus ihrer Vergangenheit immer mal wieder angeschnitten werden, aber nicht zu viel Raum in der Geschichte einnehmen. Das Hauptaugenmerk liegt immer noch auf dem Fall, aber durch die kleinen Ausflüge in ihre Vergangenheit bleibt sie als Person spannend und macht Lust auf die Folgebände.
Der Fall ist sehr spannend aufgebaut und lädt förmlich zum miträtseln ein. Zwischendurch kommen immer mal wieder neue Pisten auf, bevor sich am Ende dann nochmal alles anders entwickelt, als ich gedacht habe.
Die isländische Atmosphäre wird ebenfalls richtig gut rübergebracht und rundet die Geschichte somit perfekt ab.
Einzig und alleine mit den isländischen Namen hatte ich manchmal so meine Schwierigkeiten alle richtig zuzuordnen. Da war das Namensregister am Ende eine sehr gute Hilfe, um den ein oder anderen Namen nochmal nachzuschlagen.
Ich bin schon sehr gespannt auf Band 3 und hoffe Elma auch in Zukunft noch weiter begleiten zu dürfen.
Der Kriminalfall und auch die Weiterentwicklung der Figur der Ermittlerin Elma waren super.
Was mich ab dem zweiten Drittel echt geärgert hat, war, dass die eingestreute Perspektive aus der Vergangenheit bewusst so verfälscht wurde, dass man an die falsche Person denkt. Nicht so, dass man Zweifel haben könnte, sondern eindeutig. Finde ich nervig.
Als ich angefangen habe dieses Buch zu lesen dachte ich relativ früh am Anfang wer der Täter ist.
Überraschung nach vielem hin und her, mehreren Verhören, die das Buch leider ein bisschen in die Länge gezogen haben, kam ein heftiger Plottwist.
Die Geschichte wird gestückelt aus der Vergangenheit und der Gegenwart erzählt, sowie von verschiedenen Personen.
Gott sei Dank gibt es ein Namensregister am Ende des Buches, wo man kurzbeschrieben nachlesen kann wer diese Person ist und welchen Bezug sie zu anderen hat, denn das war teilweise sehr verwirrend!
Zudem war ich kurz vor Ende des Buches sehr verwirrt, weil auf einmal ein Personenwechsel stattgefunden hat und die Geschichten zweier Personen so zusammen verworren wurden das ich kurz dachte ich habe einen riesigen Teil überlesen und ich auch am zweifeln war und kurz davor war das Buch von vorne zu beginnen.
Kurz vor Ende hatte ich auch wieder einen Tatverdächtigen der sich bestätigte.
Mit dem Ende bin ich nicht ganz zufrieden, leider ist nicht alles ans Licht gekommen und es ist auch vieles unfair behandelt worden und mit der Verurteilung bin ich nicht zufrieden, da hätte man mehr draus machen können.
Trotzdem empfehlenswert, gerade für die Herbst/Winterzeit ein toller Krimi.🦋
Eva Björg Ægisdóttir - ,,Verlogen"
Der zweite Band mit Kommissarin ,,Elma" als Protagonistin.
Im späten Herbst wird eine Leiche in einem Lavafeld gefunden. Es handelt sich um ,,Marianna", die bereits einige Monate zuvor spurlos verschwunden ist. Alles deutete damals auf Selbstmord hin. Aber nach dem Fund ist schnell klar, dass es sich um Mord gehandelt haben muss. Die Tote hat eine junge Tochter namens ,,Hekla" zurückgelassen, die nun bei Pflegeeltern wohnt, die sie bereits lange kennt, da es mit ihrer leiblichen Mutter häufiger zu Problemen und Konflikten kam. ,,Elma" und ihr Team müssen den Fall komplett neu betrachten. Lange werden sie keinerlei konkrete Hinweise finden. Der Schlüssel liegt letztendlich in der Vergangenheit der Toten. Auch da müssen einige alte Geschichten neu betrachtet werden, um den Täter zu finden und Zusammenhänge herzustellen. Neben dieser spannenden Handlung gibt es immer wieder Rückblenden. Dort wird die Geschichte einer jungen alleinerziehenden Mutter erzählt, die keine Bindung zu ihrer Tochter aufbauen kann und auch mit sich selber und ihren Dämonen der Vergangenheit zu kämpfen hat. Wie im ersten Teil erfahren wir auch immer wieder Dinge aus dem privaten Umfeld der Ermittler. Zunächst ,,Elma", die sich immer besser in ihre neue bzw. alte Heimat einlebt, dann ihr Kollege Syvert, welcher nach einer Trennung eher einsam für sich selbst lebt, und zuletzt Hördur. Er ist der Vorgesetzte und muss neben der Arbeit erleben, wie seine Frau krank und immer schwächer wird. Auch der zweite Band hat mich begeistert. Der langsam erzählte Krimi kann mit einem spannenden und undurchsichtigem Fall punkten. Die Ermittler bleiben sympathisch und interessant. Der Fall ist bis zum Ende komplex und undurchschaubar. Wer Band 1 mochte, wird auch die Nummer 2 lieben. Ein weiterer Fall ist bereits erschienen und einer für das nächste Jahr bereits angekündigt. Die tolle Übersetzung stammt von ,,Freya Melsted" aus dem Isländischen ins Deutsche.
Erschienen ist das Buch beim Kiwi Verlag.
Verwirrende aber spannende Wendungen
Worum geht’s?
Akranes: Marianna ist spurlos verschwunden. Ihre 15jährige Tochter findet einen Abschiedsbrief und alle gehen von einem Selbstmord ihrer Mutter aus. Bis einige Monate später ihre Leiche gefunden wird - das Gesicht schrecklich entstellt.
Meine Meinung:
„Verlogen“ (Kiepenheuer & Witsch, 09/2023) von Eva Björg Aegisdottir ist der zweite Teil der Island-Krimi-Serie „Mörderisches Island“, in dem Elma und ihr Team gemeinsam ermitteln. Ich mag isländische Krimis und Thriller allgemein schon wegen der düsteren Stimmung, die diese immer heraufbeschwören. Und auch bei Frau Aegisdottir ist das der Fall. Die Beschreibung der Umgebung allein lässt schon alles düsterer und angespannter wirken. Wir erleben hier den manchmal eintönigen aber eben auch realistischen Alltag der Protagonisten mit, werden aber die ganze Zeit von einer unterschwelligen Spannung begleitet. Der Erzählstil regt die Fantasie an. Immer wieder lesen wir Einschübe aus der Vergangenheit, die ich anfangs anders eingeordnet habe und die daher die Geschehnisse der Gegenwart nochmals in ein ganz anderes Licht rückten.
In diesem Teil erfahren wir etwas mehr über die Polizistin Elma, die mir schon im ersten Teil gut gefallen hat. Außerdem über ihren Kollegen Saevar, ihn mochte ich in diesem Band besonders gerne. Hördur, der Chef der beiden, hat diesmal nur eine Nebenrolle und auch Elmas Familie kommt nicht ganz so intensiv vor, wie im ersten Teil. Dennoch gefallen mir die Teile, in denen das Privatleben der Protagonisten dargestellt wird und uns diese noch näherbringt.
Und auch in diesem Band ist es wieder die Mischung, die für mich das Buch lesenswert machen. Diese Einfachheit, die Alltäglichkeit des Normalen gemischt mit der psychologischen Finesse und dem Fall selbst, der einen ständig irgendwie auf Spannung hält. Die Verbindung der Vergangenheit in die Gegenwart. Und auch die Dinge, die die Autorin offenlässt: Ohne ins Detail zu gehen, hat sie doch alles gesagt und Platz gelassen für die eigene Fantasie. Gut gefallen hat mir auch, dass ich anfangs in der Vergangenheit nicht wusste, wo ich bin bzw. von anderen Voraussetzungen ausgegangen bin, wodurch sich der Fall im Laufe der Seiten nochmals sehr verändert hat. So kam es für mich zu einigen unvorhergesehenen Wendungen. Auch wenn ich gestehen muss, dass es – im Gegensatz zum ersten Band – hier für mich doch ein paar Längen gab. Außerdem hatte ich gehofft, auf meine offenen Fragen aus dem ersten Teil antworten zu erhalten; aber vielleicht bekomme ich diese ja noch im nächsten Band? Sehr gut hat mir auch der Epilog am Ende gefallen. Wie heißt es so schön: Ich weiß, dass ich nichts weiß. Und das trifft auf das Ende ganz gut. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf den dritten Band der Serie!
Fazit:
Mit „Verlogen“ setzt Eva Björg Aegisdottir ihre Krimi-Serie „Mörderisches Island“ fort. Ich muss allerdings gestehen, dass mir dieses Buch nicht ganz so gut gefallen hat, wie der erste Teil. Dennoch hatten wir auch hier wieder die isländischen Krimis eigene düstere Spannung, die Autorin hat mich gekonnt verwirrt und ich mochte die Vermischung aus dem Alltagsleben der Protagonisten und dem Fall selbst. Das ist etwas, was definitiv ein Wiedererkennungswert der Autorin ist. Auch mochte ich es, dass mich die Kapitel in der Vergangenheit verwirrt haben und sich erst nach und nach auflösten, sodass für mich der Fall in der Gegenwart nach fast jedem Kapitel nochmals in einem ganz anderen Blickwinkel dastand. Und dass wir im Epilog eine Antwort auf quasi alles erhalten haben.
4 Sterne von mir, ich freue mich schon auf den dritten Teil und bin gespannt, wie es privat mit Elma weitergeht!
4,5 von 5
In "Verlogen" nimmt Eva Björg Ægisdóttir uns wieder mit nach Island, genauer Akranes.
Dieses Mal ermitteln Elma und ihr Team erneut in einem Mordfall, der viele Geheimnisse bereit hält und mitreißend ist.
Genauso mitreißend ist der Schreibstil. Er ist authentisch und unaufgeregt. Wenige Details reichen um eine besondere Atmosphäre aufzubauen und das raue Island darzustellen.
Dazu kommen die wechselnden Perspektiven, die für Abwechslung sorgen und bis zum Ende nicht zu viel verraten, allerdings auch Verwirrung stiften, sodass am Ende ein "Aha!" Moment entsteht.
Dies ist ihr hervorragend gelungen, denn immer wieder war ich am rätseln wer was gemacht haben könnte.
Man verdächtigt jeden und doch den falschen?
Aufmerksam lesen ist angesagt.
Aber ob man dann schneller den Mörder findet als Elma und ihre Kollegen?
Um den Überblick, bei den ganzen Protagonisten, zu behalten, hilft das Personenverzeichnis am Ende des Buches weiter. So weiß man immer wer wer ist und besonders bei den isländischen Namen ist es hilfreich.
"Verlogen" ist ein Island Krimi, der durch psychologische Finesse heraus sticht und besonders für die kalten und dunklen Tage geeignet ist.
Ich freue mich definitiv auf den nächsten Band und kann es kaum erwarten wieder mit Elma und Sævar zu ermitteln.
Meinung: Auch der zweite Teil dieser Reihe hat mir gut gefallen. Mitten im Lavafeld wird in einer kleinen Höhle eine weibliche Leiche gefunden. Als Elma den Anruf über den Leichenfund erhält, hat sie sofort die Vermutung, dass es sich um die im Mai verschwundene Maríanna handelt. Bisher ging man davon aus, dass sie Selbstmord begangen hat, aber ihre Leiche wurde nie gefunden. Schnell wird klar, dass Maríanna ermordet wurde. Doch wer hat ein Motiv dafür? Maríanna war alkoholabhängig und alleinerziehende Mutter. Ein neuer Fall für Elma und Sævar. In diesem Fall geht es um die Mutter-Tochter-Beziehung. In Rückblenden erfährt man viel über die ermordete Mutter, die ihr Kind nicht lieben konnte. Obwohl dieser Charakter hier das Opfer ist, konnte er meine Sympathie nicht gewinnen. Es ist tragisch, wie so etwas passieren kann. Mir gefiel, wie die Autorin falsche Fährten legte und Gegenwart mit Vergangenheit verband. Diese Kombination mag ich sehr. Der Schreibstil ist leicht und flüssig, die düstere Stimmung hat mir gut gefallen. Ich habe mitgefiebert, hatte meine Vermutungen, und dieses Mal lag ich richtig. In diesem Buch gibt es keine Action, keine blutigen Szenen. Die Ermittlungen zogen sich zwar in die Länge, aber trotzdem fand ich es irgendwie spannend.
ich finde auch das zweite buch großartig. auch wenn sie ein festes schreibmuster hat, sind es tolle twists und als leser kann man sich besonders fühlen, da man am ende immer mehr weiß, als die ermittler. es ist wie früher bei horrorfilmen in denen es um ein massenhaftes aufkommen einer genmanipulierten insektenart ging, die zum ende hin vernichtet wurde, jedoch ein überlebendes tier gab es, welches für den zuschauer nochmal in die kamera zwinkerte ;)
Ich mochte schon den ersten Band, den ich gelesen habe, sehr. Diesmal habe ich mich entschieden, das Hörbuch zu hören & das war eine sehr gute Entscheidung. Christiane Marx gehört eh zu meinen Lieblingsprecherinnen & sie macht einmal mehr einen großartigen Job. Und die Geschichte war alles, was ich an Islandkrimis so mag: düster, spannend und eiskalt.
Und der Plotttwist hat mich fast aus den Socken gehauen. Ich freue mich schon sehr auf Band 3.
Autorin Eva Björg Ægisdóttir hat mit ihrem Krimi "Verlogen" eine recht faszinierende Geschichte geschaffen, der den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht und bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt. Dieses Buch ist ein gutes Werk zwischen Spannung und psychologischer Tiefe. Ein recht spannender Einstieg, der ebenfalls angenehme Schreibstil der Autorin und die eher kurzen Kapitel haben mitunter dazu beigetragen, das ich unterhaltsame Lesestunden hatte. Richtig gut gefallen haben mir auch die beiden Karten in den inneren Klappen des Buch, sie zeigen auf der ersten Island aber auch die nähere Umgebung von Akranes auf der zweiten.
Das es hinten im Buch noch ein Personenregister gibt, hat mir gut gefallen denn die vielen isländischen Namen und Handlungssträngen würden das lesen ohne das Register doch etwas erschweren. Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, dazu kommen immer wieder Zeitsprünge die zu Heklas Geschichte führen und dadurch bekommt das Buch auch eine sehr düstere und beklemmende Note.
Die Ermittlerin Elma, ist eine wie ich finde recht komplexe und auch faszinierende Persönlichkeit. Ihre inneren Kämpfe und Zweifel machen sie zu einem äußerst authentischen und greifbaren Charakter. Man fühlt mit ihr mit zusammen, leidet mit ihr und hofft mit ihr auf die Aufklärung eines schlimmen Verbrechens.
Die Autorin versteht es geschickt verschiedene Handlungsstränge miteinander zu verknüpfen und immer wieder überraschende Wendungen einzubauen. Darüber hinaus bietet "Verlogen" einen guten Einblick in die isländische Kultur und Gesellschaft, was dem Buch eine zusätzliche Note verleiht.
Fazit: Insgesamt ist "Verlogen" ein Krimi, der nicht nur durch seine Spannung und fesselnde Handlung besticht, sondern auch durch seine authentischen Charaktere und die atmosphärische Darstellung von Island. Ich kann es nur wärmstens empfehlen!
Vor einigen Monaten verschwand die alleinerziehende Mutter Maríanna. Jeder glaubte an Selbstmord, da die junge Frau sehr viele Probleme, unter anderem auch mit Alkohol und Drogen hatte. Doch als in einer Höhle bei einem Lavafeld die Leiche der Frau gefunden wird, spricht alles dafür, dass sie auf brutale Weise ermordet wurde. Kommissarin Elma und ihr Team beginnen zu ermitteln und müssen feststellen, dass der zunächst einfach erschienene Fall doch um einiges schwieriger wird als vermutet.
Die fünfzehnjährige Tochter Hekla lebt nun bei einer Pflegefamilie, die ihre Mutter bereits zwischendurch unterstützte und scheint nun ein wesentlich angenehmeres Leben zu führen. Auch die Pfegemutter ist glücklich, Hekla nun für sich zu haben.
Ich mag nordische Krimis, denn diese bieten irgendwie immer eine ganz besondere Atmosphäre und so war ich auch äußerst gespannt auf dieses Buch, bei dem es sich um den zweiten Teil einer Krimireihe handelt. Meiner Meinung nach kann man diesen aber auch lesen, ohne große Vorkenntnisse zum Vorgänger zu haben.
Der Einstieg beginnt noch recht unspektakulär und zieht sich ein wenig, doch je tiefer man in die Handlung abtaucht, desto stärker wird der Sog auf den Leser. Autorin Eva Björg Ægisdóttir schreibt flüssig und ohne große Abschweifungen, so dass man immer recht nah am Geschehen bleibt.
Die Handlung wechselt zwischen den Ermittlung der Kommissarin Elma und einer Frau fünfzehn Jahre zuvor. An dieser Stelle möchte ich gar nicht zuviel verraten, denn genau die Handlungen der Vergangenheit werden noch von großer Bedeutung sein.
Die Ermittlungen sind spannend und logisch aufgebaut und man stellt gemeinsam mit den Ermittlern immer wieder Vermutungen auf. Glaubt man noch zu Beginn, dass es klar ist, wer dahintersteckt, weiß die Autorin ganz genau, wie sie den Leser an der Nase herumführt und verblüfft immer wieder mit unvorhersehbaren Ereignissen.
Die Handlungen der Vergangenheit zeigt eine junge, alleinerziehende Frau, der es absolut schwer fällt, ihr Kind zu akzeptieren, da dieses alles andere als ihren Erwartungen entspricht. Wir begleiten die Frau und ihre Tochter über einen längeren Zeitraum und die Gefühle, die diese Beziehung in mir hervorgerufen hat, schwanken zwischen Entsetzen und Wut.
Insgesamt ist die Handlung eine spannende Mischung aus psycholigischem Thriller, alltäglicher Handlung und Ermittlung, die diesen Krimi zu einem ganz besonderen Lesevergnügen machen.
Kommissarin Elma fand ich sehr sympathisch und man erfährt hier immer wieder mehr über ihr Leben und auch Kleinigkeiten aus der Vergangenheit. Auch ihre Kollegen bekommen einen gewissen Raum bei dem man mehr über sie erfährt. Das alles sorgt dafür, dass diese authentisch wirken und man ihnen als Leser näherkommt.
Das Ende bekommt dann eine logische Aufklärung, bleibt aber in einem gewissen Maße doch offen.
Mein Fazit: ein atmosphärischer, spannender und auf psychologischer Ebene gelungener Thriller, der mir zwar am Anfang noch nicht genug Tempo hatte, der aber je mehr man vordringt immer mehr Sog auswirkt. Rückblicke in die Vergangenheit und aktuelle Ereignisse sorgen zusätzlich dazu, dass man eigene Vermutungen aufstellt. Auch ohne den ersten Band zu kennen, bekommt man hier einen spannende Krimi, der zu überzeugen weiß und den ich gerne empfehle.
"Verlogen" von Eva Bjørg Aegisdóttir ist der zweite Band des isländischen Ermittler-Duos Elma und Sævar. In einer Gletscherspalte wird Marianna gefunden, die seit 7 Monaten vermisste Mutter des Teenagermädchens Hekla. Damals verliefen die Ermittlungen unsauber; man ging von einem Selbstmord aus. Durch den Fund der mumifizierten Leiche konnte ein Suizid jedoch ausgeschlossen werden und die Ermittlungen betreffen Mariannas näheres Umfeld.
In Rückblenden erfahren wir über die schwierige Mutter-Tochter-Beziehung. Die Überforderung von Marianna als junge Mutter, Hellas unangepasste Art und ihre sozialen Schwierigkeiten werden Schicht für Schicht entblättert und lassen den Krimi zur psychologischen Milieudarstellung werden.
Bei dem Roman handelt es sich um ein ruhiges Buch. Es ist kein Pageturner und mir sind keine eisige Schauer über die Haut gefahren. Trotzdem oder gerade deshalb habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Es will nichts beweisen, sondern erzählt. Ich kann es allen empfehlen, die Spannung ohne Gewaltdarstellung mögen und sich für die psychologischen Hintergründe einer Tat interessieren.
Ich liebe skandinavische Thriller und Thrillerreihen. Aus diesem Grund habe ich mich so sehr über dieses Rezensionsexemplar gefreut. Für mich war es das erste Buch von Eva Björg Aegisdottir, auch wenn es sich hierbei eigentlich um den zweiten Band der Ermittlerin Elma und ihr Team handelt. Ich empfand es allerdings nicht als störend den ersten Teil bisher nicht gelesen zu haben.
Mich haben das Cover und die Leseprobe schon sehr neugierig auf das Buch gemacht und so habe ich es auch relativ schnell durchgelesen. Der Schreibtstil ist sehr angenehm, auch wenn ich einige Zeit gebraucht habe um in die Story reinzukommen. Zu Beginn passiert nicht viel und es sieht sich etwas in die Länge, bis das Ganzeso ab der Hälfte des Buches nochmal richtig Fahrt aufnimmt. Die Geschichte wird in unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Eine Ich-Perspektive einer alleinerziehenden Mutter und die Sichtweisen der Ermittler.
Bei der Ich-Perspektive wird man lange an der Nase herum geführt um wen es sich tatsächlich handelt. Die Aufklärung fande ich einerseits genial, andererseits auch sehr verwirrend. Auch die Auflösung zum Schluss des Buches kam kurz und knapp. Nicht zwingend schlecht, nur im Vergleich des sehr ausführlich beschriebenen Rest, überraschend.
Mich hat des Buch nicht komplett gepackt. Es war gut, spannend und unverhersehbar. Für mich zwischenzeitlich zu langatmig und die Thematik der Kindeswohlgefährdung hat mich als junge Mama wohl zu sehr berührt.