16. März
Rating:3

Beschreibung Zu den weniger bekannten Frauen der Weltgeschichte zählt auch Clementine Churchill, die Ehefrau des erfolgreichen Politikers Winston Churchill. Als sich die beiden kennenlernen funkt es direkt, sie heiraten 1908 und der Weg für eine Ehe auf Augenhöhe nimmt ihren Lauf. Clementine ist politisch sehr interessiert und unterstützt auch noch nachdem sie fünf Kinder zur Welt gebracht hat, tatkräftig ihren wichtigen Mann. Zudem setzt sich für das Frauenwahlrecht sowie eigene Projekte ein. Prägende Zeiten für die außergewöhnliche Ehe der Churchills sind die beiden Weltkriege und es gibt auch einige familiäre Belastungsproben und Schicksalsschläge, die eine starke Frau fordern. Meine Meinung Nachdem Marie Benedict mit »Frau Einstein« die Frau hinter dem berühmten Physiker in Erinnerung rief, befasst sie sich in ihrem neuen historischen Roman »Lady Churchill« mit Clementine Hozier, die 1908 den aufstrebenden Politiker Winston Churchill ehelichte. Die Geschichte beginnt mit dem Hochzeitstag und wird, teils mit Rückblenden zum Kennenlernen sowie entlang wichtiger Ereignisse im Leben der Churchills erzählt. Somit kommt der Roman fast schon einer Biografie gleich, die Clementine Churchills Persönlichkeit lebendig werden lässt. Marie Benedict zeichnet in ihrem Roman das Porträt einer emanzipierten und willensstarken jungen Frau, die ihre große Liebe in dem Politiker Winston Churchill findet und nichts davon hält zu Hause hinter dem Herd zu bleiben und sich um die Kindererziehung zu kümmern. Viel lieber arbeitet sie unerschütterlich mit ihrem Mann für das Wohl ihres Landes. Cat (Winstons Kosename für Clementine) ist eine Powerfrau und ohne ihre kluge Unterstützung wäre die Karriere ihres Mannes, denn sie liebevoll Pug nennt, bestimmt nicht so erfolgreich verlaufen. Die Geschichte ist natürlich geprägt von den turbulenten Jahren des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie den politischen Herausforderungen und Krisen, die damit einhergehen. Winston stellt große Anforderungen an seine Frau Clementine und ihre große Leidenschaft für die Arbeit nehmen sie meist so sehr in Anspruch, was sie immer wieder mit dem Muttersein hadern lässt, da sie durch ihr großes Engagement kaum Zeit für ihre Kinder hat. So obliegt die Kindererziehung im Verlauf der Jahre unterschiedlichen Nannys und der Tod ihrer damals zweijährigen Tochter Marigold trifft sie tief ins Mark. Clementine kommt an ihre Belastungsgrenze und muss sich zunehmend Auszeiten nehmen, um ihre Gesundheit nicht zu überstrapazieren. Marie Benedict ist es mit ihrem Roman »Lady Churchill« auf jeden Fall gelungen, auf das Leben und Wirken einer heute kaum beachteten Persönlichkeit aufmerksam zu machen. Ich habe die Geschichte mit großem Interesse gelesen, hatte jedoch eher einen historischen Roman erwartet, in dem die zeitlichen Lücken auf unterhaltsame Weise unterfüttert sind, anstatt sie einfach auszulassen. Aufgrund dieses Biografie-Charakters bleibt auch die emotionale Note auf der Strecke und viele Ereignisse haben mich nicht so berührt, wie erwartet. Außerdem kommt es immer wieder zu Wiederholungen z. B. bei Schilderung von Clementines Gefühlslage, das hätte man sicherlich vermeiden können und somit die damit verbundenen Längen vermieden. Trotzt dieser Kritikpunkte möchte ich »Lady Churchill« weiterempfehlen – denn diese starke Frau und ihr Lebenswerk sollte unbedingt mehr Beachtung finden. Fazit Marie Benedict zeichnet das Porträt der beeindruckenden Frau an der Seite des erfolgreichen Politikers Winston Churchill. Der Roman gleicht jedoch eher eine Biografie und weist einige Längen auf, sodass mich die Geschichte auf emotionaler Ebene nicht abholen konnte. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 04.06.2021

Lady Churchill
Lady Churchillby Marie BenedictKiepenheuer & Witsch
6. März
Rating:3

In diesem Buch berichtet die Ich-Erzählerin über ihr Leben an der Seite des Staatsmannes Winston Churchill. Sie hat ihren Mann in seiner politischen Arbeit stets unterstützt und einen Weg für sich gefunden, um selbst gesellschaftlich wirken zu können. Das Buch ist teilweise recht langweilig geschrieben. Einzelne Passagen kann man gut quer lesen und überspringen. Insgesamt bekommt man einen ersten Einblick in die britische Geschichte von 1900 bis 1945 aus Sicht einer Frau der Oberschicht.

Lady Churchill
Lady Churchillby Marie BenedictKiepenheuer & Witsch
4. Nov.
Rating:3

Lady Churchill stand schon länger auf meiner Wunschliste genauso wie die 2 weiteren Bände der Autorin. Umso mehr hab ich mich gefreut, diesen Band im Urlaub im hoteleigenen Bücherschrank zu finden. Leider konnte mich der Roman nicht wirklich überzeugen. Ich kann gar nicht so genau sagen an was es lag. Der Schreibstil war flüssig trotzdem kam ich nicht so in den Lesefluss bzw . In die Geschichte rein. Vielleicht lag es auch an der Thematik der zwei Weltkriege. Oder das Buch habe ich einfach zur falschen Zeit gelesen.... Trotzdem 3 gute Sterne. Ich werde mich irgendwann mal noch an Frau Einstein ran trauen und dann entscheiden ob es das falsche Buch zur falschen Zeit war oder mir die Autorin einfach nicht liegt 🤷🏼‍♀️

Lady Churchill
Lady Churchillby Marie BenedictKiepenheuer & Witsch
25. Apr.
Rating:2

Schlecht gewählter Erzählstil

Letztlich wurde das Buch doch meinem Vorurteil gerecht: Bücher, deren pastellfarbenes Cover eine Frau zeigt, die dem Betrachter den Rücken zukehrt, sind für eine andere Zielgruppe. Aber nicht für mich. Das Buch ist durchaus unterhaltsam geschrieben, sprachlich sogar ansprechend und inhaltlich auf jeden Fall interessant, denn bislang habe ich mich mit den Churchills nie beschäftigt, insbesondere nicht mit Winston. Seine Ehefrau Clementine Churchill, aus deren Ich-Perspektive das Buch geschrieben ist, war bestimmt eine starke und faszinierende Frau. Dass Marie Benedict den Frauen hinter berühmten Männern einen Scheinwerfer bietet, ist auch löblich. Aber für mich bleibt am Ende die Frage offen, wie viel ist wahr an Benedicts Darstellung. Die belegten Fakten sind nicht anzuzweifeln, aber ist Clementines Charakter richtig beschrieben? Ohne sie lief ja eigentlich gar nichts in der Downing Street. Im Grund hat sie den Krieg gegen die Deutschen gewonnen und ihr Ehemann war nur ihre Handpuppe. Okay, das ist jetzt natürlich überspitzt von mir dargestellt. Aber dieses Restgefühl bleibt zurück. Es war mir dann an vielen Stellen einfach zu pathetisch und selbstverliebt. Ich hätte doch besser eine sachliche Biografie gelesen, als einen biografischen Roman. 22 likes

Lady Churchill
Lady Churchillby Marie BenedictKiepenheuer & Witsch
6. Apr.
Churchills Geheimwaffe.
Rating:5

Churchills Geheimwaffe.

Jeder kennt wohl Winston Churchill, aber seine Frau nimmt doch eine eher unbedeutende Rolle in der Geschichte ein...so könnte man denken. Aber es wird klar wie sehr sich Winston auf seine Frau verlassen konnte, wie wichtig sie für seine politischen Erfolge war,. Jedoch nicht ohne ihre eigene Bedürfnisse hinten anzustellen. Es werden im Buch nicht nur die glorreichen Zeiten der beiden beschreiben, es geht auch um Verluste und immer wieder depressive Phasen von Lady Churchill. Zu dem lernen wir neben CAT (Clementine)auch Pak ( Winston) näher kennen, vor allem verletzlicher als man ihn von seinen großen Reden kennt. Durch das Buch bin ich beiden Persönlichkeiten näher gekommen. Das Buch ist im Präsens und in Ich-Form geschrieben aus Sicht von Clementine, da man so noch näher am Weltgeschehen und den Personen dran war. Etwas holprig , waren die Zeitsprünge im Buch von mehreren Jahren, aber auch von vielen Rückblenden Lady Churchills. Dies hätte ich mir in einer chronologischer Reihenfolge gewünscht. Ein Stück Frauengeschichte

Lady Churchill
Lady Churchillby Marie BenedictKiepenheuer & Witsch
14. Nov.
Rating:3

Es war interessant über die Frau an Churchills Seite zu lesen. Ich habe ein etwas anderes Buch erwartet, denn dieses war wirklich sehr politisch, aber das war wohl auch ihr Einfluss auf ihren Mann und generell eins ihrer Interessen. Ich hatte nicht erwartet mit diesem Buch einen Crashkurs zur Geschichte Europas bzw Englands rund um die Weltkriege zu bekommen.

Lady Churchill
Lady Churchillby Marie BenedictKiepenheuer & Witsch
21. Okt.
Rating:4

Eine starke Frau ihrer Zeit Während der ganzen politischen Laufbahn Winston Churchills war seine Ehefrau Clementine seine wichtigste Stütze, Verbündete und Unterstützerin. Vor allem während des zweiten Weltkrieges war Clementine immer wieder maßgeblich politisch beteiligt um die Nazis schlussendlich besiegen zu können, doch auch innenpolitisch übernahm sie wichtige Funktionen so als sie zum Beispiel Schutzbunker etwas “behaglicher” ausstatten ließ oder sich einsetzte, dass Frauen während des Krieges wichtige Aufgaben übernehmen konnten. So selbstsicher sie als Stütze ihres Mannes agierte, so verletzlich war sie im Privatleben. Obwohl sie 5 Kinder gebar, wovon eines im Kleinkindalter starb, kam sie mit der Mutterrolle nie zurecht, was sie zusammen mit der immerwährenden Unterstützung ihres Mannes mehrfach psychisch an ihre grenzen brachte. Dieser Roman über Clementine Churchill war für mich aufgrund der vielen politischen Themen anspruchsvoll zu lesen, trotzdem hat es sich aber auf jeden Fall gelohnt mehr über diese starke Frau, für welche Aufgeben nicht in Frage kam, zu erfahren.

Lady Churchill
Lady Churchillby Marie BenedictKiepenheuer & Witsch
1. Mai
Rating:3

Beschreibung Zu den weniger bekannten Frauen der Weltgeschichte zählt auch Clementine Churchill, die Ehefrau des erfolgreichen Politikers Winston Churchill. Als sich die beiden kennenlernen funkt es direkt, sie heiraten 1908 und der Weg für eine Ehe auf Augenhöhe nimmt ihren Lauf. Clementine ist politisch sehr interessiert und unterstützt auch noch nachdem sie fünf Kinder zur Welt gebracht hat, tatkräftig ihren wichtigen Mann. Zudem setzt sich für das Frauenwahlrecht sowie eigene Projekte ein. Prägende Zeiten für die außergewöhnliche Ehe der Churchills sind die beiden Weltkriege und es gibt auch einige familiäre Belastungsproben und Schicksalsschläge, die eine starke Frau fordern. Meine Meinung Nachdem Marie Benedict mit »Frau Einstein« die Frau hinter dem berühmten Physiker in Erinnerung rief, befasst sie sich in ihrem neuen historischen Roman »Lady Churchill« mit Clementine Hozier, die 1908 den aufstrebenden Politiker Winston Churchill ehelichte. Die Geschichte beginnt mit dem Hochzeitstag und wird, teils mit Rückblenden zum Kennenlernen sowie entlang wichtiger Ereignisse im Leben der Churchills erzählt. Somit kommt der Roman fast schon einer Biografie gleich, die Clementine Churchills Persönlichkeit lebendig werden lässt. Marie Benedict zeichnet in ihrem Roman das Porträt einer emanzipierten und willensstarken jungen Frau, die ihre große Liebe in dem Politiker Winston Churchill findet und nichts davon hält zu Hause hinter dem Herd zu bleiben und sich um die Kindererziehung zu kümmern. Viel lieber arbeitet sie unerschütterlich mit ihrem Mann für das Wohl ihres Landes. Cat (Winstons Kosename für Clementine) ist eine Powerfrau und ohne ihre kluge Unterstützung wäre die Karriere ihres Mannes, denn sie liebevoll Pug nennt, bestimmt nicht so erfolgreich verlaufen. Die Geschichte ist natürlich geprägt von den turbulenten Jahren des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie den politischen Herausforderungen und Krisen, die damit einhergehen. Winston stellt große Anforderungen an seine Frau Clementine und ihre große Leidenschaft für die Arbeit nehmen sie meist so sehr in Anspruch, was sie immer wieder mit dem Muttersein hadern lässt, da sie durch ihr großes Engagement kaum Zeit für ihre Kinder hat. So obliegt die Kindererziehung im Verlauf der Jahre unterschiedlichen Nannys und der Tod ihrer damals zweijährigen Tochter Marigold trifft sie tief ins Mark. Clementine kommt an ihre Belastungsgrenze und muss sich zunehmend Auszeiten nehmen, um ihre Gesundheit nicht zu überstrapazieren. Marie Benedict ist es mit ihrem Roman »Lady Churchill« auf jeden Fall gelungen, auf das Leben und Wirken einer heute kaum beachteten Persönlichkeit aufmerksam zu machen. Ich habe die Geschichte mit großem Interesse gelesen, hatte jedoch eher einen historischen Roman erwartet, in dem die zeitlichen Lücken auf unterhaltsame Weise unterfüttert sind, anstatt sie einfach auszulassen. Aufgrund dieses Biografie-Charakters bleibt auch die emotionale Note auf der Strecke und viele Ereignisse haben mich nicht so berührt, wie erwartet. Außerdem kommt es immer wieder zu Wiederholungen z. B. bei Schilderung von Clementines Gefühlslage, das hätte man sicherlich vermeiden können und somit die damit verbundenen Längen vermieden. Trotzt dieser Kritikpunkte möchte ich »Lady Churchill« weiterempfehlen – denn diese starke Frau und ihr Lebenswerk sollte unbedingt mehr Beachtung finden. Fazit Marie Benedict zeichnet das Porträt der beeindruckenden Frau an der Seite des erfolgreichen Politikers Winston Churchill. Der Roman gleicht jedoch eher eine Biografie und weist einige Längen auf, sodass mich die Geschichte auf emotionaler Ebene nicht abholen konnte. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 04.06.2021

Lady Churchill
Lady Churchillby Marie BenedictKiepenheuer & Witsch
18. Apr.
Rating:4

Ich muss zugeben, dass mich dieses Buch angesprochen hat, nachdem ich die Serie "The crown" gesehen hatte. Dort fand ich Winston Churchill sehr interessant, hatte aber schon beim streamen den Eindruck, dass seine Frau nicht wenig Einfluss auf ihn hatte. Das fand ich spannend - und darum habe ich "Lady Churchill" auch sehr gerne gelesen! Es ist keine Autobiografie, sondern ein Roman, also gibt es natürlich auch viele fiktive Situationen. Aber ich denke, der Charakter von Lady Churchill und vor allem auch der Einfluß auf ihren berühmten Ehemann wird wirklich gut dargestellt. Sie war eine starke Frau und eine ebenso spannende Persönlichkeit wie ihr Mann. Schade, dass man von ihr in den Geschichtsbüchern nie etwas liest. Der Schreibstil des Buches hat mir auch gut gefallen. Es ließ sich gut und flüssig lesen, war detailreich und interessant. Und gehört definitiv für mich in die Reihe der Bücher über starke Frauen. Wer sich für die britische Politik und Churchills interessiert, wird an diesem Buch sicher Freude haben.

Lady Churchill
Lady Churchillby Marie BenedictKiepenheuer & Witsch
3. Okt.
Rating:4

Die Geschichte von Mrs Winston Churchill war definitiv eine Erfahrung wert. Zu Beginn streckte sich die Geschichte leider sehr, es passierte nichts und die Entwicklung der Ereignisse zog sich über mehrere Seiten hin bis wirklich die Bombe einschlug (pun intended). Gerade der Kampf zwischen Clemmies Selbstverwirklichung, die Pflichten einer Mutter und den Pflichten gegenüber ihrem Ehemann und dem gesamten Land reißte mich mit. Ihre Geschichte zeigte mir, dass man Entscheidungen im Leben nicht wieder rückgängig machen konnte, aber dennoch das beste daraus machen sollte da man sonst nicht zu dem Menschen werden konnte, der man schlussendlich war. Das Leben formte jeden einzelnen und so auch Clemmie. Ihr Charakter war wirklich interessant und ich konnte mit vielen zweifeln von ihr wirklich mitfühlen. Ich respektiere ihre Entscheidung bis zum Schluss an der Seite ihres Ehemannes zu stehen (egal wie viele Hindernisse es gab) und die Geschichte im Hintergrund zu lenken sehr. Ich fand es nur sehr schade, dass das Buch nicht bis zum Ende der Churchills ging sondern, sozusagen, mittendrin endete. Man blieb mit wirklich vielen Fragen zurück, was ich sehr schade finde. Dennoch ist es ein schöner und sogar geschichtlich aufschlussreicher Roman gewesen, selbst wenn vieles davon wahrscheinlich der Fiktion entspringt.

Lady Churchill
Lady Churchillby Marie BenedictKiepenheuer & Witsch
23. Sept.
Rating:2

In Lady Churchill kommt Clementine Churchill zu Wort, sie erzählt uns sozusagen ihre Lebensgeschichte vom Tag der Hochzeit an bis zum Ende des zweiten Weltkriegs. Sie ist die starke Frau an Winston Churchills Seite, unterstützt ihn, lenkt ihn und hält ihm den Rücken frei. Gemeinsam bekommen sie fünf Kinder, überstehen finanziell schwache Zeiten und zwei Weltkriege. Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, was dem Leser einen recht intimen Einblick in Clementines Gedanken und Sorgen gewährt. Allerdings sieht man so natürlich auch nur ihre Sicht der Dinge. Ich habe mir manchmal schwer getan mit ihr. Man bekommt den Eindruck, dass ihr Mann eigentlich nur lebensfähig war, weil sie ihn im Hintergrund gelenkt hat und alles für ihn getan hat. Sie kommt da immer wieder als recht arrogante Person rüber. Ansonsten war das Buch recht interessant, weil man einmal die Perspektive Englands im zweiten Weltkrieg sieht. Allerdings wäre es schon schön gewesen auch die Nachkriegszeit noch mitzuerleben. Das Ende kommt dann doch recht abrupt. Auch haben mir Ereignisse, die England doch politisch sicherlich bewegt haben, wie z.B. die Abdankung des Königs und das Münchner Abkommen, ein wenig gefehlt. Der Fokus liegt sehr auf den beiden Kriegen, in der Zeit dazwischen ist die Handlung doch sehr auf rein private fokussiert, Clementines politische Ansichten fallen da fast komplett unter den Tisch. Alles in allem ist es kein schlechtes Buch, das allerdings zwischenzeitlich einige Längen hat. Ich bin mir der Ich-Perspektive nicht ganz warm geworden, mir war dadurch die Sicht auf die Dinge zu sehr eingeschränkt und man hat wirklich nur den Fokus auf Clementine Churchill gehabt. Andere Personen bleiben eher blass. Um einen ersten Blick auf Clementine Churchill zu werfen, ist dieses Buch sicher gut geeignet. Ob es wirklich die ein rundes Bild, kann ich nicht sagen.

Lady Churchill
Lady Churchillby Marie BenedictKiepenheuer & Witsch
23. Sept.
Rating:4

Jeder kennt den Namen Churchill, jeder denkt sofort an den älteren gebrechlichen Mann welcher England aus dem Krieg holte. Eine große Figur, eine beeindruckende Gestalt. Aber kennt jemand dessen Frau? Ich nicht, muss ich ehrlich gestehen. DAs wollte ich ändern, und erhoffte mir private Einblicke. Diese bekam ich auch. Eine Frau welche ich so nicht erwartet habe. Frau Churchill hatte mich mehrfach überrascht. Ihre psychischen Leiden, ihre Aufopferung für ihren Mann und dessen Politik, ihre Position im Krieg und dessen Auswirkungen, ihre vielen Projekte und vieles weiteres. Man bekommt in einer Art Zeitsprung gewisse Phasen ihres Lebens mit, die Geburt ihrer 5 Kinder, der Tot von Bekannten und Verwandten, ihren Umgang damit. Den ersten sowie zweiten Weltkrieg, Winstons politischer Aufstieg, sein tiefer Fall und erneuerter Aufstieg. Und man bekommt den Eindruck, nur anhand des geschriebenen, das sie zwar sagt das sie sehr gefühlvoll ist, aber bei mir als Leser kam dies leider nicht an. Ich habe sie als sehr emotionslos wahrgenommen, vor allem ihren Kindern gegenüber. Die Figuren erhielten zwar viel Tiefe, blieben trotzdem blass und kalt zurück. Sie muss eine starke Frau gewesen sein, mit all dem was sie erlebt hat, an der Seite eines so wichtigen Mannes, in einer so schwierigen Zeit. Leider konnte die Autorin dies nur nicht ganz so gut aufs Papier übertragen. Auch die Hörbuchsprecherin konnte vieles davon nicht transportieren. Ihre Stimmlage war zu 90% völlig emotionslos. DAs passte zwar zum 'Inhalt, aber nicht zur Art des Buches. Es war definitiv informativ, aber nicht aufwühlend. Es hat mich kurzweilig unterhalten, wird aber nicht in Erinnerung bleiben.

Lady Churchill
Lady Churchillby Marie BenedictKiepenheuer & Witsch