Alison Bechdel geht die einzelnen Jahrzehnte ihres Lebens durch und beschreibt ihren sportlichen Werdegang. Wir sehen sie beim Skifahren, Bergsteigen, Laufen, im Fitnessstudio, vor Fernsehkursen und auf dem Spinning Rad, beim Karate, beim Yoga... Aber da bleibt es nicht stehen. Im Fokus stehen genauso ihre mentale Entwicklung, Beziehungen im Laufe der Jahre, ein paar esoterische Ausflüge, Abhängigkeit und Nüchternheit, Therapien... All das ist locker erzählt mit kleinen philosophischen Ausflügen und sehr gründlich und liebevoll gezeichnet. Nebenbei ist das Buch noch eine Liebeserklärung an Alisons Frau. Erwähnt werden auch die Schaffensprozesse ihres Vater- sowie ihres Mutter-Buchs. Und da muss ich die wohl auch noch irgendwann lesen. (Das einzige ist: ich hab bei solchen Graphic Novels immer das Gefühl, total viele Andeutungen nicht richtig zu verstehen, weil mir Wissen fehlt. Aber egal, ich kann mich trotzdem über die Geschichten, Gedanken und Zeichnungen freuen.)
»Der komplette Zusammenbruch des Gewohnten war die Chance, Dinge so zu sehen, wie sie sind. Aber können wir das? Oder leugnen wir weiter unsere Sterblichkeit, was dem Leugnen der Abhängigkeit vom Wohle anderer gleichkommt?« S.230
Sehr persönliche graphic novel über die Begeisterung für Bewegung, Bechdels sportliche Aktivitäten über die Dekaden im Wandel beeinflusst von Trends, Schicksalsschlägen, romantischen Beziehungen und gesellschaftlichen Ereignissen.
Ok, aber leider nicht mehr
Es hatte mich sehr angesprochen, zunächst empfand ich es auch gut, dann waren die Einschübe, in denen es nicht um die Autorin ging, total irritierend und später empfand ich sie als störend. Die Zeichnungen waren schön. Insgesamt eher ein sehr gedrückter Ton, ich hatte aufgrund des Titels mehr Fröhlichkeit erwartet.


