3,5 Sterne, nicht schlecht, aber auch kein ganz gutes Buch. Die Reihe bleibt aber eine meiner Lieblingsreihen. In Passeiertal wird eine grausam zugerichtete Leiche auf einer Wiese gefunden, der Fundort ist geschmückt und das Ganze wirkt sehr inszeniert. Im Dorf will niemand etwas gehört oder gesehen haben und eine Familie scheint das Sagen hier zu haben und alles zu bestimmen. Was ist in diesem entlegenen Dorf und Tal los? Teil 8 der Serie um die gegensätzlichen Ermittler Grauner und Saltapepe in Südtirol. So langsam scheint sich leider das Ende anzukündigen, hoffen wir, dass Hr. Koppeltstätter mehr Bücher dieser Art auf Lager hat. Die verschiedenen Charaktere der Ermittlertruppe sind alle eingebunden und unabhängig von einander unterwegs, der Fall geht recht schnell rum, aber es hat mich nie vollkommen gepackt. Wie geschrieben, kein schlechtes, aber auch kein überragendes Buch.
Viel Lokalkolorit (Südtirol, Sprachgrenze), klischeehaftes Ermittlerteam, unzählige Aufzählungen als (gewöhnungsbedürftiges) Stilmittel... insgesamt gelungener 7. Teil von Commissario Grauner & Co.
Ein Krimi der mich sehr gut unterhalten hat
Kommissar Grauner wird zu einem Mord gerufen. Der Mann, ein Maler, liegt auf einer Wiese wie eine Inszenierung auf einem Bild das seit dem zweiten Weltkrieg verschwunden ist da. Grauner gerät bei dieser Ermittlung in Lebensgefahr. Der Schreibstil ist leicht, ruhig, bildhaft und zügig zu lesen.Die Protagonisten passen hervorragend in diesen Krimi hinein.Die Spannung nimmt im Laufe des Buches zu. Fazit: Zu Beginn gibt es eine Karte von Südtirol. Der Inhalt wird in fünf Teile unterteilt zudem noch in kürzere Kapiteln - beginnend vom 2. Juni bis hin zum 5. Juni. Ich kenne die Vorgängerbücher nicht und trotzdem bin ich sehr gut in diesen Krimi hinein gekommen. Ich sollte kurz anmerken dass es keine Rückblenden gibt. Die Handlung spielt sich im Passeiertal, in der Nähe von St.Leonhard, ab. Die Sichtweisen wechseln sich zwischen Grauner, seiner Assistentin und Saltapepe ab. Ich hatte etwas Probleme mit dem Schreibstil da mir die Sätze immer wieder wie abgehackt vorkamen. Mit den ersten Seiten allerdings wurde es dann immer besser und mir fiel es dann auch gar nicht mehr auf - im Gegenteil bei den Actionszenen kam so noch mehr Schwung hinzu. Die Atmosphäre ist von Beginn an meiner Meinung nach eher dichter dazwischen aber auch mal lockerer. Ispettore Saltapepe, der Kollege von Grauner gefiel mir mit seiner Art ausgesprochen gut. Aber auch Grauner selbst war mir gleich sympathisch. Ich musste beim lesen öfters über die zwei lächeln so dass der Krimi sich zwischendurch auflockert. Das kleine Dorf und seine Bewohner wurden mir fast schon unheimlich, manchmal unsympathisch und der Leser merkt meiner Meinung nach bald dass etwas nicht stimmen kann. Die Dorfewohner hüten ein Geheimnis und Grauner mit seinen Kollegen rennen gegen eine Mauer des Schweigens. Die Story wurde von Kapitel zu Kapitel immer spannender und fesselnder und sogar actionreich. Dieser Krimi, in dem es unter anderem um Kunstfälschungen geht, ist gewürzt mit Humor und hat meiner Ansicht nach alles was ein guter Krimi braucht. Zum Ende hin gab es für mich persönlich aber dann doch noch ein paar längere Abschnitte daher vergebe ich gerne vier Sterne. Dies ist der achte Band einer bisher achtteiligen Reihe.Er ist in sich abgeschlossen.


