
Das Buch beschäftigt sich mit den beiden unterschiedlichen aber verwandten Arbeitsfeldern der Autor:innen: Cord Neubersch berichtet aus seiner Praxis als Psychotherapeut, Judith Brückmann bringt ihre Perspektive als Coach ein. Anhand von Fallbeispielen zeigen sie, wie unterschiedlich Therapie und Coaching wirken können – und wo sich ihre Ansätze ergänzen. Was mir wirklich gut gefallen hat: Der Schreibstil ist sehr leicht und verständlich. Man kommt schnell durch die Seiten und hat nie das Gefühl, sich durch Fachjargon kämpfen zu müssen. Für Einsteiger:innen, die sich zum ersten Mal mit den Themen Coaching und Psychotherapie befassen, ist das definitiv ein Pluspunkt. Allerdings habe ich mir vom Titel etwas anderes erwartet. Statt allgemeiner Impulse, wie man mit dem „immer funktionieren müssen“ im Alltag besser umgehen kann, geht es hauptsächlich um die Arbeit der beiden Autor:innen. Die Fallbeispiele wirkten dabei auf mich teilweise sehr speziell und plakativ – so sehr, dass ich mich persönlich nicht wirklich hineinversetzen konnte. Auch fehlte mir ein bisschen die Diversität in den dargestellten Geschichten. Für mich persönlich gab es daher wenig Neues zu entdecken, was aber sicher auch daran liegt, dass ich schon einiges zu diesem Themenfeld gelesen habe. Wer jedoch noch am Anfang steht und sich einen ersten, leicht verständlichen Überblick über Coaching und Psychotherapie wünscht, könnte mit diesem Buch durchaus einen guten Einstieg finden. Fazit: Leicht zu lesen aber mit eher speziellem Fokus. Empfehlenswert für Neulinge – weniger für alle, die schon tiefer im Thema sind. ☺️



