1. Mai
Das war ein wilder Ritt
Rating:3

Das war ein wilder Ritt

In "Auf allen Vieren" treffen wir auf eine Künstlerin in ihren Vierzigern, die scheinbar alles hat: Karriere, Haus, Mann und Kind. Trotzdem scheint etwas zu fehlen und so begibt sie sich auf einen Roadtrip von L.A. nach New York, der allerdings schon eine halbe Fahrtstunde von ihrem Zuhause entfernt im Motelzimmer einer kalifornischen Kleinstadt endet. Ich habe noch nie etwas Vergleichbares gelesen und ich bin mir nicht sicher, ob ich das gut oder schlecht finden soll. Im Roman werden wichtige Themen wie Perimenopause, Mutterschaft und weibliches Begehren schonungslos ehrlich und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen angesprochen. Die Stimmung ist quasi permanent sexuell aufgeladen, was aber primär über die Gedankenwelt der Protagonistin passiert. So handelt es sich bei dem Roman auch nicht um ein handlungsgetriebenes Buch, der Fokus liegt klar auf der inneren Zerrissenheit der Protagonistin und der Suche nach ihrem wahren Ich. Was mich wirklich gestört hat, war die Sprache, die über weite Teile extrem roh, barsch und vulgär ist, was mir persönlich einfach nicht gefallen hat. Eventuell hinkte auch die Übersetzung etwas, denn dass beispielsweise wiederholt Dinge "fein säuberlich" erledigt werden, hat mich halb wahnsinnig gemacht. Daher an dieser Stelle nur eine bedingte Leseempfehlung

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
4. Apr.
Rating:2

Unbefriedigt bleibe ich zurück.

Ich hatte mir einiges von diesem Buch versprochen, da es mir mehrmals empfohlen wurde (und aktuell bin ich mit Empfehlungen gut gefahren). Aber dieses Buch... Ich weiß auch nicht. Auf der Haben-Seite steht ganz klar der Sog. Es ließ sich gut lesen und machte neugierig - was wird noch "absurdes" passieren? Aber: leider waren die letzten 80 Seiten für mich hoch unbefriedigend. Schade.

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
4. Apr.
Rating:3

Unterhaltsamer Roman zu Familie und anderen Beziehungskonzepten

Irgendwie hatte ich von dem Buch etwas anderes erwartet. Es war sehr unterhaltsam, stellenweise etwas cringe, aber mir ist noch immer unklar, was genau mir dieses Buch erzählen wollte. Dennoch konnte ich es nicht weglegen.

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
2. Apr.
Rating:2

Einfach nur seltsam

Ich hatte echt riesengroße Erwartungen an den Roman, weil er von gefühlt jedem Book Club in den USA empfohlen wurde und generell echt viele drüber sprechen. Nachdem ich es jetzt gelesen habe, denke ich mir: entweder ich verstehe es nicht oder ich bin noch zu jung oder irgendwas stimmt hier nicht - jedenfalls fand ich es unfassbar langweilig und übertrieben. Ja, da entdeckt eine Frau mitten im Leben, wenn die Natur sie eigentlich sexuell „ausrangiert“, ihre Sexualität neu und erlebt wahnsinnig aufregende Dinge in einem Motel, freut mich für sie, aber das ist für mich einfach kein Stoff, der knapp 400 Seiten füllt. Ich bin total pro sexual awakening von Frauen, egal welchen Alters aber dann muss der Roman auch irgendwie mehr hergeben. Ich kann den Hype gar nicht verstehen.

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
31. März
Rating:5

Authentische Charaktere und interessante Handlung

Ich hab viel von dem Buch gehört und dementsprechend waren meine Erwartungen hoch: und ich fand das Buch wirklich wirklich toll. Authentische Charaktere (besonders das Kind fand ich super spannend!) und sehr interessante Handlung

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
28. Feb.
Rating:4

Auf allen vieren erzählt die Geschichte einer 45-jährigen Schriftstellerin, die scheinbar alles hat: Ehe, Kind, Haus, Stabilität. Doch innerlich fühlt sie sich zunehmend eingeengt. Ein geplanter Roadtrip von LA nach NY endet schon nach kurzer Zeit. Was folgt, ist kein klassischer Plot mit großen äußeren Ereignissen, sondern eine radikale Innenschau. Die Protagonistin hinterfragt ihre Ehe, ihre Sexualität, ihr Altern, ihre Rolle als Mutter und als Frau. Zwischen Selbstironie, Verletzlichkeit und Provokation beschreibt Miranda July eine Phase des Umbruchs. Der Roman is mutig und sehr direkt geschrieben, stellenweise waren mir die intimen Szenen etwas zu plakativ, auch wenn genau diese Offenheit Teil des Konzepts.

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
21. Feb.
Rating:1.5

Ich freue mich immer, wenn es in Büchern um Frauen in ihren 40ern geht und dabei auch die unumwindbare Hormonachterbahn erwähnt wird. Weil die Inhalte zur Perimenopause an sich gut recherchiert waren, gebe ich einen halben Stern extra. Warum das allerdings Thema in diesem Buch war, weiß ich nicht. Niemand, den ich kenne, hat sich in der Perimenopause gefühlt wie die Protagonistin in diesem Buch. Am Anfang dachte ich noch, dass es mal was ganz anderes und originell ist, aber das stimmt nicht. Eigentlich geht es nur um Sex und alles wiederholt sich immer wieder. Könnte ich Bücher abbrechen, ich hätte es abgebrochen.

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
19. Feb.
Rating:3

Wichtiges Thema (Wechseljahre, Beziehungskrise, Körper) – aber schwer zugänglich. Der Schreibstil hat mich am Anfang rausgeworfen, die Protagonistin war mir oft zu schräg und absurd. Ich habe aus Neugier weitergelesen, aber wirklich reingekommen bin ich erst spät. Ein mutiges Buch – aber keins, das ich geliebt habe.

Ich habe lange an diesem Buch gelesen. Nicht weil es schlecht ist – sondern weil es mir schwergefallen ist. Miranda July schreibt über eine Frau in den Wechseljahren, die eine Beziehungskrise durchlebt. Über Körper, Sexualität, Sehnsucht. Über all das, worüber wir nicht gerne sprechen. Das Thema ist wichtig. Und ich bin froh, dass es dieses Buch gibt. Aber: Der Schreibstil war für mich schwer zugänglich. Detailliert, langsam, manchmal zu sehr im Kopf der Protagonistin. Ich habe Wochen gebraucht, um reinzukommen. Und die Protagonistin selbst? Schräg. Absurd. Sie macht Dinge, bei denen ich nur mit den Augen rollen konnte. Ich konnte mich teilweise in ihre Situation hineinversetzen – aber oft auch überhaupt nicht. Trotzdem habe ich weitergelesen. Aus Neugier. Aus Pflichtgefühl. Aus dem Gefühl, dass dieses Buch vielleicht wichtig ist, auch wenn ich es nicht liebe. Am Ende bleibt Verwirrung. Ich verstehe, warum das Buch gefeiert wird. Ich verstehe, dass es mutig ist. Dass es Themen anspricht, die sonst unsichtbar bleiben. Aber ich habe es nicht geliebt. Und das ist okay. Für wen ist dieses Buch? Für alle, die experimentelle Literatur mögen. Für alle, die bereit sind, sich auf eine schwierige Protagonistin einzulassen. Für alle, die Bücher wollen, die herausfordern statt unterhalten. Für mich? Es war eine Erfahrung. Keine schöne – aber eine wichtige.

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
4. Feb.
Rating:4

Sehr intensives Buch. Es geht um Menopause, unkonventionelle Beziehungen und Verlangen. die engen Beziehungen, die die Protagonistin mit verschiedenen Menschen eingeht und ihre eigene Familie lassen einen hinterfragen, wie Mensch eingentlich zusammenleben kann. Je mehr man liest, desto besser wird es!

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
13. Jan.
Rating:4

A great book that is bold, weird, sexual, funny and mind-opening, all at the same time. Even though I sometimes had the feeling that the book was dragging on for a bit, the immersive writing made up for it. I especially loved the protagonist despite her sometimes questionable decisions. Her multi-layered personality and her raw thoughts made her very relatable for me, despite a 15 years age difference.

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
11. Jan.

Abbruch, Abbruch, Abbruch!

Entschuldigung, aber mit dem Buch habe ich mich unwohl gefühlt. Nach 41 Seiten war es mir schon so drüber, dass es einfach nicht mehr ging. Und wollte die Autorin tatsächlich noch radikal ehrlich und aufrüttelnd über ein Frauenleben in der Perimenopause schreiben oder hat sie sich schon lustig gemacht über narzisstisches Umsichselbstkreisen, Oversharing und einer Selbstverständlichkeit, die mehr an Gleichgültigkeit erinnert, beim Umgang mit verschiedensten Sexualitäten? Kann sein, dass das Buch noch besser wird. Kann sein, dass es am Ende alles einen Sinn ergibt. Ich werde es nie erfahren, denn dieses Unwohlsein zwischen Lächerlichkeit und Authentizität mag ich nicht aushalten.

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
8. Jan.
Post image
Rating:3.5

Romane von und über Frauen in der Prä-Menopause erobern seit einiger Zeit den Büchermarkt. Einer davon ist Auf allen Vieren von Miranda July, ein tiefgründiger und schonungsloser Seelenstriptease über Einsamkeit, Begehren und Sehnsucht. Die Hauptfigur begibt sich auf einen Selbstfindungstrip und definiert und verhandelt im Anschluss daran ihre Ehe neu. Eines der krassesten und weirdesten (sagt man das so?) Bücher, welches ich in den letzten Jahre gelesen habe, das mich aber viel zum Nachdenken angeregt hat.

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
4. Jan.
Rating:3

'All Fours' starts as a road trip of a fairly self-centered woman approaching her midlife crisis and going on an 'Eat, Pray, Love' style journey of self-discovery. But then, there is this motel room. And this room completely caught me off guard because it is introduced with such nonchalance, yet it acts as such a brilliant and quirky literary device. This is where the book peaks and I can't praise it highly enough! After that, the narrative takes a downward turn and flatlines—which is actually interesting, as it mirrors a graphic in the book illustrating exactly what estrogen does during perimenopause: it falls and stays flat. But unfortunately, as we leave the motel room, we return to the protagonist's head, and even though her internal monologue is honest, unpretentious and sometimes vulnerable, her self-absorption eventually becomes too much for me.

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
28. Dez.
Rating:3

Es hat mich nicht so richtig abgeholt. Ich bin mir auch nicht ganz sicher woran es liegt. Zu viel Sex und Masturbation. Zu viel Begierde und Betrug. Alles in allem ein „okayes“ Buch.

INHALT Eine Frau mittleren Alters langweilt sich in ihrem klassischen Leben und möchte reisen, einmal quer durch die USA. Bereits nach wenigen Kilometern strandet sie in einem Motel und verbringt die ihre ganze Reise dort. Mit ihm. Einen jüngeren, vergebenen Mann. Sie lernt sich und ihre Sexualität neu kennen; betrügt ihren Mann und kehrt nach einiger Zeit wieder in den Schoß der Familie zurück. Dort ist plötzlich nichts mehr wie es war. EINDRUCK UND FAZIT Dieses Buch haben ich für unseren Buchclub angefragt - und bin direkt gestartet. Erst einmal muss ich feststellen, dass es so ganz anders ist, als ich dachte. Was genau ich erwartete habe, kann ich nun nicht mehr genau sagen - aber ich fand es gut! Viele verschiedenen Themen greift die Autorin auf: geschlechtsneutrale Sprache, Sexualität Ü45, eigene Beziehung zum Körper, Verarbeitung von Traumata und unkonventionelle Liebesbeziehungen. Und das auf doch recht wenigen Seiten. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, wenn doch irgendwie meine Stimmung kippte. Ich kann spicy Themen lesen (und manchmal auch überlesene) und finde wichtig, das sie in Büchern thematisiert werden. Aber es dreht sich am Ende ausschließlich um Sex, Masturbation und Begierde. Davon war ich am Ende leider etwas gelangweilt. Ein besonderes Buch, anders und erfrischend irgendwie - aber nicht ganz rund am Ende.

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
28. Dez.
War mir ne Nummer zu drüber
Rating:2

War mir ne Nummer zu drüber

Ich hab die ersten 75% andauernd überlebt, das Buch abzubrechen. Mir wars zu drüber. Gab mir iwie „Feuchtgebiete“ Vibes, nur 20 Jahre später. Paar gute Infos waren drin und es war einfach zu lesen, aber bin froh, dass es jetzt vorbei ist :D kann mir vorstellen, dass es anderen Leuten total Spaß macht zu lesen, meins wars nicht.

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
17. Dez.
Rating:5

Ich fand’s toll! Ein Buch über Frauen, die nicht mehr in der Norm bleiben wollen, die Veränderung nicht nur spüren, sondern auch zulassen. Über vielfältige Beziehungen, über ein nonbinäres Kind, über das Leben kurz vor den Wechseljahren. Ich mochte es in und wegen all der Weirdness sehr gerne.

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
30. Nov.
Buchidee- richtig GUT, Umsetzung.....
Rating:3

Buchidee- richtig GUT, Umsetzung.....

....enttäuschend, ehrlich gesagt. Es zog sich für mich wie Kaugummi. Schade, ich dachte, es würde mich begeistern. Doch es lässt mich völlig kalt, schlimmer, es langweilte mich streckenweise. Ich hoffte, es würde mich aufregen/ ausfwühlen. Leider war mir völlig egal, wie es enden würde, abbrechen wollte ich es aber auch nicht. Im Grunde ist es eine RACHE-MEINES-SUB'S- Lektüre. Worüber ich ehrlich traurig bin!

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
12. Nov.
Rating:3

Schonungslos und herausfordernd . Aber auch szenisch überreizt wie ein Kunstwerk, dass Aufmerksamkeit erregen muss. Mich hat damals ihr Debütroman „10 Wahrheiten“ , ein Kurzgeschichtenband, sehr gefallen. Also wollte ich unbedingt diesen Roman lesen. Die Vielzahl an bedeutsamen Themen, die Miranda July hier aufgreift, haben mich sehr positiv gestimmt. Eine Frau und ihre Rollen: Mutter, Geliebte, Ehefrau, Freundin, Tochter und Arbeitgeberin. Hinzu kommen noch Perimenopause, die oft zu unbeachtet bleibt in der Literatur, der Hormonabfall und die Konsequenzen, die daraus entstehen können. Außerdem sehr interessant ein nonbinäres Kind, aber da fehlte es mir an Auseinandersetzung und Tiefe, es wurde nur lapidar beschrieben. Hingegen die emotionale Achterbahnfahrt der Protagonistin zeitweilig zu überzogen und ausufernd wirkte. Wichtige Themen, aber für mich nicht wirklich authentisch umgesetzt, obwohl die Rollen und die Phase des Lebens, der meinen sehr gleichen. Und es sind nicht einmal die expliziten, sexuellen Szenen und Phantasien, die mich aus der Bahn geworfen hätten, sondern der Umgang mit diesen. Nicht unbedingt eine Zeitverschwendung, aber nur selektiv empfehlenswert.

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
17. Sept.
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Rating:1

Es ist eine Idee, die neugierig macht: Selbstbestimmung, Kreativität, Krisenbewältigung und der Mut, aus dem Gewohnten auszubrechen. Die Sprache hat in der deutschen Übersetzung auf mich am Anfang sehr erfrischend gewirkt. Auch hat der Anfang vielversprechend gewirkt. Doch meine anfängliche Begeisterung hat sich rasch in Ernüchterung gewandelt. Die Protagonistin hat mich ziemlich schnell genervt. Ihr Verhalten und ihr Umgang mit Davey wirkt daneben, unreif und unglaubwürdig. Die wilde, teils schräg angelegte Handlung – insbesondere die sich anbahnende Affäre und die skurrilen Details, wie die Szene mit Urin und Tampon waren sehr befremdlich zu lesen. Es ist mir beim Lesen sehr schwer gefallen, sie als eine Frau in den Mittleren Jahren zu akzeptieren; stattdessen hat sie auf mich eher wie Teenager gewirkt. Dadurch leidet die eigentliche Thematik der Geschichte, die ich super interessant fand. Ich hätte das Buch so gerne gemocht, aber leider war es für mich nichts.

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
15. Sept.
Rating:1.5

Das Buch und die Autorin werden total gefeiert, meins war's überhaupt nicht. Die Protagonistin war nervig, die Sprache vulgär und dann auch noch geschlechtsneutrale Pronomen wie dey, demm für ihr Kind und zum Schluss wurde alles noch wirrer.

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
14. Aug.
Rating:4

Very human somehow

This book shouldn't have worked for me regarding its plot, its themes, its protagonist... but it did. All the little and big quirks of the character, her fantasies and jealousies were just so human and relatable! It's hard to describe but this is a gem of a book und I had a lot of fun reading it while also aching for...something. Freedom, maybe. And I love the message of being brave and embracing oneself. Even more because it does not just happen like some kind of miracle, it is a choice.

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
20. Juni
Rating:5

Ich fand’s toll! Ein Buch über Frauen, die nicht mehr in der Norm bleiben wollen, die Veränderung nicht nur spüren, sondern auch zulassen. Über vielfältige Beziehungen, über ein nonbinäres Kind, über das Leben kurz vor den Wechseljahren. Ich mochte es in und wegen all der Weirdness sehr gerne.

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
23. Apr.
Rating:3

Zunächst stört mich der schwer nachvollziehbare Wohlstand, der die Lebenswelt der Protagonistin prägt - wie auch die oberflächliche Künstler-Szene. Die Liebelei variiert zwischen übertrieben, verzweifelt und gar irgendwie manisch. Insgesamt schon lesbar, aber echt nicht der große Wurf.

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
15. Apr.
Rating:3.5

Wild und zwischendrin ziemlich derb

Das Buch war ganz anders, als ich erwartet hatte. Es geht um Verlangen und Lust und die Macht der Fantasie - und immer wieder das Zurückfallen in die Realität. Es geht um Frauen ab 45, um Sexualität, das Muttersein, den Umgang mit der (Peri)Menopause und Traumata, alternative Beziehungsmodelle und das, was einem im Leben besonders wichtig ist. Um Zufriedenheit und Inspiration, Freundschaft und den nächsten Crush. Wahrscheinlich hätte ich das Buch nicht gelesen, wenn ich den Fokus vorher besser hätte erahnen können. So war ich ein paar Mal kurz davor, es wegzulegen, wollte dann aber unbedingt wissen, worauf das Ganze hinausläuft. Mit dem Ende war ich dann etwas versöhnter - empfand größere Abschnitte in den ersten beiden Teilen, die ziemlich absurd waren, aber umso unnötiger. Gut gefallen hat mir, dass (weibliche) Körper in jedem Alter gefeiert werden und ganz selbstverständlich nonbinäre Personen und homosexuelle Beziehungen in der Geschichte vorkommen. Ich fand allerdings die Sprache insgesamt sehr derb, manche Fantasien und (quasi-)erotischen Szenen ein bisschen zu abgedreht, viele Abschnitte insgesamt ein bisschen drüber und konnte mich persönlich gar nicht mit der Protagonistin identifizieren. Für andere, die da mehr relaten können, ist es aber sicher ein gutes Buch.

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
8. Apr.
Rating:4

Dieses Buch polarisiert! Im Zentrum des Romans steht einen mittelmäßige Künstlerin, die zu ihrem 45. Geburtstag einen Road Trip von der Westküste der USA nach New York plant. Sie bleibt jedoch schon nach wenigen Kilometern in einem Motel hängen, richtet sich ihr Zimmer dort komplett neu ein und verliert sich in der Vorstellung eines ganz anderen Lebens mit Davey, einem jungen Mann, den sie an der Tankstelle zu Beginn ihrer Reise kennengelernt hat. Außer ihrer Freundin Jordi weiß niemand von diesem "Abenteuer" und nach zweieinhalb Wochen kehrt sie zurück in ihr altes Leben mit Mann und Kind. Aber kann sie einfach weitermachen wie zuvor? Eher nicht – sonst wäre die Geschichte ja viel zu schnell vorbei 😉 Es geht um die Suche nach Freiheit und Selbstverwirklichung, weibliche Lust, Menopause, alternative Beziehungsmodelle, Mutterschaft … Die Sprache ist direkt, klar, nichts wird verschönert oder kaschiert. Ich gebe zu, dass es auch für mich Stellen gab, die mich leicht verstört zurückgelassen haben, aber gleichzeitig war es ein extrem intensives Leseerlebnis und ich war überrascht wie gut ich mich in die Protagonistin hineinfühlen konnte. Auch wenn July dementiert, dass es sich um ein autobiografisches Werk handelt, liest sich das Buch sehr intim und persönlich und gewisse Parallelen zwischen Autorin und Protagonistin können nun einmal nicht übersehen werden; verstärkt wird dieser Eindruck außerdem durch einen kleinen Plot Twist am Ende. Obwohl die Geschichte komplett verrückt ist, wirkt sie doch unglaublich glaubhaft und realistisch und zeigt sehr eindrücklich, dass das Leben mit Mitte Vierzig noch lange nicht vorbei ist. Ein Buch, über das man sich am besten selbst ein Bild machen sollte!

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
28. März

?????

Das Buch löst ganz gemischte Gefühle in mir aus. Ein Teil von mir wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und wie sich die ganze Geschichte auflöst, die andere Hälfte hat sich unglaublich unwohl beim Lesen gefühlt. Aber das ist vermutlich auch der Punkt? So wie sich die Protagonistin jeden Tag ihren Dämonen stellen muss, stelle ich mich jedem Wort in diesem Buch. Und das Unwohlsein der Menschen in einem Buch auf die lesende Person zu übertragen ist durchaus eine Meisterleistung. Ich glaube, ich hatte das Gefühl, in die Abgründe der Menschheit zu schauen, was in Bezug auf die Situation, in der sich die Menschen befinden, deutlich überspitzt ist - aber irgendwie auch nicht? Jedenfalls stelle ich mir so eine manische Episode vor.

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch
30. Jan.
Rating:2

Drüber

Was wäre die Literatur ohne die „schönste Nebensache der Welt“? Es würden ganze Genres wegfallen. In diesem Buch allerdings mutiert der Beischlaf zur „schönsten(?), Hauptsache der Welt“, zumindest für die nicht namentlich näher benannte ICH-Erzählerin, die uns an allen Einzelheiten ihrer Lust und der Ausübung dieser teilhaben lässt. Eigenwillig, getrieben und sehr auf ihren Körper bedacht, so kann man unsere Protagonistin beschreiben. Sie steht kurz vor den Wechseljahren und der nahende Östrogenabfall, der alle Frauen irgendwann ereilt, macht ihr Angst. Sie begibt sich auf eine Reise nach New York, ohne Mann und non-binäres Kind. Eine große Summe Geld, die sie einfach so auf den Kopf hauen will (weil sie es kann) verleiht ihr die Unabhängigkeit, der Spur des Schönen zu folgen. Also ändert sie schon nach 70 km ihren Plan, nistet sich in einem Motel ein und renoviert dort auf eigene Kosten das Zimmer aufs Exquisiteste. So weit so crazy! Dabei hat sie ein Auge auf Davey geworfen, dem Mann ihrer Innenarchitektin. Es gilt, seine Aufmerksamkeit zu erregen und mit ihm im Bett zu landen. Wie sie das tut und ob das glückt, müsst ihr selber lesen. Dieser Roman ist auf absolute Körperlichkeit ausgelegt. Es gibt kaum einen Abschnitt, wo Weiblichkeit mit ihren inneren und äußeren Vor- bzw. Nachteilen nicht die Hauptrolle spielt. Dabei wirkt die Denke der Protagonistin bisweilen etwas larmoyant, obwohl sie sich Mühe gibt gegen alles, was auch nur im Ansatz anstrengend oder müßig erscheint, anzukämpfen. Wir hüpfen zwischen Rück- und Ausblicken, fühlen uns getrieben durch die Gedankensprünge der Hauptfigur, und ich musste des öfteren rätseln, wie sie zu den Erkenntnissen gelangte, die manchmal etwas weird daherkommen. Sie telefoniert endlos mit ihren Freundinnen und lässt sich ermutigen, ihren Weg zu gehen. 130 Seiten hat mir das richtig Spaß gemacht, doch dann fiel meine Spannungskurve genauso schnell ab, wie das Östrogen seit meinem 50. Lebensjahr. Die schonungslose Beschreibungen von Kopulation und Körperflüssigkeiten hat mich anfangs ja noch interessiert, wurde aber mit der Zeit ermüdend und langweilig. Der inflationären Einsatz ihrer Hände zwischen ihren Beinen war nach dem 20. Mal so beliebig wie die Beschreibung des salutierens mit Harris. Gleichzeitig machte mich der Plot unglaublich nervös und irgendwie auch ein bisschen aggressiv. Ich habe nicht wirklich verstanden, wo das Problem der ICH-Erzählerin lag und mir kam die ganze Geschichte irgendwann total überzogen und bedeutungslos vor. Es scheint eine bestimmte Art von Humor hier drin zu stecken, zu dem ich keinen Zugang finde. Total gerne hingegen habe ich die Teile gelesen, in der die Protagonistin ihre Rolle als Mutter und den Bezug zu ihrem Kind beschrieb. Ich hätte zwar gerne mehr über die Hintergründe erfahren, doch das benutzen von non-binären Pronomen verlieh dem Text einen gewissen Pfiff. Ich mag das. Meine Recherche zur Autorin ergab, dass sie ein Tausendsassa ist und in Amerika zur Pop-Ikone mutiert. Sie probiert sich in fast allen künstlerischen Gebieten aus und feiert dort besonders als Performance Künstlerin großer Erfolge. Rick Moody bemerkte zwar „die fehlende formale schriftstellerische Ausbildung Julys und ihren Mangel an Gestaltungssicherheit, schätzte jedoch sehr die Weirdness ihrer Schreibweise.“ (wikipedia.) das trifft für mich in diesem Text den Nagel auf den Kopf! Ziemlich wirr und sehr verrückt! Es hätte ein guter Roman über die Veränderung von Körper und Psyche der Frauen ab 45 sein können. Mir war es zu egozentrisch und auf fast allen Ebenen zu drüber. Am Ende konnte ich keinerlei Erkenntnis daraus gewinnen, und das Lesevergnügen hielt sich auch in Grenzen. Ich denke ihr müsst selber ausprobieren, ob euch dieser Stil liegt.

Auf allen vieren
Auf allen vierenby Miranda JulyKiepenheuer & Witsch