Schöne Kulisse, aber die Funken wollten nicht überspringen
Ich hatte mich unheimlich auf Verliebt in Stockholm gefreut, da ich das skandinavische Setting liebe. Und man muss Anna Lönnqvist lassen: Die Atmosphäre hat sie wirklich toll eingefangen. Das gemütliche Stockholm-Flair, die Cafés, der Duft von Zimtschnecken – das Fernweh kam beim Lesen definitiv auf und der Schreibstil ist angenehm flüssig. Leider konnte mich die Geschichte drumherum nicht wirklich abholen. Für mich zog sich die Handlung gerade im Mittelteil sehr in die Länge, da viele Konflikte auf ständigen Missverständnissen basierten, die man durch ein einfaches Gespräch hätte klären können. Das wirkte mit der Zeit leider etwas künstlich in die Länge gezogen. Auch zu den Charakteren konnte ich bis zum Schluss keine richtige Bindung aufbauen. Mir hat zwischen den Protagonisten einfach die Chemie gefehlt; die Liebesgeschichte plätscherte eher vor sich hin, statt mich emotional zu berühren. Schade, denn das Potenzial und die Kulisse waren da, aber mir war das Ganze letztlich etwas zu flach und vorhersehbar. Ein nettes Buch für zwischendurch, um ein bisschen Stockholm-Luft zu schnuppern, aber emotional hat es mich leider kaum erreicht.









