Hat relativ gut gefallen, hätte auf jeden Fall Potential auf mehr.
Setting Neapel wurde toll beschrieben und auch Sehenswürdigkeiten wurden erwähnt. Auch schöne Italienische Sprichwörter sind mit eingeflochten.
Aber leider waren die Charaktere sehr flach und auch die Geschichte selbst etwas "einfach" und "dünn".
Da wäre sicher mehr draus zu machen gewesen.
Aber alles in allem, schnelle leichte Sommerkost.
Leider nichts was einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Luna - Rückkehr nach Neapel
„Pigliate o buono quanno te vene, ca u malamente non manca maj.“ „Nimm Gutes an, wenn es sich darbietet, denn an Schlechtem wird es nie fehlen.“ (Seite 149)
Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an die Stadt Neapel, wenn auch erst auf den zweiten Blick, denn Luna hasst die Stadt.
Die Protagonistin hat zusammen mit ihrer Mutter Neapel verlassen und in Mailand ein neues Leben begonnen. Den Kontakt zu ihrem Vater hat sie fast komplett abgebrochen. Als dieser aber ins Krankenhaus kommt, steht sie ihm als Tochter zur Seite und kümmert sich um ihn und in seiner Wohnung um die Katze. So verbringt sie auch endlich wieder Zeit mit ihrer Cousine Gina und dann, langsam aber sicher schleicht sich Neapel zurück in ihr Herz.
Die Kapitel sind recht kurz und flüssig formuliert mit kleinen Rückblenden in Momente ihrer Kindheit.
Mit knapp 200 Seiten ist das Buch nicht besonders lang und gerade die Vater-Tochter Beziehung hätte mehr Seiten gebraucht. Durch die vielen Figuren und ihre kleinen Nebenschauplätze kam diese Thematik viel zu kurz. Jedoch sind Cousine Gina, die Nachbarin Filomena und die Katze vom Vater, die auch Filomena heißt , ganz wunderbare liebenswerte Sidekicks.
Da Neapel aber meine Lieblingsstadt ist, habe ich mich über die vielen typisch neapolitanischen Eigenschaften und Eigenarten die in dem Buch vorkommen sehr gefreut. Das ist einfach Neapel. Besonders die zahlreichen Redewendungen auf Neapolitanisch machen die Stadt und seine Menschen beim lesen lebendig. Und allein dafür hat sich das Buch schon gelohnt.
MEINE MEINUNG:
Als ihr Vater im Krankenhaus liegt, fällt es Luna nicht einfach nach Neapel zurück zu kehren. Dennoch wagt sie den Schritt. Durch ihre Cousine Gina, ihre Familie und die Nachbarin von ihrem Vater ist sie nicht alleine.
Vor sieben Jahren war sie zuletzt hier. Nun heißt es sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen und auch mit den aktuellen Geschehnissen. Beides hat seine schönen und nicht so schönen Seiten.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Von der ersten Seite an war ich direkt in der Geschichte gefangen und konnte mich in Luna sehr gut hineinversetzen.
Fazit: Auch wenn man denkt, man weiß was damals in der Vergangenheit passiert ist, sollte man dennoch auch der anderen Seite die Möglichkeit geben sich erklären zu können.
KLAPPENTEXT:
Eine patzige Liebeserklärung an die pulsierende Stadt im Süden Italiens
»Gleich bei der Ankunft am Flughafen, wird mir bewusst, wie wenig mir diese Stadt gefehlt hat.«
Luna kehrt widerwillig nach sieben Jahren in ihre Heimatstadt zurück, die sie nicht ohne Grund verlassen hat. Die Stadt ist ihr ebenso fremd geworden wie der Vater, den sie und ihre Mutter verlassen haben, um in Mailand ein neues Leben zu beginnen. Doch in ihrem alten Zimmer im legendären Palazzo DonnʼAnna, mit Blick auf das Meer und den Vesuv, entdeckt Luna – mithilfe ihrer Cousine Anna und der Nachbarin Filomena – nicht nur ihre Liebe zu Neapel wieder. Je länger sie in ihrer Heimatstadt verweilt, desto tiefer taucht sie in ihre Erinnerungen ein, setzt sich mit ihrer Familiengeschichte auseinander. Nach und nach gewinnt sie neues Selbstvertrauen und beginnt, ihre eigenen Wünsche und Träume zu leben.
BUCHTITEL: Luna: Rückkehr nach Neapel
AUTORIN: Serena Giuliano
VERLAG: Insel Verlag
ISBN: 9783458683520
SEITENZAHL PRINT: 221
Ganz grob gesagt hat mir die Geschichte und der Schreibstil schon gut gefallen. Ich mag kurze Kapitel aber hier bekam ich diesmal das Gefühl der Geschichte kein Stück näher zu kommen. Alles wurde so ziemlich zum Ende hin offenbart und vorher leider sehr lang gezogen. Auch wenn mir die Szenen um Signora Anna und Filomena (Frau sowie Katze) gut gefallen haben und mich haben schmunzeln lassen. Das war sehr erfrischend.
Für mich hätte die Geschichte ein bisschen weiter ausgeführt werden können. Detaillierter. Was war mit Gina als sie auf einer Party waren ? Was genau war so schlimm als Ciro anfing für die Comorra zu arbeiten? Es wurde zu oberflächlich behandelt. Irgendwie wurde alles wichtige zu wenig intensiviert.
Lunas Vater ist schwer erkrankt, weshalb sie zurück nach Neapel kehrt.
Das Verhältnis zu ihren Vater ist zerrüttet und auch Neapel ist ihr fremd geworden.
Während ihres Aufenthaltes lernt sie Menschen kennen, die ihr die Liebe zu Neapel wieder stückchenweise näher bringen.
Doch nicht nur das...
Die Geschichte lässt sich sehr schnell lesen und bringt die schönen aber auch nicht so schönen Seiten Neapels wieder.
Wir lernen Lunas Vater, Onkel und Cousine kennen. Wir erfahren, warum das Verhältnis zu ihrem Vater zerbrochen ist und sie mit ihrer Mutter nach Mailand ging.
Außerdem lernen wir Lunas Freundinnen kennen, sowie eine symphatische Katze namens Filomena. Alle bringen der Geschichte einen Hauch Leichtigkeit und Humor ein. Aber es gibt auch traurige Momente.
Eine tiefgründige Geschichte über Liebe, Freundschaft und Familie mitten in Neapel.
Mir hat sehr gut gefallen , dass immer wieder neapolitanische Sätze und Sprichtwörter erwähnt werden. Dadurch wirkt die Geschichte sehr authentisch.
Ich hätte niemals gedacht, dass sich neapolitanisch vom italienischen so sehr unterscheidet. Die Sätze werden aber auch übersetzt, sodass nichts unklar bleibt.
Im Anschluss findet sich eine Übersicht verschiedener Sprichtwörter auf Neapolitanisch und Italienisch. Man lernt also auch noch die Sprache etwas kennen. 😊
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und mich zum Nachdenken angeregt.