
Wenn man eine Welt über Bücher sucht, ist es hier nicht der Fall. Zentrales Thema: Frauen, Familie, Freundschaften, Missbrauch
Der Titel und der Klappentext hatten mich sofort neugierig gemacht – und ja, die Geschichte hält einige interessante Figuren bereit. Gleich zu Beginn trifft man auf viele Persönlichkeiten, verteilt auf zwei Orte: Erika reist mit ihrer kleinen Tochter Lina nach Ljusskär in die Pension, die ihre Mutter Mona führt. Dort leben ausserdem viele Frauen, die nach und nach zu wichtigen Figuren der Geschichte werden. Die Hauptprotagonistin ist Patricia. Sie vermisst ihre verschwundene Schwester seit 1987 – also mehr als 30 Jahre. Eigentlich wollte sie nie wieder nach Ljusskär reisen, doch eines Tages erhält sie ein Couvert mit der Kette ihrer Schwester – sonst nichts. Sie entscheidet sich, hinzufahren, doch niemand scheint etwas zu wissen oder spricht darüber. Von dort an beginnt Patricia, nach und nach Bekanntschaften zu schliessen. Die Frauen werden für sie zu Begleiterinnen, Zuhörerinnen und Freundinnen. Ich fand es schön, wie die Geschichte zeigt, wie Beziehungen und Zusammenhalt im Leben helfen können. Der Roman behandelt Themen wie Familie, Freundschaft und Zusammenhalt, scheut sich aber auch nicht vor schweren Themen wie Missbrauch. Dazu kommt noch ein Hauch von Krimi, der die Spannung aufrechterhält. Persönlich konnte mich der Roman leider nicht ganz packen – irgendwie bin ich nicht richtig „hineingezogen“ worden. Dennoch finde ich, dass es ein sehr bewegender Roman ist, der viel zu sagen hat über das Leben, über Zusammenhalt und über die Kraft von Freundschaften.


























