Einfach schön. Janes Leben und die Welt ihrer Bücher harmonisch verbunden
Auch wenn mir der Lebensweg von Jane Austen schon grob bekannt war, war es schön, sie so unmittelbar zu begleiten. Teilweise vermischen sich Szenen aus ihrem Leben mit Passagen aus ihren Büchern, immer harmonisch und auf seltsame Art vertraut. (Die Szene beim Gicht geplagten König mit dem Hund erinnerte aber mehr an den Kleinen Lord und seinen ersten Kontakt mit dem Großvater. )
Bisher klangen Biographien über Jane Austen häufig etwas bitter, da die Familie oft Geldsorgen hatte.
In diesem Roman steht vor allem die familiäre Bindung und Geborgenheit im Vordergrund. Ein Wohlfühlbuch.
Ich brauchte am Anfang etwas in das Buch hineinzufinden. Es ist natürlich kein Jane Austen Buch, aber trotzdem fand ich alles in allem konnte man es als Jane Austen Fan auf jeden Fall lesen.
Eine schöne Romanbiografie über Jane Austen, die hauptsächlich ihre letzte Lebensabschnitte beleuchtet. Eine schriftliche Hommage an "Becoming Jane" und "Stolz und Vorurteil".
In dieser sehr fiktiven Roman-Biografie begegne ich einer Jane Austen, wie ich sie mir besser nicht hätte vorstellen können. Ich lerne sie als Tochter, Schwester, Freundin kennen. Fühle mit ihr, wenn die damaligen gesellschaftlichen Konventionen sie als Frau herausfordern, sie sich verliebt, Ernüchterung erfährt…
Ihren Weg von der jungen Hobbyautorin, die ihre Werke im Koffer unter dem Bett sammelt, bis hin zu deren Veröffentlichung unter dem Pseudonym „by a Lady“ habe ich mit großer Spannung verfolgt und mit ihr den Erfolg beim Publikum genossen. Kurzum, ich war sehr gerne in diesem Jane Austen-Universum unterwegs, auch wenn die Fiktion dieser Geschichte weit über die historischen Fakten hinaus gegangen ist.
Jane Austen schrieb, was sie vor sich sah. Sie schrieb, was in dem wunderbaren Königreich ihres Kopfes geschah. Oder war es ihr Herz, worin alles seine erste Form fand? ✍️
Kaum ein Name weckt so romantische Assoziationen wie Jane Austen. In „Jane Austen - Stolz und Leidenschaft“ gelingt Maxine Wildner nicht nur eine Hommage an diese Ikone, sondern sie entfacht eine regelrechte Liebeserklärung. Anstatt einer trockenen Biografie gibt es hier ein emotionales Feuerwerk! Herzrasen, Schicksalsschläge und literarische Funken sprühen auf jeder Seite. ✨
Diese Roman-Biografie, die viel Fiktion enthält, verwebt die Geschichten aus Jane Austens Romanen auf bezaubernde Weise in die Erzählung und verwischt so, wie schon der Titel suggeriert, die Grenzen zwischen Realität und Fiktion. 🌸
Jane Austen lässt sich weder literarisch noch gesellschaftlich in eine Schublade stecken. Tom Lefroy, ihr realer Mr. Darcy, verkörpert die verbotene, große Liebe. Mr. Witherton hingegen ist der abgelehnte Heiratsantragsteller, während Philipp Trevelyan als Verräter auftritt. Mitten in all diesen Dramen steht Jane, die alles erträgt, erlebt und sich erkämpft – und dabei natürlich schreibt, schreibt und schreibt. Das Buch beleuchtet nicht nur ihr Liebesleben, sondern verdeutlicht auch, wie weit sie ihrer Zeit voraus und wie ernst die Lage für Frauen in Janes Situation war. 🫖
Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen, um einen Einblick in das Leben einer Frau zu erhalten, die sich nicht darum kümmert, allen zu gefallen, sondern sich selbst treu bleibt und das verfolgt, was sie liebt. 💎
Das Cover passt zu dem Roman, es erinnert ein wenig an „Stolz und Vorurteil“. Mir gefällt es sehr gut.
Jane Austen fand ich spätestens seit der Verfilmung von Stolz und Vorurteil mit Keira Knightley spannend. Ich habe auch zumindest „Stolz und Vorurteil“ auch schon gelesen. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob der Roman die Figur von Jane und ihrer Familie authentisch darstellt.
Am Anfang habe ich sehr gut ins Buch hineingefunden und das Buch war wirklich sehr gut und spannend geschrieben. Leider hat das mit der Zeit nachgelassen und ab der Hälfte in etwa hat es sich ganz schön gezogen. Wobei es zum Schluss Schlag auf Schlag ging und auch nicht mehr wirklich authentisch rüberkam. Zudem hat es auch teils nicht mehr zu den wahren Begebenheiten gepasst. Natürlich sind einem Roman gewisse Freiheiten gegeben, allerdings sollte es nicht von den nachprüfbaren Fakten abweichen. Zudem erinnerte es mich, vor allem zum Schluss hin, auch stark an den Film „Geliebte Jane“. Auch habe ich bei anderen gelesen, dass wohl 1:1 Sätze aus „Der kleine Lord“ übernommen wurden (das Buch habe ich allerdings nicht gelesen, es wurde aber von verschiedenen Personen angeführt), was dann natürlich auch einen etwas faden Beigeschmack hat.
Fazit: Es war ganz nett zu lesen, aber ich bin mir nicht so ganz sicher, was ich im Gesamten davon halten soll.
Maxine Wildners erzählt leider mit Fehlern in ,Stolz und Leidenschaft‘ eine gut lesbare Geschichte, wie die berühmte Autorin angeblich lebte , leider schlecht recherchiert, so sind Fehler darin bei entscheidenden Szenen aus ihrem Buch nämlich nicht so , wie sie in ihrem Buch erzählt werden sondern so, wie sie im Film dargestellt werden ( z.B. Tempel im Regen statt Kaminzimmer!!!)
Ein Ritt durchs Regency, voller Romantik, Intrigen und unerwarteter Freundschaften! 🎢🎩:
🏡 Steventon-Vibes: Jane wächst im vollen Pfarrhaus auf. Statt zu sticken, schreibt sie und verschlingt Papas Bibliothek 📚. Ergebnis: Ein Brainy-Girl 🧠, ihrer Zeit weit voraus.
❤️🔥 Die Bachelorette – Regency Edition (mit Überraschungen!): Jane will die wahre Liebe wählen. Das führt zu Stress:
* 😍 Tom Lefroy (Der Pseudo-Darcy): Große Liebe, sprühende Funken, aber beide sind pleite. 💸💔
* 💰 Mr. Witherton (Der Antragsteller): Er ist reich und macht einen Antrag. Jane: "Äh, nö. Keine Gefühle." 🙅♀️ Skandal! Aber Überraschung: Später wird er ein treuer Freund und Unterstützer! 🤝
* 😈 Philipp Trevelyan (Der Schurke): Ein fieser Intrigant, den die Autorin dazugedichtet hat, damit es ordentlich kracht. 🐍
✍️ Karriere & Chaos: Zwischen Umzügen und treuen Freunden 👯♀️ schreibt sie ihre Meisterwerke. Veröffentlicht wird undercover als "by a Lady" 🤫. Und dann kommt der Hammer: Sogar der König persönlich lädt sie ein! 👑✉️ Ein echter Aufstieg!
🤒 Leider wird sie zunehmend kränker, was tragisch ist. Aber der Weg dahin ist "alles gut zu lesen". 👍
Ich finde, überraschende Freundschaften und königlichem Glanz statt nur lauwarmen Tee mag, ist hier richtig, auch wenn es unverzeihliche Ungereimtheiten gibt bei der Widergabe des Roman-Textes, der eben bei den entscheidenden Szenen am Anfang und Ende von Stolz und Vorurteil nicht aus dem Austen Roman sondern aus dem Film stammt… deshalb keine 5! ☕💥Nur mit Skepsis für echte Austies!
Kurzweilige Lektüre mit einem sanften Unterton, Begegnung geliebter Figuren und einem Verwischen zwischen den Welten und Figuren. Manchmal allerdings etwas langatmig.
Vieles ist nicht bekannt über das Leben von Jane Austen. Sie war eine der ersten Frauen, die ihre Romane veröffentlichen durfte. Natürlich nicht unter ihrem eigenen Namen - „by a lady“ stand über dem Titel. Trotzdem wurden ihre Bücher für die damalige Zeit Bestseller, die sogar bis ins Königshaus vordrangen.
Wildner hat sich hier eine Biografie zusammengereimt. Auch in Janes Leben spielen Geld und Ansehen eine große Rolle. Sie lebt mit ihrer Familie in Steventon ein bescheidenes Leben. Der Vater ist dort Pfarrer und die Mutter kümmert sich um die vielen Kinder. Zwei Töchter und 6 Söhne wollen, versorgt werden. Da ist es nur verständlich, dass die Mutter die beiden Töchter schnell verheiraten möchte, damit das Leben leichter wird. Doch sie haben kein Glück. Es mangelt zwar nicht an Verehrern, doch Gefühle wollen sich nicht einstellen. Jane schreibt schon seit ihrer Jugend an ihrem großen Roman Stolz und Vorurteil. Ihre Familie darf an neuen Abschnitten teilhaben, und ihr Vater ist ihr größter Fan und Unterstützer. Janes Maßstäbe an einen Verehrer sind hoch. Es muss schon ein Mr. Darcy sein. Dann lernt sie Tom Lefroy kennen, und die beiden verlieben sich ineinander.
In dieser Roman Biografie ist vieles fiktional. Ob und wie viele Heiratsanträge Austen bekommen hat, ist nirgendswo festgehalten. Wildner hat aber auf bezaubernde Art und Weise die Geschichten der Jane Austen Romane in diese Biografie eingearbeitet und so vermischen sich manchmal die Grenzen, wie auch schon im Titel. Ich hab gerne gelesen, wie die Familie miteinander umgeht, wie Jane gesellschaftlich versucht Erleichterung aber auch Autonomie zu erhalten und wie sie es im Endeffekt schafft ihre Romane an eine Leserschaft zu bringen. Bedauerlicherweise erkrankt sie jung, und ein frühes Ableben ist ihr gewiss. Dieser Teil wirkt sehr authentisch, denn eine Behandlung eines nicht näher diagnostizierbaren Leidens kann auch einen noch schnelleren Tod bedeuten.
Wildner hat stilistisch eine Mischung aus Janes Romansprache und modernen Elementen gewählt. Man kann der Geschichte gut folgen. Die Beschreibungen sind sehr plastisch und so wandeln wir mit den Personen durch eine Kulisse, die einem Kostümfilm gleicht. Man vergisst aber trotzdem nicht, wie ernst die Lage für Frauen in Janes Situation war. Das Angewiesensein auf einen Mann, der sie versorgt ist ja auch in ihren Romanen, ein wiederkehrendes Motiv und wie wir hier lesen, aus dem Leben gegriffen.
Mir hat diese leichte Lektüre wirklich Spaß gemacht. Wenn man sich darauf einlassen kann keine authentische Biografie zu lesen, dann macht das richtig Spaß. Es ist keine tief greifende Literatur, sondern gute Unterhaltung, die ernsthafter als Bridgerton und trotzdem leicht und luftig ist. Deshalb empfehle ich dieses Buch für alle, die nach leichter Zerstreuung suchen und trotzdem ein bisschen, was über Jane Austen lernen möchten.
Mit Maxine Wildner auf Austens Spuren – und es knistert gewaltig
Kaum ein Name bringt die Romantik so ins Rollen wie Jane Austen – und Maxine Wildner schafft es in „Stolz und Leidenschaft“, dieser Ikone nicht nur ein Denkmal, sondern eine regelrechte Liebesfanfare zu setzen. Statt trockener Biografie gibt’s hier volle Gefühlsdröhnung: Herzrasen, Schicksalsschläge und literarische Funken sprühen auf jeder Seite. Ich schwöre, man fühlt sich, als würde Jane höchstpersönlich durch Hampshire stolzieren, während man als Leser daneben mit Herzklopfen und einem leichten Grinsen im Gesicht mitläuft.
Besonders gefallen hat mir, dass Wildner Jane nicht als braves Fräulein in Empirekleidchen zeigt, sondern als echte Rebellin ihrer Zeit. Eine Frau, die sich von niemandem in ein Korsett pressen ließ – weder gesellschaftlich noch literarisch. Tom Lefroy als verbotene große Liebe, Mr Witherton als „Danke, aber nein danke“-Antragsteller und Philipp Trevelyan als intrigantes Schleimmonster – Wildner serviert diese Männer wie bunte Pralinen: man weiß nie, ob’s süß, bitter oder einfach nur giftig wird.
Und mittendrin Jane, die das alles erträgt, erkämpft, erlebt – und dabei schreibt, schreibt, schreibt. Der Roman zeigt nicht nur ihr Liebesleben, sondern auch, wie sehr sie ihrer Zeit voraus war. Ganz ehrlich: Hätte Tinder damals schon existiert, Jane hätte es sofort gelöscht und lieber einen Roman geschrieben, in dem Mr Darcy auf dem weißen Pferd angeritten kommt.
Kurz gesagt: „Stolz und Leidenschaft“ ist keine Biografie zum Einstauben, sondern eine wahre Gefühlsachterbahn. Ein Muss für alle, die Austen lieben oder sich endlich mal an ihr versuchen wollen. Herz, Humor und literarische Funkenregen – ich bin restlos begeistert.
In diesem Buch geht es um das Leben der berühmten Schriftstellerin Jane Austen, die zahlreiche Klassiker an Liebesromanen geschrieben hat.
Zu Beginn des Buches hatte ich ein paar Probleme in die Handlung rein zukommen, da es einen ständigen Wechsel zwischen dem tatsächlichen Leben von Jane und dem Leben ihrer Protagonisten in ihren Romanen gibt. Im Verlauf der Geschichte wird dann aber vordergründig das Leben von Jane erzählt und ihre Schwierigkeiten beim Druck ihrer Romane.
Die Autorin Maxine Wildner zeichnet sehr schön die Protagonisten und die herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse. Jane Austen war eine starke Persönlichkeit, die nicht wie in der damaligen Zeit üblich nach finanziellen Notwendigkeiten heiraten wollte, sondern aus Liebe. Leider konnte sie deshalb niemanden ehelichen und hat ihr ganzes Leben an ihren Büchern gearbeitet. Der Mut dieser Frau wird damit belohnt, dass ihre Bücher sich toll verkaufen und sie eine Berühmtheit wurde.
Das Buch ist ein leiser sehr, sehr schöner Roman, er mich sehr berührt hat und das ich sehr gern gelesen habe.
Ein tolles Buch für Fans und Neuling gleichermaßen !
Wer ihre Romane kennt, bekommt eine schöne Ergänzung – wer sie noch nicht kennt, findet hier den perfekten Einstieg.
Man will danach direkt mehr über ihr Leben erfahren! 🔍✨
Einziger Wermutstropfen: Es startet mitten in ihrem Leben und ist eher kurz gehalten – ich hatte mit einem umfassenderen Porträt gerechnet. Trotzdem: absolut lesenswert. 💜
Maxine Wildner gelingt mit "Jane Austen – Stolz und Leidenschaft" eine feinfühlige und zugleich kraftvolle Romanbiografie über die berühmte Autorin, die als „Queen of Romance“ die literarische Welt geprägt hat. Der Roman bietet eine fiktiv angereicherte, aber historisch fundierte Erzählung von Jane Austens Leben.
🌿 Inhalt und Figuren
Im Mittelpunkt steht Jane Austen selbst – als junge Frau in Steventon, einem idyllischen Ort in Hampshire, wo sie mit sieben Geschwistern aufwächst. Wildner zeichnet ein lebendiges Porträt einer klugen, selbstbewussten und ihrer Zeit weit vorausdenkenden Frau. Die Romanbiografie beleuchtet nicht nur Austens literarische Entwicklung, sondern auch ihre emotionalen Erfahrungen mit drei Männern:
Tom Lefroy, ihre große Liebe, die sie nicht heiraten darf
Mr Witherton, dessen Antrag sie aus Mangel an Zuneigung ablehnt
Philipp Trevelyan, ein intrigantes Gegenbild, das Jane begehrt, aber verrät
Diese Beziehungen sind nicht nur romantische Episoden, sondern Spiegel gesellschaftlicher Zwänge und persönlicher Integrität.
✍️ Stil und Erzählweise
Wildners Stil ist elegant und zugänglich, mit einem feinen Gespür für Atmosphäre und psychologische Tiefe. Sie verbindet historische Genauigkeit mit erzählerischer Freiheit – emotional, spannend und voller literarischer Anspielungen. Besonders gelungen ist die Darstellung von Austens innerem Konflikt zwischen gesellschaftlicher Erwartung und künstlerischer Berufung.
Wildner zeigt, dass Austens wahre Leidenschaft dem Schreiben galt – und dass ihre Romane bis heute Millionen begeistern, weil sie universelle Gefühle und Konflikte auf den Punkt bringen.
🎬 Fazit:
"Jane Austen – Stolz und Leidenschaft" ist eine berührende Hommage an eine der bedeutendsten Autorinnen der Weltliteratur. Maxine Wildner verleiht Jane Austen eine Stimme, die modern klingt, ohne die historische Tiefe zu verlieren.
Eine wunderschöne, bewegende Reise der Queen of Romance Jane Austen
Die Erzählweise hat mir super gefallen. Es war nicht schwer zu verstehen, trotz der recht hohen Sprache von damals. Es verlieh dem Buch einen realen Eindruck. Der Lesefluss war sehr angenehm und man wollte immer weiterlesen. Die Kapitel wurden alle mit kurzen Überschriften benannt, was die Kapitel immer super beschrieben.
Die Geschichte von Jane als junge Erwachsene bis hin zu einer älteren Frau. Es war eine Reise. Und ich fühle mich immer noch mitten drin. Toller Einblick der Familie, herzlich und warm, aber auch authentisch. So viele interessante Dialoge und historische Erzählungen - mit wahren Figuren - zum nachdenken. Auch wenn viele Situationen für Jane aussichtslos aussahen und deprimierende Momente sie einholten, war das Buch super und war nicht scheu diese Momente vor Augen zu halten. Das Buch ist real. Es zeigt die guten als auch schlechten Kulissen. Durch dieses Buch verstehe und sehe ich die Parallelen in Janes Büchern. Denn diese haben - wenn auch ein bisschen - immer Einfluss ihrer erlebten eigene Geschichte zu tun gehabt. Der geliebte und ersehnte Mr. Darcy scheint nicht von irgendwo her zu kommen. Ob er existiert?
Aber was wahre Liebe und Romantik ausmacht, ist eine Frage die hier auch behandelt wird, sogar der Fokus ist. Braucht man einen Partner, um Glück und seine Bestimmung zu finden? Das Buch lässt Jane ihre Entscheidungen verstehen. Entscheidungen, die in ihren Umständen als widerwärtig erscheinen könnten. Aber Jane scheute sich nicht. Sie ist willensstark, ehrgeizig und auch ein bisschen stur. Sie weiß was sie will und ist ihrer Zeit voraus. Aber gleichzeitig sieht man im Buch auch ihren Zweifel - teils Selbstzweifel - und ihr Überdenken ihrer Taten. Man geht mit ihr durch dick und dünn. Themen wie: Einsamkeit, Bestimmung, Erfüllung, Glück und vor allem die Liebe.
Ich empfehle es sehr, um einen Einblick in ein Leben zu erhalten - von einer Frau - die nicht den Weg geht, um allen zu gefallen, sondern sich selbst treu und ehrlich zu sein und das zu tun was sie liebt - das Schreiben.
Ich habe "Jane Austen - Stolz & Leidenschaft" gelesen und muss sagen, es war eine wirklich schöne Erzählung über eine mir völlig unbekannte Autorin. Natürlich ist eine Romanbiographie kein Tatsachenbericht und wie viele wirkliche Infos hat man noch über Personen, die um 1799/1800 gelebt haben? Aber die Geschichte war durchaus schlüssig und liebevoll gezeichnet.
Jane bricht mit der damaligen Tradition zu heiraten, um versorgt zu sein. Was ihr in der Gesellschaft viel Kritik einbringt, aber ihre Familie steht fest hinter ihr. Zwei Bewerber lässt sie abblitzen, weil keine Liebe da ist. Der Dritte, den sie liebt, stellt sich als Niete heraus. Da ist es doch verständlich, dass Jane sich in ihr Romane schreiben vertieft. Auch schildert Wildner sehr detailliert, wie schwer es war, als Frau überhaupt ernst genommen zu werden und ein Buch zu veröffentlichen.
So begleiten wir Jane Austen durch Höhen und Tiefen ihrer Jugend, Veränderungen in ihrem Leben und in mehrere Wohnorte.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Wildner hat einen angenehm ruhigen Erzählstil, der zu der Zeit und den Personen passt.
Von mir bekommt diese Romanbiographie eine Leseempfehlung!
Einen Kritikpunkt habe ich allerdings. Ein Kapitel ist mir wirklich sauer aufgestoßen und ich war kurz vor Ende des Buches verleitet es nicht mehr zu beenden. Die Autorin hat, teilweise wortwörtlich, den ersten Teil des Filmes "Der kleine Lord" von 1980 abgekupfert, bis zu der Szene in der Cedi, hier Jane dem großen Jagdhund des Schlossherren begegnet. Während des Lesens und auch jetzt, war es mir vollkommen unverständlich warum die Autorin das getan hat. Das haben weder Jane Austen noch die Romanbiographie nötig oder verdient.
Das Buch wird im Klappentext als Romanbiografie über Jane Austen bezeichnet, soll also eine Mischung aus Sachbuch und Fiktion sein. Es erzählt einzelne Lebensstationen der berühmten Schriftstellerin. Ich kenne deren Biografie nur grob, habe nebenbei also einiges recherchiert und festgestellt, dass das meiste erfunden ist, sodass das Buch von Maxine Wildner meiner Meinung nach nicht wirklich als Biografie bezeichnet werden kann. Zusätzlich lässt Wildner Jane Austen auch Buchszenen schreiben, die es nur in der Verfilmung von „Stolz und Vorurteil“ gibt, aber nicht im Buch selbst, was ich verwirrend fand.
Wenn man das Buch also mehr als Roman liest, ist es für mich dafür auch zu schwach. Die Handlung war nicht besonders spannend, die Figuren größtenteils eher blass, vor allem Janes angeblicher „Mr. Darcy“ und gerade am Anfang wirkte die Sprache etwas gewollt.
Positiv ist zu erwähnen, dass das Cover richtig schön ist und dass das Buch einen trotzdem in die Zeit von Jane Austen versetzt und man Lust bekommt, mal wieder eins ihrer Werke zu lesen. Einen anderen Mehrwert hatte es für mich leider nicht.
Sie lebte für Geschichten und wurde selbst zur Legende.
„Stolz und Leidenschaft Jane Austen“ von Maxine Wildner
250 Jahre Jane Austen. Kaum eine Frau hat unsere Vorstellung von Liebe, Stolz und gesellschaftlichem Aufbegehren so sehr geprägt wie sie. Maxine Wildner widmet sich in dieser Romanbiografie der jungen Jane, einer Frau zwischen Erwartung und Eigensinn, zwischen Heiratsdruck und literarischer Vision.
Wir lernen Jane Austen als Pfarrerstochter kennen, aufgewachsen mit sieben Geschwistern in Steventon bei Hampshire. Reich war die Familie nicht, aber gebildet. Der Vater förderte Janes Wissensdurst und ließ sie die Welt in Büchern entdecken. Früh beginnt sie zu schreiben, mit Biss und klarer Haltung. Und mit einer Beobachtungsgabe, die ihr später ihren literarischen Ruhm einbringen wird.
Die Autorin erzählt uns die Geschichte der jungen Jane. Ihre große Liebe Tom Lefroy, die verbotene, romantische, ihr „Mr Darcy“, den sie nie heiraten durfte. Einen Antrag von Mr Witherton lehnt sie ab, aus Pflicht zur Ehrlichkeit, nicht zur Konvention. Und dann ist da noch Philipp Trevelyan, charmant, gefährlich, verräterisch.
Was diese Biografie besonders macht?
Sie ist keine trockene Lebensbeschreibung, sondern ein warmherzig erzähltes Kopfkino, voll lebendiger Szenen, historischer Atmosphäre und einer weiblichen Stimme, die kraftvoll klingt. Sie inspiriert und sie macht Lust, sofort Emma, Mansfield Park oder Sinn und Sinnlichkeit noch einmal aufzuschlagen (oder mindestens auf die Watchlist zu setzen).
Falls mich jemand sucht: Ich bin unterwegs nach Sussex und Devonshire. Im Herzen. Und bei Jane.
Eigentlich ein schönes Buch, nur schade, dass einige Dinge im Buch sehr frei erfunden sind. Als Roman toll, würde es nicht um Jane Austen gehen. Einiges ist sicher richtig aber selbst die Reihenfolge ihrer Bücher ist falsch. Schade.