
🥀Rosen. Es muss sechs Jahre her sein, dass ich zuletzt welche gesehen habe, vielleicht sieben. Rosen kann man nicht essen und sie spenden keinen Schatten, deswegen gibt es sie in der Stadt nicht mehr. Doch jetzt, wo ich mich dabei ertappe, dass ich stehen geblieben bin und tief einatme, so als könnte ich den Duft in mir festhalten, ihn speichern wie Wärme in einer Mauer, frage ich mich, ob Überleben genug ist. Ob wir dem Leben überhaupt noch Raum lassen.
Es ist das Jahr 2052, die Menschen, Tiere und Pflanzen leiden unter den Folgen der Klimakrise, die Erde ist heiß und trocken. Wettermacher*innen müssen den Regen künstlich herstellen, um gegen den Wassermangel zu bestehen. Zwei von ihnen sind die 17-jährige Vega und ihr fester Freund Esper. Was die Menschen nicht wissen: Vega hat eine besondere Fähigkeit, mit der sie das Wetter durch ihre Gedanken beeinflussen kann. Als bei einem Wettereinsatz Kinder verletzt werden, schwere Unwetter auftreten und Esper verschwindet, muss Vega mit dem fremden Jungen Leo untertauchen, da die Behörden sie für schuldig halten. Gemeinsam machen sich Vega und Leo auf die Suche nach Esper und den wahren Verursacher*innen der Unwetter. Und schon bald steht Vega vor noch einer anderen schweren Entscheidung… Als ich Vega vor knapp zwei Jahren auf einer Website zum ersten Mal gesehen habe, habe ich das Buch erst für ein Kinderbuch gehalten. Ich hatte mich damals in den Klappentext verliebt, da ich sowohl Regen und Wind sehr gerne mag, als auch das Thema Klimaschutz sehr wichtig finde. Als ich es jetzt gelesen habe, hat es mich sehr überrascht. Die Folgen der Klimakrise stehen zwar im Vordergrund, aber es gibt auch eine Lovestory, die einen großen Teil des Buches einnimmt, im Klappentext aber nicht erwähnt wird. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Vor allem die Szenen im Regen und Sturm waren toll geschrieben. Außerdem mochte ich, dass Vega keine wirklich typische Protagonistin ist und auch die Schwierigkeiten des Lebens auf der Straße angesprochen wurden. (Auch wenn das heutzutage sicherlich etwas anders ist.) Die Folgen der Klimakrise wurden gut beschrieben, ohne dass das Buch wie ein Sachbuch wirkte. Ich würde das Buch ab c.a. 11-12 Jahren empfehlen. Autorin: Marion Perko Band: 1/2 Seitenzahl: 391 Erscheinungsjahr: 2022 Verlag: Insel Verlag ISBN: 9783458643289




























