Ein zartes, fließendes Buch über eine verbotene Beziehung und den emotionalen Tiefgang eines Heranwachsenden
Ich gebe es zu: man muss in der richtigen Stimmung sein. Sollte man nicht die innere Ruhe und Muse haben, wird man sich auf dieses Werk nicht einlassen können. Die Erzählinstanz wechselt - manchmal nur für einen Satz. Zumeist erzählt Christian, noch Schüler, von seiner sich entwickelnden Beziehung zu seiner Englischlehrerin Stella. Die Szenen wechseln. Gleich zu Beginn befindet man sich mit dem Protagonisten auf der Trauerfeier der Schule und somit weiß man bereits, dass ein trauriges Schicksal Stella ereilen wird. Immer wieder springt der Erzähler zwischen der Trauerfeier, den vorherigen Ereignissen und seiner aktuellen Lage hin und her. Manchmal ist es eine klare Erzählstruktur - personal. Dann wieder ein Gedankenstrom. Dann durchbricht Christian dies alles und spricht Stella direkt an. Und eine Weile fühlt man sich als Leser/in einem Eindringling gleich. Die problematische Annäherung und schließlich die Beziehung der beiden Hauptfiguren wird mit einfachen Worten, zärtlichem Respekt und fantastischen Stilmitteln gewoben und vermittelt.








