Was macht ein Autor, der von jetzt auf gleich kein Autor mehr sein möchte. Mit dieser Frage muss sich Mr Gwyn dieses Buch lang beschäftigen. Ganz nah und voller Gefühl ist Alessandro Baricco an diesem etwas speziellen Einzelgänger dran. Die Inspiration über die Kunst bringt Mr Gwyn dazu, Menschen Portrait sitzen zu lassen und ein Ebenbild zu „schreiben.“
In der angehangenen Kurzgeschichte kann jede*r selbst beurteilen, wie gut das funktioniert.
"Er hatte Jahre gebraucht, um zu akzeptieren, dass der Beruf des Schriftstellers für ihn unmöglich geworden war, und jetzt sah er sich gezwungen festzustellen, dass es ohne diesen Beruf sehr schwierig für ihn werden würde, weiterzumachen. So begriff er schließlich, dass er sich in einer Situation befand, die zwar vielen Menschen vertraut, deswegen aber nicht weniger leidvoll ist: Das Einzige, was sie fühlen lässt, dass sie am Leben sind, ist etwas, was sie langsam umbringen wird. Die Kinder für die Eltern, der Erfolg für die Künstler, zu hohe Berge für Alpinisten. Bücherschreiben für Jasper Gwyn."
Federleicht, schräg, surreal und melancholisch. Eine geheimnisvolle Geschichte um einen Schriftsteller, der kein Schriftsteller mehr sein will und doch nicht ohne das Schreiben leben kann. Soghaft und sprachlich brilliant.
Schade nur, dass mehrmals abschätzig über eine "dicke" Frau geschrieben wird. Typisch Baricco, und ein wenig an Haruki Murakami erinnernd.
Die angehängte Geschichte "Drei Mal im Morgengrauen", die im Italienischen als eigenes Buch publiziert wurde, habe ich allerdings nur noch überflogen. Sehr wirr, leider.
"Er hatte Jahre gebraucht, um zu akzeptieren, dass der Beruf des Schriftstellers für ihn unmöglich geworden war, und jetzt sah er sich gezwungen festzustellen, dass es ohne diesen Beruf sehr schwierig für ihn werden würde, weiterzumachen. So begriff er schließlich, dass er sich in einer Situation befand, die zwar vielen Menschen vertraut, deswegen aber nicht weniger leidvoll ist: Das Einzige, was sie fühlen lässt, dass sie am Leben sind, ist etwas, was sie langsam umbringen wird. Die Kinder für die Eltern, der Erfolg für die Künstler, zu hohe Berge für Alpinisten. Bücherschreiben für Jasper Gwyn."
Federleicht, schräg, surreal und melancholisch. Eine geheimnisvolle Geschichte um einen Schriftsteller, der kein Schriftsteller mehr sein will und doch nicht ohne das Schreiben leben kann. Soghaft und sprachlich brilliant.
Schade nur, dass mehrmals abschätzig über eine "dicke" Frau geschrieben wird. Typisch Baricco, und ein wenig an Haruki Murakami erinnernd.
Die angehängte Geschichte "Drei Mal im Morgengrauen", die im Italienischen als eigenes Buch publiziert wurde, habe ich allerdings nur noch überflogen. Sehr wirr, leider.
"Er hatte Jahre gebraucht, um zu akzeptieren, dass der Beruf des Schriftstellers für ihn unmöglich geworden war, und jetzt sah er sich gezwungen festzustellen, dass es ohne diesen Beruf sehr schwierig für ihn werden würde, weiterzumachen. So begriff er schließlich, dass er sich in einer Situation befand, die zwar vielen Menschen vertraut, deswegen aber nicht weniger leidvoll ist: Das Einzige, was sie fühlen lässt, dass sie am Leben sind, ist etwas, was sie langsam umbringen wird. Die Kinder für die Eltern, der Erfolg für die Künstler, zu hohe Berge für Alpinisten. Bücherschreiben für Jasper Gwyn."
Federleicht, schräg, surreal und melancholisch. Eine geheimnisvolle Geschichte um einen Schriftsteller, der kein Schriftsteller mehr sein will und doch nicht ohne das Schreiben leben kann. Soghaft und sprachlich brilliant.
Schade nur, dass mehrmals abschätzig über eine "dicke" Frau geschrieben wird. Typisch Baricco, und ein wenig an Haruki Murakami erinnernd.
Die angehängte Geschichte "Drei Mal im Morgengrauen", die im Italienischen als eigenes Buch publiziert wurde, habe ich allerdings nur noch überflogen. Sehr wirr, leider.
"Er hatte Jahre gebraucht, um zu akzeptieren, dass der Beruf des Schriftstellers für ihn unmöglich geworden war, und jetzt sah er sich gezwungen festzustellen, dass es ohne diesen Beruf sehr schwierig für ihn werden würde, weiterzumachen. So begriff er schließlich, dass er sich in einer Situation befand, die zwar vielen Menschen vertraut, deswegen aber nicht weniger leidvoll ist: Das Einzige, was sie fühlen lässt, dass sie am Leben sind, ist etwas, was sie langsam umbringen wird. Die Kinder für die Eltern, der Erfolg für die Künstler, zu hohe Berge für Alpinisten. Bücherschreiben für Jasper Gwyn."
Federleicht, schräg, surreal und melancholisch. Eine geheimnisvolle Geschichte um einen Schriftsteller, der kein Schriftsteller mehr sein will und doch nicht ohne das Schreiben leben kann. Soghaft und sprachlich brilliant.
Schade nur, dass mehrmals abschätzig über eine "dicke" Frau geschrieben wird. Typisch Baricco, und ein wenig an Haruki Murakami erinnernd.
Die angehängte Geschichte "Drei Mal im Morgengrauen", die im Italienischen als eigenes Buch publiziert wurde, habe ich allerdings nur noch überflogen. Sehr wirr, leider.