Plot ohne Überraschungen und Figuren mit wenig Tiefgang bzw. Entwicklung
Ich hatte mich auf ein unterhaltsames, spannendes und mit geschichtlichen Aspekten versehenes Buch gefreut - wie „Kleopatras Grab“, doch leider tröpfelte dieser Roman nur so dahin. Ich würde diesen auch nicht Krimi nennen, dazu fehlt es mir an Spannung und Rätsel. Theodora lässt sich auf eine Suche nach der Tochter einer Dorfbewohnerin ein. Diese junge Frau, welche an einer Krankheit leidet, hat sich einer Gruppierung, welche Echnaton verehrt, angeschlossen. Was genau Echnaton für die ägyptische Geschichte bedeutet, wird mit eindeutig in zu geringem Umfang erläutert. Dabei ist dieser Herrscher ein Einschnitt in das alte Ägypten - eine monotheistische Religion aufzubauen, in einer tief polytheistischen Gesellschaft. Er scheiterte, hinterließ jedoch nachhaltige Spuren. Darüber wird einfach hinweggewischt. Stattdessen bekommen wir eine Sekte dargelegt - mit allem, was dazugehört. Theodora ermittelt von außen - mehr oder weniger. Ihr Kollege arbeitet undercover - in unerlaubter Weise. Und… gerät natürlich in die Fänge dieser Sekte. Inhaltlich werde ich nicht mehr verraten, damit vielleicht etwas Spannung aufkommt. Jedoch hat mich keine scheinbare Wendung überrascht. Eigentlich habe ich das mehr oder weniger bereits bei Galbraith gelesen. Die Figuren bleiben oberflächlich und es gibt kaum nennenswerte Entwicklungen - anders als im ersten Teil. Man wird nicht von ihnen so mitgenommen wie zuvor. Theodoras Mutter ploppt auf, man denkt an sie, vergisst sie und dann bleibt sie ein Nebensatz. Schade. Sprachlich ist es in Ordnung. Der erste Teil war etwas raffinierter. Es wirkt, als ob für das eigentliche Schreiben weniger Zeit gewesen ist. Insgesamt bin ich enttäuscht und überlege leider, ob ich einen möglichen dritten Teil lesen werde.








