
Portraits 13 beeindruckender Frauen
Annette Schuhmann führte Interviews mit Frauen, die in der DDR lebten oder nach der Wende in einer ostdeutsch sozialisierten Umgebung aufwachsen. Als Ergebnis lernen wir 13 Frauen mit sehr unterschiedlichen Biographien kennen. Alle hatten spannende Geschichten zu erzählen, egal ob Künstlerin, Hebamme, Professorin oder Studentin. Eine, deren Fluchtversuch scheiterte und deren Biographie einen deutlichen Bruch durch den Gefängnisaufenthalt in Hoheneck erhielt. Eine andere, die als schwarzes Kind in der DDR aufwuchs und trotz der Proklamation der Völkerfreundschaft rassistischen Anfeindungen ausgesetzt war, die nach der Wende noch an Abscheulichkeit zugenommen haben. Annette Schuhmann ging es nicht darum zu zeigen: "So ist die ostdeutsche Frau!" Vielmehr stand die Individualität der Einzelnen im Fokus. In der Gesamtschau ergibt ich ein Mosaik, dass die Vielschichtigkeit des Lebens in der DDR und den Umgang mit den Veränderungen nach 1989 aufzeigt. Ich empfehle das Buch allen, die an ostdeutschen Biographien, ihren Brüchen und Widersprüchen interessiert sind. Mich haben die Geschichten sehr berührt.




