
„Luzie in den Wolken“ hatte ich schon länger auf meiner Wunschliste stehen. Mich hat der Titel sehr angesprochen und auch der Klappentext. Das Cover ist super schön gestaltet und auch die Geschichte hinter dem Titel „Luzie in den Wolken“ finde ich sehr gelungen. Miriam Petersen lebt mit ihrer Tochter Luzie in einer kleinen Wohnung in Hamburg und betreibt einen Second-Hand Laden für Kinderkleidung nachdem ihr Mann Patrick bei einen Unfall ums Leben kam. Die beiden haben es nicht gerade leicht, denn der Laden wirft nicht viel Gewinn ab. Miriam bekommt viel Unterstützung von Ihrer Freundin Rebecca, die ihr auch öfter im Laden hilft, aber auch eine treue Freundin für sie ist. Gabriel Bach ist erfolgreicher Schriftsteller, steckt aber gerade in einer Schaffenskrise und geht in seinem Selbstmitleid auf. Eines Tages findet er einen roten Ballon mit einer Karte daran - diesen hat Luzie bei einem Wettbewerb eines Spielzeugladens fliegen lassen. So kreuzen sich die Wege von Gabriel, Miriam und Luzie im Verlauf der Geschichte. Nachdem ich den Anfang des Buches schlüssig aufgebaut fand und ich die Story auch wirklich gut fand, hat es sich für mich im Mittelteil doch etwas gezogen. Ohne hier zu viel verraten zu wollen hat sich die Figur von Gabriel für mich zu sehr in Widersprüche und Unwahrheiten verstrickt, das war für meinen Geschmack zu viel und hat den Charakter recht unsympathisch erscheinen lassen. Gleichzeitig kam mir Miriam ziemlich naiv vor. Diese Konstellation nimmt einen ziemlich langen Part im Mittelteil des Buches ein, das hätte gut und gerne kürzer gehalten werden können. Im letzten Drittel des Buches wird die Story wieder realistischer und es lösen sich einige Dinge auf, so dass ich am Ende insgesamt das Gefühl hatte eine schöne Geschichte gelesen zu haben. Für meinen Geschmack war sie aber für ihre über 500 Seiten dann zu seicht, das hätte gerne noch etwas mehr Tiefe vertragen können.






















