Ich fand diesen (bisher ?) letzten Teil der Reihe leider deutlich schwächer als die anderen - bis wirklich etwas passiert ist hat es ziemlich gedauert und große Teile des Buchs waren mir deutlich zu kitschig.
Schöner Krimi, nicht brutal und gut durchdacht. Hoffe auf einen weiteren Band
Cosy Crime meets Italo Vibes 🍷🍇
Ich liebe die "Commisario Luca"-Reihe von Paolo Riva und habe mich schon sehr auf diesen vierten Band gefreut - zum Glück würde ich auch dieses Mal nicht enttäuscht. Eine tolle und spannende Geschichte mit perfektem Toskana-Feeling.

Ein Fremder, zwei Verbrechen „Kaum vorstellbar, dass all das heute Morgen mit zwei toten Gänsen angefangen hat.“ (S. 175) Montegiardino flirrt in der Sommerhitze. Commissario Luca hat nicht viel zu tun, muss nur in einem Nachbarschaftsstreit wegen eines hyperaktiven Hahns und zwei Dutzend Gänsen vermitteln. Ansonsten kann er sich ganz seiner frischen Beziehung mit Dottoressa Chiara widmen. Da reist nachts plötzlich ein unheimlicher Fremder an, der komplett schwarz gekleidet stundenlang über den Marktplatz patrouilliert. Die Einwohner bekommen Angst, Luca soll was unternehmen. Doch noch bevor er dazu kommt, werden zwei der Gänse getötet – das muss der Fremde gewesen sein! – und ein Wanderer wird angeschossen, der dem Fremden extrem ähnlich sieht. Plötzlich läuft Luca und Vice-Questora Aurora die Zeit davon. „Stumme Zypressen“ ist bereits der vierte Teil der Reihe von Paolo Riva. Luca ist endlich wieder glücklich und genießt das Familienleben mit seiner Tochter Emma und Chiara. Darum nimmt er das Problem mit dem Fremden auch erstmal nicht ganz so ernst, schließlich ist diesem nichts nachzuweisen. Auch die toten Gänse beunruhigen ihn noch nicht, der verletzte Tourist sorgt allerdings für sehr viel Wirbel – und ausgerechnet Emma entdeckt einen sehr wichtigsten Hinweis. Ich mag das toskanische Flair, die kulinarischen Genüsse – eben das Dolce Vita. Immer wieder spannend finde ich das Zusammenleben in der Kleinstadt, in der jeder jeden kennt, und wie sich die Protagonisten weiterentwickeln. Emma wird langsam erwachsen und nabelt sich ab bzw. interessiert sich nicht mehr nur aus Neugierde für die Fälle ihres Vaters, sondern weil sie mit ermitteln will – wächst da etwa schon die nächste Generation heran?! Die Handlung kam diesmal etwas später in Fahrt und war insgesamt weniger aufregend als in den Vorgängerbänden, aber trotzdem war der Hintergrund des Falls sehr interessant und die Auflösung gut gemacht.



