Belangloses bis Pseudo-Bedeutungsschwangeres in unzusammenhängendem Plauderton. Wahnsinnig privilegierte Protagonist*innen ohne jegliches Identifikationspotenzial - und ich wage zu behaupten, das liegt nicht in erster Linie am Alter.
“Aber ich fragte nicht, ich hätte ihn mögen müssen, um an den Intimitäten seines Lebens interessiert zu sein.“
Mein bisheriges Lesejahr zeichnet sich durch eine erfreulich gute Auswahl aus, wozu nun auch dieses Buch beiträgt. Ursprünglich stand ich vor meinem Bücherstapel und wusste nicht welches das nächste sein sollte. Also entschied ich drei auszuwählen und jeweils die ersten 20 Seiten anzulesen. Gedacht getan. Ich nahm Das Haus in die Hand und war sofort so dabei, dass ich nicht mehr auf dir Idee kam es wegzulegen. Ein ruhiger und unaufgeregter Einblick in ein meiner Meinung nach unterschätztes Lebensmodell. Sehr angenehm und feinsinnig erzählt.
Schöner Schreibstil, interessanter Ansatz, unnahbare Charaktere
**** Worum geht es? **** Da soll noch mal jemand sagen, dass im Ruhestand das Leben aufhört. Katharina nutzt die Gunst der Stunde und richtet mit ihren Freunden eine WG in einem Gutshaus abseits von Berlin ein. Die Mittsechziger wagen hier einen Neuanfang und richten damit ihr Leben in eine neue Richtung aus. **** Mein Eindruck **** Meine größte Freude an diesem Buch war die wundervolle Idee, alte, einsame Menschen in einer WG zusammenzuführen, sowie der ausschweifende, verschachtelte und ansprechende Schreibstil der Autorin. Für mich fließen die Sätze und haben einen ganz besonderen Klang. Eine Kunst, die man nur selten findet und für die man schlichtweg etwas übrig haben muss. Der Rest konnte mich nicht überzeugen. Die Handlung war mir teils zu abgehackt, vor allem das Ende, die Charaktere zu unnahbar und flach. Klischees über Klischees. Eine privilegierte und intellektuelle Welt, der es an Ecken und Kanten fehlte, trotz der zeitgemäßen Bezüge. **** Empfehlung? **** Fans eines hochgestocheneren Schreibstils und einer zeitgemäßen Lektüre über das Thema Alter können hier trotz meiner Kritik genau das finden, was sie suchen.
Flüssig zu lesen mit einigen Lebensweisheiten bestückt. Ein Buch, dass Freude bereitet.
Wer träumt (noch) nicht davon einmal, spätestens im Alter, in ein Haus auf dem Land zu ziehen und seinen Jugendideen, z.b. der einer „Kommune“, nachzugeben?! Gesagt getan: Hier treffen sich stolze Junggessellen, verheiratete, verwitwete und Dorfbewohner. Mit dem oder der ein oder anderen kann man sich gut identifizieren, Lebens- und Gedankeneinstellung nachvollziehen. Die Charaktere sind nahbar geschrieben. Die Frage am Ende lautet: War das der richtige Schritt am Lebensende oder will man am Ende lieber allein bleiben, da man sich mit seinem Leben zufriedenstellend arrangiert hat?! Ein wundervolles Buch. 🫶🏻
Monika Maron schreibt über das Leben in einer Alterskomune in der sich Menschen aus unterschiedlichen Gründen zusammenfinden. Das Buch hat deutliche Längen insbesondere in der Betrachtung der Ansichten einzelner Bewohner zu unterschiedlichen Themen. In der Erzählung gib es wenig überraschendes oder gar spannendes. Schade, ich hatte mir mehr von diesem Buch versprochen.
die Tücken einer Wohngemeinschaft mit älteren Bewohnern
Nichtssagender Roman im Plauderton
"Ich sagte, die Jugend erzählen sei so etwas wie Memoiren schreiben, da lügen alle, davon sei ich überzeugt." Die Tierärztin im Ruhestand, Katharina, erbt ein abgelegenenes Gutshaus und lädt Freunde und Bekannte ein mit ihr gemeinsam dort zu leben. Eva zieht nur zögerlich in "Kaharinas Gnadenhof" ein. Ich war sehr gerne eine "Mitbewohnerin auf Zeit" dort. Habe den Gesprächen und Gedanken, sowie der Klaviermusik gelauscht ("....der Zauber des Morgens hatte sich aufgelöst im Gezänk von gestern"). War mit spazieren und das Reh im Nebel beobachten und habe Wein und Mahlzeiten genossen. "Das Leben war so leicht hier, sagte ich, vielleicht zu leicht, man spürt es kaum. " Nur der Zigarettenrauch im Haus war mir zuwider 😅. Ein sehr gelungener Roman über eine WG im Alter. Ich werde auf jeden Fall noch mehr von dieser Autorin lesen.







