
Interessante, aber teilweise überholte Gedanken.
Lange gab es kein Buch, für das ich so lange gebraucht habe, obwohl ich aktiv gelesen habe. Die Thematik und These des Autors (dass mit der liberalen Demokratie das Ende der Ideengeschichte erreicht ist - ganz grob ausgedrückt) fand ich durchaus interessant. Seine Ausführungen waren aber unglaublich ermüdend. Natürlich muss er auf die Ideen der Denker eingehen, die seinen Gedanken zu Grunde liegen, aber teilweise ist er unglaublich abgeschwiffen vom Thema, dass das Lesen unglaublich anstrengend wurde. Es gibt Seitenlange Ausführungen über Hegel, Marx, Aristoteles, Platon und weitere Philosophen. Es geht viel um den Fortschrittsgedanken und Modernisierungstheorie. Da ich davon nicht so viel Ahnung habe, war es durchaus interessant, hätte aber gut gerne deutlich kürzer sein können. Am spannendsten waren die Nachtworte, wo er sein Ursprungswerk, welches 1992 erschienen ist, aus der Sicht von 2006 und 2019 reflektiert und Entwicklungen der letzten 30 Jahre mit einbezieht. Man kann das Buch lesen, muss man aber nicht. Falls einen das Thema interessiert reicht auf jeden Fall sein Artikel dazu, den er 1989 veröffentlichte.
