War in Ordnung. Hatte mehr eine thouge, starke Black Woman erwartet - bekommen habe ich eine selbstverzweifelte Frau, die unbedingt ein Kerl für die Hochzeit ihrer Cousine sucht... war nicht so cool, wie erwartet. Highlight war die nigerianische Kultur und Familienstruktur in England.
Als ich anfing das Buch zu lesen, war ich mir unsicher, ob ich es mögen würde. Denn der Schreibstil war gewöhnungsbedürftig. Doch als ich mich dann reingelesen hatte, konnte ich nicht mehr aufhören. Am Anfang war es noch lustig, wie Yinka verzweifelt einen Mann sucht, um ihre Verwandten zufriedenzustellen. Doch je verzweifelter sie wurde, desto mehr verlor sie sich in Lügen. Eigentlich mag ich das bei Charakteren überhaupt nicht, doch Yinkas Gefühle waren nachvollziehbar und die Reaktion auf den Druck, den ihre Mutter seit ihrer Kindheit auf sie ausübt, verständlich. Um Männern zu gefallen, versucht sie sich von Grund auf zu verändern. Sie verhielt, kleidete und schminkte sich anders. Das fiel auch ihren Freundinnen und Familienmitgliedern auf. Jedoch war Yinka so versessen auf ein Date, dass sie deren Versuche, sie aus dieser Abwärtsspirale voller Selbstzweifel und Selbsthass herauszubekommen, ignorierte. Da wendete sich die Handlung des Buches. Als Leserin merkte ich, wie schlecht es Yinka wirklich ging und wie sehr sie sich vor dieser Tatsache verschloss. Das Buch bekam ab da eine Tiefe, die ich nicht erwartet habe. Es ging um Kommunikation, Selbstliebe, Glauben, Liebe, Familie und Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe. Wie die Autorin diese Themen in die Geschichte sanft einfügte, bewegte mich. Am Schluss flossen auch kurz Tränen der Rührung bei mir. Ein sehr schönes Buch, das viel zu bieten hat.
Für mich eine Geschichte mit einer Kultur, welche ich bisher noch nicht gelesen hatte. So musste ich immer mal googlen gehen, was einen Wave ist, Fuji etc. Es war für mich super spannend, diese Kultur zu erlesen und ich bin echt total dankbar für diesen Einblick. Bei Yinka geht es darum, endlich einen Ehemann zu finden, das ist wirklich ein MUSS. So endet sie langsam und zeitweise in einem Strudel aus Tinder, gutgemeinten Verkupplungen, Blinddates. Das ganze wird mit Humor beschrieben, dennoch fehlt nicht die Ernsthaftigkeit. Ist Frau erst etwas Wert, wenn sie ihr happily ever after hat? Was, wenn man nicht den geeigneten Partner fürs Leben findet? Mir hat der Schreibstil sowie die Geschichte sehr gut gefallen, und auch wenn ich einige Sachen nicht nachvollziehen oder verstehen konnte, war es total interessant. Ein grossartiges Debüt. Follow me on Insta: deblioteca


