😧

Kurzweiliger Roman mit viel Kopfschütteln und ein paar sehr unsympathischen Charakteren.....
Mein Lieblingsbuch
„Schloss aus Glas“ würde ich tatsächlich als mein Lieblingsbuch bezeichnen. Immer wieder konnte ich es während dem Lesen gar nicht fassen, dass diese Geschichte wirklich von einer wahren Biografie erzählt. Abgesehen von der faszinierenden (wenn auch absolut dramatischen) Lebensgeschichte gab das Buch einen Einblick. Einblick in Menschen die keine Hilfe annehmen möchten, selbst wenn sie da wäre, selbst wenn sie so vieles einfacher machen würde. Eine wirkliche Bereicherung, dass sich die Autorin dazu entschlossen hat ihre Lebensgeschichte mit der ganzen Welt zu teilen.
„Schloss aus Glas“ ist ein unglaublich packender und mitreißender, Roman, der mich an vielen Stellen regelrecht sprachlos zurückgelassen hat. Die Kindheit, die hier geschildert wird, ist geprägt von Chaos und Unsicherheit – zwischen zeitweise liebevollen, aber oft auch völlig verantwortungslosen Eltern, großer Armut, Depressionen und der Gewalt des Vaters. Gerade diese schonungslose Ehrlichkeit macht das Buch so intensiv, erschütternd und zugleich berührend. Immer wieder fragt man sich, wie viel ein Mensch eigentlich aushalten kann. Eine Leseempfehlung spreche ich ganz klar aus!
Ein Wunder, dass sie überlebt haben
Ich musste tatsächlich ein paar mal schlucken und war auch erschrocken über die Eltern. Dass sie tiefgreifende psychische Störungen haben, liegt auf der Hand. Trotzdem haben die Kinder selbstständig und eingenverantwortlich überlebt. Es ist in keinster Weise deprimierend geschrieben und war auch nicht emotional ergreifend. Genau dieser Stil hat der Tragik die Last genommen. Ich habe es gerne gelesen und die Kinder waren mir alle sehr sympathisch. Anders als die Erwachsenen. Tolles Buch!
Schöne Beschreibung einer schwierigen Familie.
Ein unglaublich dramatisches Leben als Abenteuergeschichte verpackt.
Jeannette Walls verpackt ihre absolut dramatische Familiengeschichte in ein großes Abenteuer. Von klein auf quasi als Nomadin aufwachsen erzählt sie wie das Leben mit Eltern ist, die keine Verantwortung übernehmen und wie sich Kinder selbst groß ziehen müssen. Trotz der meiste schlimmen Lebensverhältnisse habe ich jedes Kapitel verschlungen und wollte das Buch gar nicht weglegen. Man sieht wie eine Familie, die doch auch wirklich intelligent ist, unter dem Alkoholkonsum des Vaters und der „Freigeistigkeit“ der Eltern leidet und auseinander bricht.
Wow, was für eine Kindheitsgeschichte - und definitiv keine beneidenswerte 💔
Jeannette Walls hat es geschafft, ihre traumatischen Jugendjahre in ein absolutes Meisterwerk zu verwandeln. Sie erzählt unglaublich lebhaft von der Geschichte ihrer Familie. Von den Höhen und vor allem den tiefen Tiefen, die sie dank ihres nichtsnutzigen Alkoholikervaters und der etwas verrückten Künstlermutter erleben musste. Denn trotz der eigentlich guten Bildung der Eltern bekommen diese es nicht hin, ein geregeltes Leben für sie und ihre drei Geschwister aufrechtzuerhalten. Und so ist ihr Leben immer wieder von Armut, Hunger, Unfällen und auch Gewalt geprägt. Diese Kinder sind der Inbegriff von „Was dich nicht umbringt, macht dich stärker“. Das Faszinierende an der Geschichte ist jedoch, dass man die Eltern über weite Strecken auf verquere Art und Weise als sympathisch oder sogar liebevoll empfindet – und das trotz des großen Leids, das sie ihren Kindern immer wieder ganz bewusst auferlegen. Dieser innere Kampf zwischen Zuneigung und Abscheu muss Jeannette Walls ihr Leben lang begleitet haben, und dieses Gefühl in einem Buch einzufangen, ist wirklich eine unglaubliche Leistung. Trotz der schwer zu ertragenden Zustände auf den fast 400 Seiten kann und will man das Buch gar nicht zur Seite legen. Eine autobiografische und deshalb umso unglaublichere Geschichte über Liebe, Zusammenhalt und den großen Schmerz, der viel zu oft mit dem Konstrukt Familie einhergeht.
Traurig, bewegend und oft einfach aufregend ist das Leben von Jeannette Walls verlaufen. Der Klappentext sagt es einfach perfekt. Habe es genossen, diese Lebensgeschichte lesen zu dürfen
DNF bei ~50%
Ich schleppe dieses Buch nun seit einem Jahr mit mir herum und muss mir eingestehen, dass ich es wohl niemals beenden werde. Mir hat diese erste Hälfte einen guten Eindruck über das frühe Leben der Familie gegeben. Das Buch macht oft wütend, traurig und es schockiert. Ich werde mir nun den Film ansehen, um auch das Ende - hoffentlich ohne die Längen des Buches - erfahren zu können.
5/5 Eine bedrückende, lustige, traurige, wahre und berührende Geschichte. Ganz groß.
Bewegend.
Dieses Buch hinterlässt mich sprachlos, obwohl ich soviel zu sagen hätte.
Unglaublich berührend
Ich hatte keine Ahnung, worum es in dem Buch ging als ich es gekauft hatte. Ich wusste lediglich, dass es sehr sehr oft empfohlen wird. Das Buch wurde seinem Hype mehr als gerecht. Selten war ich so sauer und auch gleichzeitig so tief berührt beim Lesen wie bei diesem Buch. Ich bin fassungslos, wie verantwortungslos Eltern sein können und was Kindern in jungen Jahren zugemutet wird. Man lernt auch seine eigenen Privilegien nochmal ganz anders zu schätzen. Ebenso fand ich dieses „positive Mindest“ der Mutter faszinierend, weil es für mich eigentlich schon eher in Richtung Verleugnung der eigene Situation ging, bzw auch ein Stück weit Naivität. Definitiv eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe und auch jedem nur empfehlen kann.
Erstaunliche Biografie…
Mir wurde dieses Buch empfohlen und auch die meisten Rezensionen schwärmen sehr von Jeannette Walls Biografie. Auch mir gefiel ihr Buch - jedoch konnte ich es nicht flüssig in eins weglesen. Zu viel dreht sich halt einfach um die immer wiederkehrenden Familienverhältnisse und nicht so viel um Geschehnisse außerhalb der Familie (welche in meinen Augen die Geschichte immer viel mehr belebten) und dadurch dass sich das Familienleben immer gefühlt im Kreis bewegt, hatte dieses Buch für mich sehr viele Längen… Dennoch eine krasse Lebensgeschichte und wirklich tragisch von außen zu betrachten: wie naiv und tolerant man doch immer mit seinen Nächsten ist und wie klar die Tragik doch ist, wenn man als Außenstehende/r solche Situationen betrachten kann.
Ich bewerte hier nicht die persönliche Geschichte der Autorin, sondern Fakten wie, die Art der Erzählung, der Schreibstil usw. Das Buch hat sich sehr gut und schnell weglesen lassen. Die Geschichte wird rückwirkend aus der Sicht von Jeannette erzählt. Es liest sich wie ein großes Abenteuer für die Kinder. Und obwohl die Eltern gebildet und eigenwillig Chancen hätten ein einigermaßen gutes Leben führen könnten, wählen Sie immer nur Ihre eigenen Interessen statt die ihrer Kinder. Bei Eltern haben definitiv psychische Probleme. Einige Szenen sind schon ziemlich krass und manches wirkt surreal, besonders was die Familie alles so erlebt. Kaum vorstellbar, aber da es eine Biographie ist, wird es wohl stimmen. Oft hat mich das Buch wütend und aggressiv gemacht. Und natürlich hatte ich unglaublich Mitleid mit den Kindern. Und habe sehr mitgefiebert, ob Jeannette und ihre Geschwister es wohl schaffen später ein "normales" Leben zu führen. Auf jeden Fall ein aufwühlendes Buch!

Biografie einer starken Frau 🏜️🌵
Ein Großteil des Buches ist ein Rückblick auf die bewegte Kindheit der Autorin. Erst die letzten 10-20% befassen sich mit ihrem Ausbruch und dem Aufbau eines eigenen Lebens. Wichtig wären hier Triggerwarnungen, da die geschilderten Erfahrungen nicht gewaltfrei sind! Außerdem wird der emotionale Missbrauch durch die Eltern und die zunehmende Verwahrlosung der Kinder detailliert beschrieben. Das Ende war für mich zu Happy End - aber so ist es nun mal passiert; eine wahre Geschichte!
NYT Readers Choice Liste - Platz 89
Ich fand Schloss aus Glas richtig toll, eine Biografie, die sich fast wie ein Roman liest. Der Schreibstil hat mir total gut gefallen, und der Verlauf der Geschichte hat mich echt mitgenommen. Ich wollte immer weiterlesen. Eine sehr schöne, berührende Lebensgeschichte.
Jeannette Walls erzählt ihre eigene Geschichte auf eine ganz wundervolle, tragische und nachfühlbare Weise. In dem Buch kann man ganz unterschiedliche Emotionen fühlen und mich hat das Lesen von Schloss aus Glas dankbar für meine eigene Kindheit gemacht.

Wow, was ein krasses und berührendes Buch. Jeannette Walls erzählt von Aufwachsen in einer Familie, die mit allen Konventionen bricht, von menschlichen Abgründen, dem Überleben in einer Welt, in der die Hoffnung auf das Schloss aus Glas irgendwann zerbricht. Eins meiner neuen Lieblingsbücher geworden! 💔
4,5⭐️
Das Buch hat mir wirklich wahnsinnig gut gefallen. Ich konnte sehr gut mitfühlen und fand es sowohl erschreckend als auch informativ. Tolles Buch, sehr empfehlenswert :)
eindrucksvolle Biographie...
... Es kam mir beim Lesen nie so vor, dass es eine Biographie war, es ist eine eindrucksvolle und sehr gefühlvolle Geschichte einer Familie in Amerika... der Vater Trinker, die Mutter Künstlerin, vier Kinder, leben sie am Rande der Armut als Mietnomaden und ziehen von Ort zu Ort, immer dem Wunsch nach mehr Glück und Geld hinterher. Erleben wundersame Abenteuer und Geschichten und haben und besitzen doch nichts als sich und ihre Träume und Geschichten. Für mich war der Vater immer liebevoll und hat alles versucht, durch seine Geschichten etwas Besseres aus ihrem Leben zu holen, um sich und den Kindern nicht eingestehen zu müssen, wie hart ihr Leben eigentlich ist. Die Mutter war für mich eher eine Mitläuferin und teils Egoistin, die sich selbst und ihre Kunst und Faulheit mehr liebte als ihre Kinder... Aber die meisten der vier Kinder haben es geschafft und dieses Buch ist der Weg dorthin. Sehr lesenswert und beeindruckend. 5 🌟 +++
So besonders.
Ich bin immer noch beeindruckt davon, wie Jeannette Walls es geschafft, ihre Gefühle so gut und so widersprüchlich zu beschreiben, wie sie sie als Kind erleben musste. Und natürlich bin ich auch beeindruckt, was sie und ihre Geschwister für Ressourcen haben. Leider ist viel zu wenig Menschen bewusst, wie viele Kinder bei uns in ähnlichen Verhältnissen aufwachsen und nicht so resilient sind.
Lieblingsbuch
Lieblingsbücher erkennt man daran, dass sie dich auch beim xten Mal lesen noch genauso ansprechen wie beim ersten Mal. „Schloss aus Glas“ von Jeannette Walls ist für mich so ein Buch. Es bringt mich wirklich jedes Mal zum Weinen. (Übrigens genauso wie der Film, den auch Jeannette Walls selbst sehr gut findet.) Jeannette Walls beschreibt darin ihr eigenes Leben, vor allem ihre Kindheit und Jugend. Zusammen mit ihren drei Geschwistern wächst sie in ungewöhnlichen Verhältnissen auf. Ihre Eltern führen ein unstetes Leben. Sie ziehen viel um und gehen keiner geregelten Arbeit nach. Das Geld ist eigentlich immer knapp. Da ist ein Abendessen aus Popcorn schon mal die einzige Mahlzeit des Tages. Und so dient sich Jeannette Walls nicht selten bei den weggeworfenen Pausenbroten ihrer Schulkameraden. Die Alkoholabhängigkeit des Vaters macht das Familienleben nicht einfacher. Betrunken wird er leicht reizbar und aggressiv. Nicht selten schlägt er vor den Augen seiner Kinder seine Frau. Aber er liebt seine Kinder. Wenn er nüchtern ist, kommt er auf fantasievolle Ideen, um seinen Kinder das Leben etwas schöner zu machen. An Weihnachten schenkt jedem einen Stern. Als sie nicht schlafen können, geht er mit ihnen auf Dämonenjagd. Und selbst als seine Kinder längst mit ihm und ihrer Vergangenheit gebrochen und sich ein „normales“ Leben in New York aufgebaut haben, greift er Jeannette Walls auf seine Weise unter die Arm. Beispielsweise indem er die fehlenden Studiengebühren erpokert. „Schloss aus Glas“ beschreibt das, was man als „schwierige Kindheit“ bezeichnet und zeigt dabei, dass sich nicht alles in Schwarz und Weiß einteilen lässt, denn es ist auch eine besonders freie Kindheit mit einer Menge Abenteuer und Fantasie. Das Buch zeigt, dass man unter der rastlosen Art seiner Eltern leiden und trotzdem das freie Gefühl des Umherziehens lieben kann. Dass man sich für seine Eltern schämen und sie gleichzeitig verstehen und unterstützen kann, weil man ihre ganz eigene Art akzeptiert. Dass man ein „Säufer“ und trotzdem kein schlechter Mensch sein kann. Jeannette Walls wirbt dafür, nicht zu schnell zu verurteilen, sondern zu versuchen, die Hintergründe zu sehen.
Rezension folgt auf www.schokokamel.de/books

📌 "Das Leben ist ein Drama voller Tragik und Komik." - S. 176 Die Geschichte vernachlässigter Kinder und vom Leben überforderter Eltern, schildert das Leben der Autorin selbst. Jeannette Walls schafft es so anschaulich und mit Witz und Wärme von den bedauernswerten Umständen in ihrer Kindheit zu erzählen, dass man fast glaubt man sei selbst dabei gewesen und das ganze (Über-) Leben sei ein großes Abenteuer - auch wenn die Tragik der Handlung nicht verkennbar ist. Großartig.
Das ist ein absolutes Highlight! Komplett schonungslos und ehrlich. Ich weiß nicht ob ich jemals sowas mutiges und bleibendes gelesen habe.
Das Buch hat mich wirklich mitgenommen, und ich habe die zweite Hälfte fast in einem Rutsch durchgelesen. Jeannette Walls erzählt die bewegende Geschichte ihrer Kindheit in bitterer Armut. Der Vater, ein alkoholkranker, egozentrischer Schwätzer, und die Mutter, narzisstisch und bipolar, stehen im Zentrum einer Familiensituation, die den Leser fassungslos macht. Jede Seite des Buches hat mich mit den schockierenden und selbstsüchtigen Handlungen der Eltern konfrontiert, die weder fähig noch willens waren, sich um ihre Kinder oder sich selbst zu kümmern. Ihr Verhalten hat mich beim Lesen oft richtig wütend gemacht! Trotz all der Erschütterungen schreibt Walls mit viel Liebe. Als Kind sieht sie ihre Eltern durch die unkritische Brille eines Mädchens und erkennt nicht, wie entbehrungsreich ihr Leben ist. Erst als sie und ihre Geschwister heranwachsen, begreifen sie, dass das Verhalten der Eltern inakzeptabel ist. Am Ende nehmen die Walls-Kinder ihr Schicksal selbst in die Hand und unterstützen sich gegenseitig auf dem Weg in ein normales Erwachsenenleben. Diese beeindruckende Geschichte zeugt von einer außergewöhnlichen Kindheit quer durch die USA, außergewöhnlich resilienten Kindern und einer wunderschönen Bindung der Geschwister.
Eine beeindruckende Lebensgeschichte, die zeigt man selbst schaffen kann, auch wenn man keine schöne Kindheit hatte.
Wow! Also nach “Ein ungezähmtes Leben” war das mal wieder ein tolles Buch. Jeannette Walls hat kann einfach gut Geschichten erzählen.
Interessante Einblicke in eine wirklich außergewöhnliche Kindheit die mich mitgenommen hat. Für meinen Geschmack hat es sich jedoch sehr gezogen zu lesen zwischen drin.
Ein sehr besonderes Buch 🥹
Auf Empfehlung einer Kollegin kaufte ich mir dieses Buch und ich wurde nicht enttäuscht, denn dieses Buch ist so besonders. Hier wird die Familiengeschichte der Autorin aus ihrer damaligen Sicht erzählt. Eine sehr emotionale Geschichte die kein Auge trocken lässt.
wunderschön, emotional, fröhlich und unglaublich traurig zugleich
Lieblingsbuch!
Man wird aus Sicht eines Kindes durch Umstände geführt, die aus Sicht eines Erwachsenen grausaum und kaum zu glauben sind. Dabei wird mit dem Gedanken gespielt, dass es auf die Kinder im Jüngeren Altern noch gar nicht so schlimm wirkte. Das Lösen von ihren kranken Eltern im Laufe des Buches ist emotional! Ein Muss für alle Soziale-Arbeit Studierenden! Der Film kann nicht mithalten, das Buch beleuchtet viel mehr Aspekte und ist nebenbei unglaublich toll geschrieben! Favorit!
Impressive and amazing book. The knowledge that the author is talking about her own childhood/youth makes it even more special. I often thought: "Did that REALLY happen? Is this real life?". So thanks to the author for sharing her story with us. It was truly a brave thing to Do and I don't think I could have done it.
Ein Jahreshighlight
Jeanette Walls schreibt in "Schloss aus Glas" die wahre Geschichte ihrer Kindheit. Das ganze Leben ist ein Abenteuer und ihr Vater ist ihr Held, der einfach alles weiß und mit ihr zusammen Touren durch die Wüste unternimmt, Dämonen jagt und immer neue phantastische Ideen hat, was er alles entdecken oder erfinden möchte. Je älter Jeanette wird, desto mehr wird ihr klar, dass ihr Leben alles andere als normal ist und die idealisierte Vaterfigur verliert mehr und mehr ihren Glanz. Als Leser muss man manches Mal schlucken, was die Kinder dieser Familie mitmachen müssen. Ständige Umzüge in einer Nacht-und-Nebel-Aktion, weil die Familie Schulden hat. Die Kinder schlafen in Pappkartons und wühlen vor Hunger im Müll der Schulcafeteria, weil die Eltern keine Lust haben zu arbeiten oder der Vater das Geld versäuft. Die Mutter ist mental abwesend und übernimmt keinerlei Verantwortung für die Kinder. Lieber gibt sie das wenige Geld der Familie für Malutensilien aus oder liest den ganzen Tag und überlässt die Kinder sich selbst. "Was nicht tötet, härtet ab", ist das Familiencredo, egal ob es sich um Brandverletzungen, sexuellen Missbrauch oder das Schwimmen lernen handelt, indem der Vater Jeanette immer wieder fast ertrinken lässt. Das Leben der Familie ist einfach durchgeknallt und grenzüberschreitend, z.B. als der Vater mit den Kindern in den Zoo geht, über den Zaun steigt und die Kinder einen Geparden streicheln lässt. Trotz des Alkoholismus und den leeren Versprechungen des Vaters und trotz des infantilen und bipolaren Wesens der Mutter schreibt Jeanette Walls respektvoll und auch teilweise liebevoll über ihre Eltern, die bis zum Schluss ihre Lebensweise als richtig empfinden und letztendlichals Hausbesetzer zur Ruhe kommen. Das Buch war definitiv eines meiner Highlights. Es hat mich beeindruckt, welchen Ehrgeiz Jeanette entwickelt hat um sich selbst aus diesen Lebensverhältnissen zu befreien und wie sie das Leben der Familie Walls schildert, ohne anzuklagen. Die Eltern scheinen gebildet und reflektiert zu sein, reden sich allerdings alles so zurecht, wie es ihnen passt. Beide wollen sich nicht von Konventionen versklaven lassen, sind dabei aber extrem auf sich bezogen und vernachlässigen die Kinder physisch und psychisch. Vielleicht hat Jeanette Walls gerade deswegen die innere Kraft, sich durchzubeissen und sprichwörtlich "schwimmen" gelernt, allerdings für den Preis, eine geregelte Kindheit mit der Erfüllung der elementärsten Grundbedürfnisse zu entbehren. Letztendlich findet sie zu sich selbst und lebt das Leben als Journalistin, dass sie sich erträumt.
Anders
Traurig und lustig zugleich ,noch nie so ein Buch mit solchen Gegensätzen gelesen
Zärtlich erzählte, urteilsfreie Familiengeschichte. Ein schönes Buch.
Wie immer bewerte ich autobiographische Geschichten nicht mit Sternen. Aber ich fand dieses Buch großartig, schonungslos ehrlich und unglaublich. Ich kann nicht fassen, wie man sein Leben, nachdem man so aufgewachsen ist, wie die Autorin, noch richtig gut auf die Reihe bekommen kann. Ich kann es kaum erwarten, mir endlich den Film anzuschauen.

Mit dieser Geschichte zieht man sich am besten zurück, legt sie nicht weg und liest sie innerhalb weniger Tage durch. Denn was Walls zu erzählen hat, ist wichtig; insbesondere für diejenigen denen das Verzeihen schwerfällt.
Das Schloss aus Glas von Jeannette Walls 5/5 ⭐️ Jeannette Walls Geschichte liegt schon beinah 5 Jahre in meinem Regal. Durch den glücklichen Zufall des Buchclubs wurde dieses Buch nichtsahnend von einer lieben Lese-Kollegin ausgewählt; und es war das Beste, was hätte zwischen den Jahren passieren können. Mit dieser Geschichte zieht man sich am besten zurück, legt sie nicht weg und liest sie innerhalb weniger Tage durch. Denn was Walls zu erzählen hat, ist wichtig; insbesondere für diejenigen denen das Verzeihen schwerfällt. Denn sie erzählt die Geschichte ihrer Kindheit. Alles andere als »normal« wächst sie in nüchternen Verhältnissen auf, ist nie länger als ein paar Wochen oder Monate an einem Ort und findet schwer ein echtes Zuhause. In ständiger Bewegung ist ihre Familie das einzige wirklich Beständige. Sie erzählt von einem Vater, der von der großen Welt der Erfindungen träumt, einem die Sterne vom Himmel holt und alles mit einer Welle aus Alkohol wegschwemmt; einer Mutter deren Fürsorge nicht über sich selbst hinaus geht, denn »was dich nicht umbringt, macht dich stärker«, Geld ist nicht überlebenswichtig und Almosen sind unter ihrer Würde; und dann sind da noch die Kinder Lori, Jeannette, Brian und die Jüngste, Maureen. Walls nimmt uns mit auf ihre Reise zum Erwachsen werden, dem Ziel aus der eigenen Familie ausbrechen zu müssen, und dem Verzeihen. »Und, was sagst du dazu?« »Schön. Geh ruhig.« [...] Sie schien den Tränen nahe. »Sei nicht traurig Mom. Ich schreibe auch.« »Ich bin nicht traurig, weil du mir fehlen wirst«, sagte Mom. »Ich bin traurig, weil du nach New York kannst und ich hier festsitze. Das ist nicht fair.« S.449 Für mich war dieses Buch ein wahres Highlight, ehrlich und sogar mit einwenig Humor erzählt sie ihre tragische Geschichte ohne Umschweife und Verschönerung, in Guten wie in Schlechten Zeiten.
Jeannette Walls berichtet über ihr eigenes außergewöhnliches Leben innerhalb einer Familie, die nicht der Norm entspricht. Sie beginnt bei ihrer frühsten Kindheitserinnerung. Damals war sie drei Jahre alt und verbrühte sich beim Würstchen kochen. Dies ist nur eines von zahlreichen haarsträubenden Ereignissen, welchen sie in ihrer Kindheit und Jugend ausgesetzt war. Ihr Vater ist Alkoholiker, verliert einen Job nach dem anderen. Die Mutter, Künstlerin und gelernte Lehrerin, geht nur im äußersten Notfall und dann auch nur sehr widerwillig arbeiten. Für sie sind der Staat, Behörden oder die Polizei linke Banditen, die man nicht ernst nehmen muss und die einen nur übers Ohr hauen wollen. Die Familie hat vier Kinder, zieht von Ort zu Ort, bis es eben am jeweiligen Aufenthaltsort wegen der Schulden zu heiß wird. Sie sind sehr arm, wohnen in kleinen Wohnungen, Trailerparks oder heruntergekommenen Hütten, leben am Existenzminimum. Nicht nur einmal verhungern oder erfrieren die Kinder fast. Es ist ein hartes Leben. Anfangs erkennt man einen starken Familienzusammenhalt und großes Vertrauen in die Eltern. Es ist ja nicht so, dass diese die Kinder nicht lieben würden, sie haben einfach eine andere Denkweise, andere Prioritäten und eine sehr legere Erziehungsweise, die da lautet “Lass sie mal machen”. Eine Sorgfaltspflicht gegenüber der Kinder ist nahezu nicht existent. Über die Jahre und durch sich häufende Enttäuschungen beginnt das Vertrauen zu bröckeln und die Familie droht zu zerfallen. Geschrieben wird aus Jeannettes Sicht. Sie schildert das sehr unkonventionelle Leben ihrer Familie, ihre Überlebensstrategien und wie sie es geschafft hat sich ihren Traum zu erfüllen: Journalistin und Autorin in New York zu werden. Angesichts der verheerenden Zustände ihrer Kindheit ist es einfach bemerkenswert, was sie in ihrem Leben erreicht hat und verdient großen Respekt. Ihr wurden vom Leben und auch von ihren Eltern ganze Felsbrocken in den Weg gelegt, doch mit viel Mühe und Ehrgeiz hat sie diese erklommen. Das Buch stimmt einen sehr nachdenklich, eröffnet eine ganz andere Sicht auf die Welt. Obwohl Jeannette ihr Leben recht nüchtern beschreibt, löst es doch zahlreiche Emotionen aus: Wut auf die Eltern, Trauer um die Kinder, die diesem Leben so schutzlos ausgeliefert waren. Niemand sollte so leben müssen. Freude und Zuversicht, weil nicht nur Jeannette sich ihre Träume erfüllt hat. Es ist ein sehr wichtiges und gut geschriebenes Buch über Familie und Vertrauen, das Leben in Armut, das Überleben und die Verwirklichung von Träumen. Es lässt einen fassungslos und bewegt zurück und macht dennoch Mut.







































