*Dies ist kein Liebesfilm* von Owen Nicholls hat mich einfach umgehauen. Schon nach den ersten Seiten war ich komplett in die Geschichte vertieft, als ob ich einen Film in meinem Kopf abspielen würde. Und das liegt definitiv am Schreibstil – wow, der hat wirklich alles zum Leben erweckt. Die Art, wie zwischen den verschiedenen Ebenen und Perspektiven hin und her gewechselt wird? Einfach meisterhaft. Es hat der Geschichte so viel Frische und Dynamik verliehen, dass ich mich keine Sekunde gelangweilt habe. Was die Handlung angeht, war ich wirklich gefesselt. Ihr kennt das, wenn ein Buch so spannend ist, dass man es einfach nicht weglegen kann? Ja, genau so ging es mir. Ich musste einfach wissen, wie es weitergeht. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht auch sagen würde, dass Nick mich manchmal echt an meine Grenzen gebracht hat. Er kann schon ganz schön in seinem Selbstmitleid baden – aber genau das macht ihn auch so realistisch und tiefgründig. Man kann ihn lieben und gleichzeitig an ihm verzweifeln, und das ist es doch, was eine Figur so faszinierend macht, oder? Und dann diese ganzen Filmreferenzen! Ehrlich, ich bin keine wandelnde Film-Enzyklopädie, aber das hat mich so neugierig gemacht, dass ich unbedingt ein paar dieser Klassiker nachholen will. Es hat das Leseerlebnis wirklich auf eine andere Ebene gehoben, wie eine cineastische Reise, die ich nicht erwartet hatte. Insgesamt? *Dies ist kein Liebesfilm* war einfach perfekt für mich. Die Mischung aus romantischer Komödie und tiefgehender Selbstfindung hat mich voll erwischt. Und jetzt freue ich mich schon wie verrückt darauf, mehr von Owen Nicholls zu lesen.
Dieses Buch hat mein Herz erobert. Und auch wenn der Titel des Buches ,,Die ist kein Liebesfilm“ war, hat das Buch sich genau danach angefühlt, so als wäre es einer und man würde ihn schauen bzw. lesen. Auch das Kino selbst hat eine ziemlich große Rolle gespielt, da der Protagonist Nick in einem gearbeitet hat, eines seiner Dates wurde beschrieben wie ein Drehbuch und er selbst schrieb Drehbücher. Und dann war da eine Art Erzähler, der viel von Nick beleuchtete, aber auch von Ellie und den Beiden zusammen und einem schöne und echte Einblicke, poetische und wahre Worte und Dinge zum nachdenken und Weisheiten gab. Dann waren da noch sehr viele Zitate und Verweise auf Filme und die Tatsache, dass beide Protagonisten Filme liebten. Und auch die Geschichte von Ellie und Nick war selbst wie ein Film. Da waren ihr erstes Kennenlernen, die Nacht der Wahl des Us Präsidenten 2008, eine Party in einem Pub, ihre Cinema-Paradise Antwort auf seinen Job die einen magischen Moment erzeugte. Und auch alles weitere danach fühlte sich für Nick an, als wäre es ein Liebesfilm. Er war der strahlende Hauptdarsteller und Ellie das Mädchen seiner Träume. Ellie mit ihrem Sarkasmus und mit ihrer Leidenschaft dem Fotografieren und ihren selbst zusammengestellten Playlists mit einzigartigen Namen und passenden Songs. Ein toller Charakter, genauso wie Nick. Ihre Geschichte war kitschig und schön aber auch traurig und enttäuschend. Es gab Streits und es gab Versöhnung, Liebe und Hass, Wut und Lachen. Es gab bedeutende Gesten und Gleichgültigkeit, Pläne und dass es dann ganz anders kam. Ich habe jede einzelne ,,Szene“ bzw. Seite genossen und geliebt. Und das Ende war auch so schön und so passend. Es gab eine Moral der Geschichte, Erkenntnisse und Eingeständnisse am Ende. Es ging um Charakterentwicklung und darum erwachsen zu werden, Fehler zuzugeben und mutig zu sein, Vertrauen zu haben und die Wahrheit zu sehen. Und um die Liebe über die gesagt wurde: ,,Liebe ist veränderlich. Sie ist aufregend, und sie ist langweilig. Sie ist kopflos, und sie ist kopflastig. Sie ist glücklich, und sie ist traurig. Manchmal ist sie wie ein Film. Und meistens ist sie das nicht.“ Und doch war dieses Buch wie ein Liebesfilm und deswegen fand ich es absolut fantastisch.

