Sie ermittelt wie eine Journalistin
Die Idee des Buches ist toll. Die Tochter eines Botschafters will beim Staat Karriere machen und bekommt eine Stelle im Innenministerium. Kurz vor Stellenantritt verliert die Partei des Vaters die Wahlen und der neue Innenminister ist ausgerechnet einer seiner langjährigen Feinde. Anstatt sich in einem Büro zu profilieren, wird sie in einen abgelegenen Polizeiposten als Junior-Polizistin eingesetzt. Die Umsetzung hat mich enttäuscht. Die junge Frau ermittelt wie eine Journalistin und nicht wie eine Polizistin. Es wird etwas Liebesromantik eingebaut, ohne klar zu werden. Die Figuren werden sehr unterschiedlich beschrieben. Dass die Hauptfigur eine Tussi ist, erfährt man rasch, aber wie sie aussieht, weiss man bis am Schluss nicht. Irgendeinmal erfährt man, dass sie blond ist. Der Grundsatz „show, don’t tell“ scheint dem Autor nicht bekannt gewesen zu sein. Er erklärt vieles und beschreibt selten. Farben? Gerüche? Klänge? Fehlanzeige! Das erste Buch einer Serie hat bei mir keine Lust auf mehr geweckt.




