Entweder man liebt es oder es spricht einen nicht wirklich an.
Es ist unglaublich verschachtelt geschrieben, nicht wie ein normales Buch, eher wie ein Tagebuch - als würde man direkt Leahs Gedanken hören. Es ist schwermütig und bewegend, manchmal etwas verwirrend und dann wieder so, dass einem das Herz aufgeht. Der Schicksalsschlag den die Familie, bestehend aus Mutter und zwei Töchtern im Teenageralter, durch das plötzliche Verschwinden des Vaters Robert durchmachen musste wurde unglaublich realistisch dargestellt. Ich erkannte mich (mein Vergangenheits-Ich nach meinem Schicksalsschlag) in vielen Situationen selbst wieder, dieses wechselhafte von Gefühlen und Gedanken - von weitergehen wollen und nicht wollen, sowie die Vergangenheit nur schwer realisieren und verarbeiten können. Aber ich glaub all das, was ich als realistisch, unglaublich begabt vom Autor und völlig in eine andere Welt, einen anderen Kopf ziehenden empfinde, kann je nach Leser eine hinderliche Mauer bedeuten, die einem die Freude am Lesen dieses Buches nimmt. Auf jeden Fall braucht man so oder so ein paar Kapitel um ins Buch reinzukommen und ihm diese Chance zu geben, empfehle ich jedem, ob es dann zu einem passt, wird sich entscheiden. Das Ende war ein wundervoll gewählter Abschluss dieser Reise durch den Prozess eines Schicksalsschlag, für einige ein Happy End, für andere ein offenes Ende und wieder andere sind vielleicht traurig darüber. Für mich war es für Leah und die Kinder ein Happy End. Und es war toll, eine kleine Reise nach Paris durch die Seiten hindurch machen zu dürfen (das letzte Mal ist viel zu lange her).


