5 ⭐️; eine großartige Erzählung! Es macht so viel Spaß in die einzelnen Liebschaften von Herrn Hemingway einzutauchen. Jede Beziehung wird in ihrer Eigenheit gut beschrieben. Ein sehr lesenswertes Buch aus meiner Sicht!
Das Leben mit Hemingway aus der Sicht seiner Ehefrauen
„Als Hemingway mich liebte“ von Naomi Wood ist ein Roman, der mir gut gefallen hat. Innerhalb von kurzer Zeit hatte ich ihn durchgelesen. Es gibt viele Bücher über Hemingway und sein merkwürdiges Verhältnis zu Frauen. In diesem Roman kommt jede seiner vier Ehefrauen zu Wort. Hierbei war mir Ehefrau Nr. 1, nämlich Hadley am sympathischsten. Ihr habe ich am ehesten abgenommen, dass ihr die Trennung von ihm und das Wissen, dass nun eine andere Ehefrau sein Leben teilt, ihr weh getan hat. Und trotzdem pflegt sie weiterhin Kontakt, und das zu allen Ehefrauen… Naomi Wood schreibt in flüssiger Sprache. Der Roman ist in vier Teile gegliedert, für jede Ehefrau (Hadley, Fife, Martha und Mary) ein Abschnitt. Dabei wird in jedem Teil auch in Rückblenden darüber erzählt, wie es für die „Neue“ dazu gekommen ist, in die Ehe der noch mit Hemingway verheirateten Frau einzubrechen. Es gibt also immer zwei Sichtweisen, die der betrogenen Ehefrau und die der Nachfolgerin. Naomi Wood schreibt äußerst empathisch über die Gefühle der vier Frauen, die mit Hemingway verheiratet waren. Sie beschreibt aber auch, wie Hemingway immer mehr dem Alkohol verfällt und in Depressionen rutscht. Das Hauptaugenmerk liegt aber immer bei den Frauen. Alkohol konsumiert wird offensichtlich von allen im Roman vorkommenden Personen reichlich. Merkwürdige Kosenamen gibt Hemingway seinen Ehefrauen, insbesondere Mary… Ich würde mich niemals „Gürkchen“ nennen lassen. Ob es wirklich so war? Im Nachwort schreibt die Autorin, dass der Roman fiktiver Natur ist.. Sie gibt viele Quellen an, was mir besonders gefallen hat. Bei diesen Quellen können sich die Lesenden weiter informieren, obwohl im vorliegenden Roman bereits viel enthalten ist. Insgesamt ist der Roman gut recherchiert. Wer bereits andere Werke über Hemingway gelesen oder Filme gesehen hat, wird das bestätigen. Von mir bekommt dieser aus Frauenperspektive geschriebene Roman fünf Sterne und eine Leseempfehlung! Verlag: Nagel & Kimche Erscheinungsdatum: 25.03.2025 ISBN: 978-3-312-01407-1 384 Seiten (Printausgabe)
Hemingway und seine vier Ehefrauen sind das Thema des Romans "Als Hemingway mich liebte" von Naomi Wood. Die Autorin hat sich bei der Recherche unter anderem auf den Inhalt von Briefen gestützt, dennoch ist es keine Biographie, sondern ein Roman.Der Roman ist in vier Teile unterteilt, die jeweils eine der Ehen gewidmet sind. Es beginnt natürlich mit der Ehe zwischen Ernest und Hadley, wobei schon von Anfang des Romans an eine dritte Person mit involviert ist: Fife. Ernest und Hadley haben sich in Amerika kennen gelernt, leben aber zusammen in Paris. Ihr gemeinsamer Sohn erkrankt bei einem Urlaub und sie werden von ihren Freunden in Quarantäne geschickte - doch nicht nur die Kleinfamilie Hemingway geht in Quarantäne, sondern mit ihnen auch Hadleys beste Freundin und Ernests Affäre Fife. Der zweite Teil widmet sich dann der Ehe zwischen Fife und Ernest Hemingway, wobei natürlich auch die Exfrau Hadley immer wieder eine Rolle spielt und sich an frühere Zeiten zurück erinnert wird. Die Ehe zwischen den beiden ist hauptsächlich geprägt von Hemingways Schreiben und es war für mich interessant zu sehen, welche Parallelen und Unterschiede es zwischen der ersten und der zweiten Ehe des Schriftstellers zu sehen waren.Danach folgt die eher kurze Ehe mit Martha, einer jungen Reporterin, die für Ernest wohl offensichtlich zu ambitioniert war. Im Gegensatz zu seinen ersten beiden Frauen, legt die dritte Mrs. Hemingway einen beruflichen Eifer an den Tag und lässt sich auch nicht von ihrem Mann einschränken. Das hat mir gefallen.Die letzte Ehefrau war Mary, die mit Ernest am längsten verheiratet war. Zu dem Zeitpunkt hatte er aber schon so sehr mit Depressionen zu kämpfen, dass Mary oft nur noch die negativen Seiten ihres Ehemanns zu spüren bekommen hat. Das Buch ist unaufgeregt und ruhig verfasst und lässt sich daher gut lesen. Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, als Betrachterin mit bei den verschiedenen beschriebenen Szenen dabei zu sein. Daher ist es auch kein Wunder, dass ich natürlich eine der Frauen mehr mochte als die anderen: Hadley, die erste. Dennoch mochte ich den Roman natürlich als Ganzes."Er wirkte erst betreten, dann wurde er wütend, weil sie dieses Thema angeschnitten hatte. Ihr war klar gewesen, dass er so reagieren, dass er versuchen würde, ihr die Schuld in die Schuhe zu schieben - als wäre sie die Architektin dieser Affäre, indem sie sie zur Sprache brachte."- Seite 33fFazit und EmpfehlungEin gut geschriebener, kurzweiliger Roman rund um Ernest Hemingway und die vier Frauen in der Rolle der Mrs. Hemingway.

Dieses Buch erzählt fiktiv mit historischen Fakten gespickt über Ernest Hemingway und seine Frauen. Meinung: Ich mochte das Buch, vor allem, dass das Buch in vier Abschnitte, jeder einer anderen Ehefrau gewidmet ist und so eigentlich vier Bände in einem ist. Ich mochte am liebsten die Kapitel über Headly und Fife, da ich diese schon in anderen Büchern kennengelernt habe. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, dass die Frauen wirklich so gedacht haben. Dieses Gefühl, sich selbst treu zu bleiben, obwohl man so stark liebt. Gestört hat mich ein bisschen, dass der Erzählstil sich in den verschiedenen Abschnitten nicht verändert hat, obwohl sich die Persönlichkeiten stark verändert hatten. Schön hingegen fand ich, dass sich der jeweilige Zeitgeist gut gezeigt hat. Fazit: Im Großen und Ganzen ein nettes Buch, dass die Frauen hinter Ernest Hemingway gut wieder spiegelt.



