Ein grausamer Mord an neun Frauen - ein Killer, der sich Preacher nennt - Mitglieder des organisierten Verbrechens - ein knallharter (wenn auch alter) Sheriff. Der Handlungsort: Mexikanisches Grenzland.
Dieser 672 Seiten lange Neo-Western-Thriller hat alles, was ein Pageturner braucht!
Ein krasser zweiter Teil aus der Hackberry Holland Reihe.
Wer Bücher, wie NO COUNTRY FOR OLD MAN von Cormac McCarthy mag, wird James Lee Burkes Bücher lieben!
Regengötter ist ein atmosphärisch dichter Thriller mit vielschichtigen, lebendig gezeichneten Charakteren. Die Handlung ist komplex aufgebaut und ineinander verwoben. Man muss dabeibleiben – nicht nur, um Storyline folgen zu können, sondern auch, weil sich die Erzählung Zeit nimmt, ihre Spannung langsam, aber nachhaltig aufzubauen. Mir hat diese behutsame Entwicklung gefallen.
Burke hat eine lebendige und atmosphärische Erzählweise, Natur und Umgebung spielen für ihn eine große Rolle, sie sind mehr als bloße Kulisse. Die oft karge, trockene und staubige Landschaft des amerikanischen Südens wird greifbar beschrieben, man schmeckt den Staub auf der Zunge und spürt die flirrende Hitze.
Fazit
Regengötter ist kein Buch das man hastig nebenbei liest. Es ist ein Roman der sich nach und nach entwickelt und dem man Zeit schenken sollte. Für mich eindeutig lesenswert – und mit Sicherheit nicht das letzte Werk, das ich von James Lee Burke lesen werde.