15. Feb.
Rating:1

Sehr schlecht gealterte Gewaltfantasien, ohne tieferen Sinn oder Moral.

Als Teenager wollte ich immer dieses Buch lesen, wurde es doch so fleißig beworben in all den Zeitschriften, die ich gern gelesen habe. Vor kurzem erinnerte ich mich dann und dachte, jetzt oder nie! Rebuy wurde bemüht und gleich drei Bände bestellt. Was für ein Irrtum. Das ist literarischer Müll, der sich, schlecht gealtert, als stilistische Grossleistung verkaufen will. Sorry, aber nicht mit mir. Warum ich das auch noch bis zum Ende gelesen habe? Keine Ahnung, Trotz vielleicht. Jetzt gehts mir schlecht. Aber nicht die gute oder bereichernde Art von schlecht, die man nach dem Lesen fühlen will. Die Art von schlecht, die einen ins Denken oder Fühlen bringt. Nein, es geht mir mies und mir ist übel. Denn eigentlich wird hier permanent der Gewaltexzess gefeiert, aber ohne Moral, ohne irgendwas! Sinnhaftes! Dabei! Wir Menschen sind böse und alle stehen nur auf Sex oder Gewalt oder beides zusammen. Zumindest laut diesem Buch. Ich bin einfach nur froh, dass mein junges Ich dieses Buch nicht gelesen hat. Jetzt kann ich damit umgehen, reflektieren, mir meine Gedanken machen und abgekultete Autoren scheiße finden - früher hätte ich das vielleicht nicht gekonnt.

Ich hab die Unschuld kotzen sehen 1+2
Ich hab die Unschuld kotzen sehen 1+2by Dirk BernemannHeyne
4. Sept.
Sechs Fuß tief
Rating:4

Sechs Fuß tief

Geschickt ineinander verwobene Kurzgeschichten über menschliche Abgründe. Dirk Bernemann versteht es auf jeden Fall, LeserInnen mit wenigen Worten tief in eine düstere Welt zu entführen. Manchmal für meinen Geschmack etwas zu detailreich, wenn es um die Darstellung von Gewalt geht. Kurzweilig ist die kotzende Unschuld auf jeden Fall, auch wenn man sich an einigen Stellen fragt, was zur Hölle man da gerade liest.

Ich hab die Unschuld kotzen sehen 1+2
Ich hab die Unschuld kotzen sehen 1+2by Dirk BernemannHeyne
20. Jan.
Rating:2

Früher habe ich es geliebt, heute nicht mehr

Als Jugendliche habe ich diese Sammlung an Kurzgeschichten geliebt. Schonungslos, die Sprache der Straße. Themen die wenig schön in der Gesellschaft sind aufgezeigt. Heute finde ich es zuweilen vulgär und unpassend was den Umgang mit den Thematiken angeht.

Ich hab die Unschuld kotzen sehen 1+2
Ich hab die Unschuld kotzen sehen 1+2by Dirk BernemannHeyne