
Die Jagd - Slasher-Trash auf Speed: Viel Blut, wenig Logik
Dieses Buch ist wie ein verbotener Horrorfilm aus den 80ern, den man heimlich guckt: Schmutzig, extrem blutig und moralisch völlig daneben, aber man kann einfach nicht weggucken. Das Tempo ist mörderisch. Laymon fackelt nicht lange mit Vorgeplänkel rum, sondern wirft ein n direkt in die Panik. Die Atmosphäre ist durchgehend extrem angespannt – dieses fiese Gefühl, dass man beobachtet wird und nirgendwo wirklich sicher ist, zieht sich wie ein roter Faden durch die Story. Der Schreibstil ist... speziell. Laymon hat die Angewohnheit, Szenen sehr krass und oft auch ziemlich schmutzig zu beschreiben, was nicht jedermanns Sache ist. Manchmal wirken die Charaktere in ihrem Verhalten auch echt schräg – sie reagieren in Extremsituationen oft so gar nicht so, wie man es von einem normalen Menschen erwarten würde. Das wirkt dann ab und zu ein bisschen wie ein billiger Slasher-Movie aus den 80ern. Laymon setzt voll auf den "Ekel-Faktor". Es gibt Momente, da fragt man sich, ob das Ganze noch die Story voranbringt oder ob es nur drin ist, um einen maximal anzuwidern. Wer einen intelligenten Psycho-Thriller mit Raffinesse erwartet, wird hier enttäuscht – es ist eher die grobe Kelle. Fazit: „Die Jagd“ ist der perfekte Stoff für eine schlaflose Nacht, wenn man Bock auf Adrenalin pur hat und kein Problem mit einer ordentlichen Portion Härte hat. Es ist kein literarisches Meisterwerk, aber ein verdammt effektiver Schocker. Von mir eher 6 von 10 P. (abgeschlossen 13.05.2026)





















