Menschenkind zieht einen genauso tief rein wie die vorherigen Bände – vielleicht sogar noch mehr, weil die Charaktere immer komplexer werden. Diese Reihe lässt einen einfach nicht mehr los.
Es geht es einfach grandios weiter und dieser Band hat wieder diesen ganz eigenen Sog, aus dem man nicht mehr rauskommt. Im Mittelpunkt stehen diesmal Butch und Marissa. Butch, der Ex-Cop, der plötzlich mitten in der Welt der Vampire gelandet ist, ist für mich sowieso schon einer der spannendsten Charaktere. Und seine Dynamik mit Vishous… ehrlich, das ist die verrückteste Bromance überhaupt. Zwei völlig kaputte, harte Typen, die sich auf ihre eigene Art brauchen und genau das macht es so gut. Butchs Obsession mit Marissa ist intensiv. Sie ist für ihn nicht einfach nur eine Frau sie ist etwas Besonderes, fast schon unerreichbar, wie ein heiliger Gral. Und genau dieses Verlangen, diese Mischung aus Sehnsucht und Zweifel, macht ihre Geschichte so fesselnd. Man merkt die ganze Zeit: Da entwickelt sich etwas Großes. Nach allem, was Butch bei den Lessern durchgemacht hat, hat sich etwas in ihm verändert und genau das macht die Geschichte nochmal spannender. Man stellt automatisch Theorien auf, hinterfragt, was noch kommt und wie sich das alles entwickeln wird. Auch die Welt wird weiter ausgebaut: Neue Figuren wie Rehvenge oder Lash tauchen mehr in den Fokus, und man merkt, dass sich hier noch ganz andere Geschichten anbahnen. Was diesen Band wieder so stark macht, ist diese Mischung aus Härte und Gefühl. Blut, Gewalt, Dunkelheit und gleichzeitig so viel Emotion, Liebe und innere Kämpfe. Genau das ist es, was diese Reihe für mich so besonders macht.



















