
Im Wald zum Sterben ausgesetzt, von den gefürchtetsten Wesen der Fanatsy-Welt gefunden: Das ist die Ausgangslage von Şten, dem Hauptcharakter. Wahrlich alles andere als positiv. Zumal sein Land Wlachkis von einem seit über 200 Jahre andauernden Krieg zwischen Wlachaken und Masriden, zweier Menschenvölker, die kaum gegensätzlicher sein könnten, gebeutelt ist. Auf das Buch aufmerksam geworden bin ich durch den provozierenden Klappentext (im Bild zu sehen). Als großer Liebhaber der Fantasy musste ich dann folglich einfach zu dem Buch greifen, und: Es hat sich definitiv gelohnt. Wenngleich das Verhalten der Trolle oft befremdlich, barbarisch und brutal wirkt, zeigt es umso besser und realistischer, dass dieses Volk ein komplett anderes Leben geführt hat, wie beispielsweise die Zwerge von Markus Heitz, oder die Elfen von Bernhard Hennens. Das hat das Buch und die Hanföungen der Charaktere noch lebendiger und nachvollziehbarer gemacht. Einziger Kritikpunkt: Mit der zuweilen sehr derben Sprache konnte und kann ich mich einfach nicht anfreunden!

