Ein Krimi, bei dem Mensch und Roboter zusammenarbeiten🙌🏻
Und das ist aus meiner Sicht wirklich gelungen. Welt und Setting haben Wiedererkennungswert, die Handlung ist spannend und nicht zu weit hergeholt und alles passt hervorragend in die bisherigen Bücher Asimovs, die drei Gesetze der Robotik sind auch hier wieder ein Bestandteil der Handlung, ebenso wie die Beziehung der Menschen zu Robotern.
In einer fernen Zukunft leben alle auf der Erden befindlichen Menschen in Megacities (Stahlhöhlen), die hermetisch vom Rest des Planeten abgeschlossen sind. Die Ernährung basiert größtenteils auf modifizierten Hefen, die Energieversorgung und die Logistik ist hochkomplex. Ein Teil der Menschheit ist bereits vor Generationen in den Weltraum aufgebrochen. Einige dieser "Spacer" sind nun auf die Erde zurückgekommen, der hier befindlichen Menschheit technisch überlegen, auch weil sie äußerst leistungsfähige Roboter einsetzt. Den auf der Erde lebenden Menschen sind diese Roboter zu wieder.
Als nun einer der Spacer ermordet wird, wird der Polizist Elijah Baley beauftragt diesen Mord zu untersuchen. Er erhält einen Partner, den Robotor Daneel.
Auf sehr interessante Weise verknüpft Asimov hier Elemente des Detektivromans mit denen des Science-Fictions. Eine wichtige Frage der Geschichte ist wieder einmal die "Was macht den Menschen und sein Leben aus?". Der Roman gibt hier keine schnelle Antwort, aber dennoch einige Ideen. Die Handlung wirkt überzeugend und ist spannend
Ich musste mich zunächst daran gewöhnen hier eine durchgängige Geschichte zu lesen.
Die beiden Hauptfiguren empfand ich zum Großteil als sehr unsympathisch.
Die Story war häufig ziemlich zäh, gegen Ende zieht das Tempo aber an, auch wenn die Auflösung sehr schnell und teilweise weit hergeholt wirkt.
Eine Anmerkung zur Übersetzung: Ich habe die Kurzgeschichten vorher gelesen und fand die Bezeichnung „Robot“ wirklich gut, hier wurde jetzt „Roboter“ genutzt. Diese Inkonsistenz bei der Begriffsänderung finde ich ziemlich ärgerlich, was auch meinen Lesefluss immer wieder störte.
Ich empfand das Konzept eines Krimis im letzten Teil noch als sehr störend und war daher nicht so erfreut, als ich feststellen musste, dass die beiden Figuren Baley und Olivaw wieder im Mittelpunkt standen. Umso mehr war ich überrascht, als ich feststellen musste, dass es mir dieses Mal viel besser gefiel und das Whodunit-Element wirklich gut in der Geschichte untergebracht wurde.
Der Schreibstil war sehr flüssig und gut zu lesen. Die Übersetzung wirkte gegen Ende etwas holprig.
Das Ende gefiel mir persönlich nicht so gut, da ich ganz andere Mutmaßungen hatte, die mir auch immer noch besser gefallen hätten.
Dieses Buch vereint beide Bücher der Stahlhöhlen-Duologie in einem Band und ich gestehe, das ist gut so. Ich bin wirklich glücklich darüber, diesen Band im Bücher-Brocky entdeckt zu haben, denn es stellte sich heraus, dass diese Geschichten meine liebsten von Asimov sind.
Auch hier bedient sich der Autor wieder seinen drei berühmten Regeln, untersucht jedoch, wie weit man diese strecken und interpretieren kann. Asimov stellt sozusagen seine eigenen Ideen auf den Prüfstand. Nur schon dies ist eine enorm interessante Lektüre. Vor allem, da wir uns unterdessen wirklich der Frage nach der Künstlichen Intelligenz stellen müssen.
Dazu kommen zwei Kriminalfälle, die auf oben genannten Thesen basieren. Bei der ersten Geschichte habe ich noch mitgeraten (und richtig gelegen), bei der zweiten liess ich mich einfach treiben und liess die Handlung auf mich wirken.
Der zweite Band ist der in meinen Augen intensivere und dichtere. Der Kriminalfall tritt zugunsten Charakterentwicklung und Fragen zur modernen Technologie etwas in den Hintergrund; was dem Buch aber sehr gut tut.
Ein grandioses Stück Sci-Fi-Literatur, das so aktuell ist, als wäre es eben erst erschienen.
Das Buch hat schon einige Jährchen auf dem Buckel und das merkt man auch. Die damalige Position der Frau und der Umgang von Männer n damit, ist von der heutigen Sicht in einigen Sätzen nur schwer zu ertragen. Man lächelt dann darüber hinweg, denn die Geschichten, denn derer sind es zwei (die Stahlhöhlen+ die nackte Sonne, entwickeln sich positiv. Der Protagonist, ein typischer Detective(Polizist), hier fälschlicherweise als Detektiv (privatermittler) übersetzt, muss in beiden Büchern je einen Mord ermitteln. In beiden entspannt sich soziologische und psychologische Fragen um unsere und die Zukunft der menschlichen Gesellschaft.
Eine unfassbare und tolle Fortsetzung von den Stahlhöhlen. Wichtige Info. Vorab die Stahlhöhlen lesen! Ich bin sehr beeindruckt und das Duo Bayle und Olivaw ist einfach perfekt.
Wieder mal eine interessante Reise in die Zukunft mit Robotern
„Die Stahlhöhlen“ von Isaac Asimov ist erstmals 1954 erschienen. Es handelt sich hierbei um einen Science-Fiction/Detektivroman.
Elijah Baley soll einen Mordfall aufklären. Der berühmte Robotiker und Spacer Dr. Sarton wurde getötet. Ihm wird der humanoide Roboter Daneel Olivaw zur Seite gestellt. Das Verhältnis von Erdlingen zu Robotern und den Spacern ist angespannt, weswegen sich die Ermittlungen recht schwierig gestalten.
Isaac Asimov hat mich wieder einmal begeistert. Ich finde zwar nicht, dass das Buch ein absoluter Pageturner ist, aber mich fasziniert einfach, was für ein futuristisches Bild Isaac Asimov schon 1954 von der Zukunft hatte. Selbst jetzt 62 Jahre später wirkt es immer noch modern und futuristisch.
Der Schreibstil war gut zu lesen, aber es ist defintiv nichts für zwischendurch. Man muss durchaus ein wenig seine Gehirnzellen anstrengen, um alles zu verstehen. Dafür bietet dieser Kriminalfall aber auch interessante Theorien und Gedankenmodelle.
Ich hätte niemals erwartet, dass mir Asimov so gut gefällt, weil ich bisher nicht viel mit Science-Fiction am Hut hatte, aber ich kann wirklich nur sagen: Hut ab vor Isaac Asimov! Es ist wirklich klasse was für ein Werk dieser Autor geschaffen hat. Ich werde sicher noch mehr von Asimovs über 500 Werken lesen.
Fazit: Wer beim Lesen gerne auch mal seinen Gehirn anstrengt und Science-Fiction ausprobieren möchte, sollte unbedingt Asimov lesen.