28. Apr.
Rating:4

Grimdark Fantasy / Klassiker

Der junge Prinz von Ankrath musste miterleben, wie die Männer von Graf Renar seinen kleinen Bruder und Mutter brutal ermordeten. Schwer verletzt überlebte er in einem Dickicht aus Dornen… Von da an führt er seinen grausamen Rachefeldzug. Er ist skrupellos, tötet und schreckt selbst vor nichts mehr zurück. So wird er zum Antihelden der Geschichte. Es fiel mir schwer, eine Verbindung zu dem ungewöhnlichen Protagonisten und seinen Begleitern herzustellen. Viele Ereignisse schienen mir für einem 13-15 -jährigen Jungen zu unrealistisch. Zudem hatte ich Schwierigkeiten, mit der Mischung aus Mittelalter und künstliche Intelligenz/ radioaktiven Strahlen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Rezensionsexemplar

Prinz der Dunkelheit
Prinz der Dunkelheitby Mark LawrenceHeyne
21. Dez.
Rating:3

"Der Prinz der Dunkelheit" ist eines jener Bücher, das mich etwas ratlos zurücklässt. Ratlos deswegen, weil ich nicht klar definieren kann, ob es mir nun gefallen hat oder nicht. Der Titel weist sehr viele Dinge auf, die mir zusagen. An erster Stelle steht da tatsächlich die brutale und auch zynische Beschreibung der Gewalt. Was andere Leser abschreckt, lässt mich fasziniert weiterlesen. Es ist ein Buch voller Gewalt, lustvoller Gewalt, der Freude am Töten und Aufschlitzen. Das ist also schon einmal ganz meine Längenwelle. Auch die Welt, in die Mark Lawrence uns entführt, hat so einige Überraschungen aufzuweisen. Erst dachte ich, handle es sich um Mittelalterfantasy, aber dies stimmt nicht zu 100%. Das Setting ist mittelalterlich, doch damit hat es noch etwas mehr auf sich. Worum es sich dabei handelt, möchte ich aber nicht verraten. So fies bin ich dann doch ;) Dennoch könnte mich der Titel nicht vollends überzeugen. Etwas hat mir gefehlt. Mit etwas Abstand zum Lesen könnte ich vielleicht andeuten, dass es mit der Übersetzung zu tun haben könnte. Denn trotz der vielen sich überschlagenden Ereignisse kam ich nicht wirklich in die Geschichte rein, wie ich es von anderen Büchern gewohnt bin (z.B. "Game of Thrones"). Ähnliche Erfahrungen habe ich bereits gemacht und durfte vermehrt feststellen, dass das Original viel atmosphärischer und lebhafter war als die deutsche Übersetzung. Sollte ich die Reihe also weiter verfolgen, dann nur im Original. Obwohl mir das bei Andreas Brandhorst auch irgendwie seltsam vorkommt... Ob ich jedoch wirklich weiterlese, ist eine andere Frage. Aktuell bin ich mir noch nicht sicher. Mir sagte der brutale Hergang in "Prinz der Dunkelheit" sehr zu, befürchte aber, dass Lawrence seinen Helden sich zu einem Gutmenschen entwickeln lässt. Das Ende dieses Teils lässt dies zumindest anklingen. Und darauf habe ich keine Lust. Auch Eoin Colfer liess seinen Antihelden Artemis Fowl schlussendlich zu einem "richtigen" Helden werden. Für die jugendliche Zielgruppe mag das eine wichtige Entwicklung sein, ich war von den späteren Bänden masslos enttäuscht. Ich mag den Antihelden weil er genau das ist. Nun frage ich mich also, ob Mark Lawrence uns in den Folgebänden ebenfalls einen geschniegelten Prinzen vorsetzen wird. Da es sich bei dieser Reihe um eine an Erwachsene gerichtete handelt, sehe ich dafür eigentlich keinen Grund, aber damit bin ich wahrscheinlich Teil einer Minderheit. Die Lesezukunft dieser Reihe ist also noch ungewiss.

Prinz der Dunkelheit
Prinz der Dunkelheitby Mark LawrenceHeyne
20. Mai
Rating:5

Von der Coverillustration angezogen, hatte das Buch seinen Weg in mein Regal gefunden und dort stand es (leider viel zu lange) dekorativ herum. Die erste Seite hatte ich bereits mehrmals angelesen und es letztendlich doch wieder beiseitegelegt, weil ich den Schreibstil zu sprunghaft und abgehackt empfand. Nun habe ich dem Buch endlich eine richtige Chance gegeben und kann gar nicht mehr verstehen, warum ich es nicht direkt verschlungen habe. So richtig begeistert bin ich vom Schreibstil des Autors immer noch nicht. Aber ich sehe darüber hinweg, da es wunderbar mit dem ungewöhnlichen Protagonisten harmoniert. Das Setting ist düster und trostlos. Auch die Themen im Buch behandeln eher die Abgründe der menschlichen Psyche. Jorg ist ein kleines, soziopathisches Biest und seinen jungen Jahren im Kopf weit voraus. Er hat große Ambitionen und lässt sich durch Nichts und Niemanden davon abbringen. Ich mochte die Ich-Perspektive. Seine Sicht der Welt war fesselnd und so weit entfernt vom Denken der typischen gutherzigen Heldenfiguren, die sonst so oft den Protagonisten in High Fantasy Büchern verkörpern, dass er mich völlig in seinen Bann gezogen hat. Tatsächlich habe ich mich sogar ein bisschen in ihn verliebt.

Prinz der Dunkelheit
Prinz der Dunkelheitby Mark LawrenceHeyne
29. Feb.
Rating:2

I’ve just finished the last page and I’m still not so sure what the hell I’ve read. It’s not like the plot wasn’t interesting, it just didn’t feel very … meaningful? But maybe I got this feeling because I didn’t have it in me to build a relationship with Jorg. He was like a kid (which he actually was, damnit, he was 14 years old and his actions didn’t fit his age) with anger issues and a sword as his only answer to any kind of emotion. I did see how the author tried to give Jorg’s character a little more depth, but it didn’t work well, for me at least. At the end of the book I developed a little more warmth and understanding towards him, but that was way too late. Adding this character to a plot that felt aimless most of the time doesn’t make a very good book. And adding a world which seems to be part “real” world (with existing countries and philosophers) and part fictional world (with magic that’s just thrown in there without many explanations) without ever explaining this world or giving hints that would make an explanation unnecessary makes an even less good book.

Prinz der Dunkelheit
Prinz der Dunkelheitby Mark LawrenceHeyne