„Young Jane Young“ erzählt die Geschichten von fünf Frauen. Rachel, die kaum noch Kontakt zu ihrer Tochter Aviva hat. Aviva, die ihr altes Leben hinter sich lassen musste. Jane, die mit ihrer Tochter Ruby ein perfektes Team zu sein scheint. Und Embeth, deren regelmäßigster Gesprächspartner nicht ihr Ehemann, sondern ihr Papagei ist. Ein großer Skandal vor 15 Jahren brachte die fünf zusammen — und jetzt, auf schicksalhafte Weise, tut er das wieder. Gabrielle Zevins Bücher sind mittlerweile ein Safe Space für mich geworden. Deshalb war ich mir sicher, dass mir auch „Young Jane Young“ gefallen wird und ich wurde nicht enttäuscht. Das sich durchziehende Motiv des Romans ist Slutshaming und wie es die (politische) Karriere von Frauen zerstört, während beteiligte Männer die Auswirkungen kaum spüren. Ein eher schweres Thema, was der Roman jedoch durch seine quirligen Charaktere schnell auflockert. Die Protagonistinnen strugglen mit ihrer Abhängigkeit von Männern, mit Eifersucht und unglücklichem Verliebtsein. Was sich daraus ergibt, ist eine lustige Geschichte über weibliche Solidarität, die sie schließlich weiter bringt, als es die Gunst eines Mannes je könnte. Wer auf der Suche nach einem schmalen comfort Buch ist, der:die ist hier genau richtig. 🌴
3.7 Stars Young Jane Young is the story of a young woman who is at the heart of a scandal after having an affair with a married politician twice her age - and the story of how this affects the rest of her life and the lives of others around her. It’s an easy read, captivating, but I didn’t like it as much as Gabrielle Zevin‘s other novels. Had to give 4 stars though because it is well written.
Sehr guter Roman!
Dies ist der zweite Roman, den ich von Gabrielle Zevin gelesen habe. Ihr Schreibstil ist toll. Man wird automatisch mitgerissen. Man kann nichts dagegen tun. Es wird immer wieder überraschend anders und aus anderen Perspektiven erzählt. Besonders gut gefällt mir das Thema: das Machtgefälle einer Affäre in der Politik. Die alten weißen Männer gewinnen immer. Nicht überraschend, aber sehr realistisch. Der moralische Konflikt wird von verschiedenen Seiten diskutiert und regt zum Nachdenken an. Sind wir Feministinnen, wenn wir wir nichts sagen? Das offene Ende verstehe ich, ich hätte trotzdem gerne gewusst, ob sie es geschafft hat Bürgermeisterin zu werden.


