
Sehr solider Krimi, der neugierig auf die Fortführung macht.
Bestehend aus vier Personen, macht die Managementebene einer norwegischen Immobilienmakler-Firma bei einem Retreat auf der Insel Südkoster in Schweden nach einer Kanu-Tour einen grausamen Fund. Nahe des Stegs liegt die Leiche eines jungen Mannes mit einem Strick um den Hals, eingeschlagenem Kopf und gebrochenem Kiefer. Die Ermittlungen leitet die erfahrene Kommissarin Vega Varg, die den Toten seit seiner Kindheit kennt. Lange sucht die Polizei, zu der auch Vegas beide Söhne gehören, nach irgendwelchen Ansätzen um dem Täter auf die Spur zu kommen, vernimmt auch mehrfach die vier Norweger, leider vergeblich. In der Region sind Tötungsdelikte äußerst selten, unaufgeklärte Fälle sowieso. Der letzte Fall war vor Jahren ausgerechnet der Tod von Vegas Mann. Als eine der norwegischen Zeuginnen verschwindet, die Frau eines Politikers, und Vegas bester Freund von der norwegischen Polizei ebenfalls hinzugerufen wird, ist das Chaos in der sonst ruhigen Idylle perfekt. Neben dem angedeuteten Familiendrama bietet die Story zusätzlich diverse Beziehungsdramen und wilde Nebengeschichten, die man so nicht erwartet. Insbesondere die vier Zeugen bringen mit ihren jeweiligen Hintergründen ordentlich Feuer in die Story und lassen den Leser rätseln, grübeln und seine Meinung mehrfach ändern, um am Ende eben doch überrascht zu werden. Die Story, die wechselnd die Ereignisse zum Tod des Ehemannes der Protagonistin erzählt, sowie die Geschehnisse kurz vor dem Tod des aktuellen Opfers, und eben die aktuellen Ermittlungen, ist gut aufgebaut und toll geschrieben. Nach anfänglich etwas schleppenden Phasen, in der hauptsächlich der Charakter der Hauptprotagonisten vorgestellt wird, die jedoch ein etwas langweiliges Leben führt, was dann auch noch in langen Kapiteln erzählt wird😅, hat mir dieser Reihenauftakt insgesamt zugesagt und ich freue mich auf die Fortsetzung.











