Der Roman liest sich stellenweise wie ein deutscher Lokalkrimi - ich hatte mal ein anderes Buch von Grisham gelesen, was mich wesentlich mehr beeindruckt hat.
Der Autor war wohl sehr beschäftigt beim Schreiben und hat ständig vergessen, was er schon geschrieben hat - anders kann ich mir die vielen Wiederholungen nicht erklären.
Viele Nebenfiguren waren obsolet - allerdings wusste ich auch bis kurz vor Schluss nicht, dass das Buch eine Fortsetzung von „Das Original“ ist, das erklärt vielleicht Myla, Reigh und wie sie alle heißen.
Das Ende und die Auflösung haben mir gut gefallen, insgesamt war es auch mäßig spannend.
Mörderische Böen und ein tödliches Geheimnis im Gepäck.
Grisham beweist einmal mehr, dass er die Kunst des atmosphärischen Spannungsaufbaus beherrscht, ohne sofort in den Gerichtssaal stürmen zu müssen. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und angenehm unaufgeregt, was einen reizvollen Kontrast zur Naturgewalt des Hurrikans bildet, der über Camino Island hereinbricht. Man spürt beim Lesen förmlich die feuchte, schwere Luft und das herannahende Unheil, während das Setting der Buchhandlung Bay Books erneut als charmanter Ankerpunkt der Geschichte dient. Der Einstieg in diesen Mix aus Regionalkrimi und Wirtschaftsthriller gelingt mühelos, da die Ruhe vor dem Sturm meisterhaft eingefangen wird.
Die psychologische Dynamik konzentriert sich dieses Mal stärker auf den charismatischen Buchhändler Bruce Cable, der sich als erstaunlich hartnäckiger Ermittler entpuppt. Im Vergleich zum ersten Band rückt Mercer Mann etwas in den Hintergrund, was dem Fokus auf das dubiose Manuskript des verstorbenen Nelson Kerr jedoch keinen Abbruch tut. Besonders gelungen ist die Darstellung der Gegenspieler, die zwar wie glatte Business-Vollpfosten wirken, aber hinter ihrer Fassade eine erschreckende Skrupellosigkeit verbergen. Die Figurenzeichnung ist authentisch, auch wenn mancher Nebencharakter in der Fülle der Inselbewohner etwas blass bleibt, was jedoch durch die spannende Jagd nach der Wahrheit kompensiert wird.
Der Lesespaß ist besonders für jene hoch, die Grishams Ausflüge in die Welt der Bibliophilen schätzen und ein Faible für Whodunnit-Strukturen haben. Das emotionale Resümee ist befriedigend, da der Konflikt zwischen Profitgier und Gerechtigkeit konsequent zu Ende gedacht wird. Eine klare Empfehlung geht an alle Leser, die eine intelligente Urlaubslektüre suchen, die eine perfekte Balance zwischen gemütlicher Inselatmosphäre und einer ernsthaften Crime-Handlung hält. Auch wenn das Tempo nach dem Sturm kurzzeitig abfällt, bleibt die Neugier auf den Inhalt des namensgebenden Manuskripts bis zum Finale bestehen.
Wissenswertes
John Grisham verarbeitet mit dem Roman "Das Manuskript" (Originaltitel: Camino Winds) erneut Themen aus der realen Welt der Pharmaindustrie und des Gesundheitswesens, was der Geschichte eine gewohnt sozialkritische Note verleiht, die typisch für sein gesamtes Werk ist.
Puh. Ich liebe Grisham aber das liest sich wie eine Auftragsarbeit. Ein seltsam abgespultes Standard Buch das man zwar gut lesen kann aber es irgendwie puh, emotionslos und es fühlt sich in jeder Zeile so an als wäre der Autor selbst nicht ganz dabei. Trotzdem immer noch gut lesbar für zwischendurch aber absolut kein Highlight. Teil 1 "das Original" hat mir besser gefallen.
Mein letzter John Grisham Roman ist lange her (Das Urteil), mein erster noch viel länger (Die Firma) und ich bin damals nicht so wirklich mit dem Autor und seiner Art zu erzählen warm geworden.
Dann hab ich vor kurzem im Wühltisch „Das Manuskript“ entdeckt und dachte, vielleicht sind ja aller guten Dinge drei.
Dem ist nicht so.
Oder eher gesagt: Ich kann nach 3 Romanen für mich festhalten, dass dies mein letzter Roman von ihm war.
Zur Erklärung warum:
John Grisham gibt mir das Gefühl in seinen Bücher von außen auf die jeweilige Geschichte drauf zu schauen. Es ist ein detaillierter Blick der mir da gewährt wird und es gibt auch einiges interessantes zu entdecken…
Großes ABER- ich bin zu keinem Zeitpunkt in der Geschichte, Teil davon oder fiebere auch nur ansatzweise mit den Protagonisten mit wie bei anderen Autoren.
Die Story des Buches ist wirklich interessant. Aber ich es ist wirklich so, als sei ich ein Beobachter von weiter weg und am Ende ist alles sauber aufgelöst und erklärt- aber ohne das bei mir eine wirkliche Emotion entsteht.
Ich denke Fans genau eben jener Schreibart von Herr Grisham werden sehr viel Spaß mit dem Roman haben- ich leider nicht 😔
Zweiter Camino Island Krimi aus der bewährten Hand von John Grisham.
Wieder steht Bruce Cable, der Literatur-Zirkel Macher im Mittelpunkt als ein Schriftsteller mitten im Hurrikan ermordet wird.
Ich konnte den Krimi nicht aus der Hand legen.
Lesenswert!
Hat mir besser gefallen als der erste Teil der Reihe. Eine interessante Story die man nicht kommen sieht. Die Art und Weise wie Er schreibt ist genial.
Solider Thriller mit interessanter Grundidee rund um ein Manuskript und die Frage, ob die beschriebene Geschichte mehr Fakten enthält als zunächst angenommen. Grisham bleibt seinem Stil treu, doch die Handlung zieht sich stellenweise und wirkt etwas langatmig. Für Fans des Autors trotzdem lesenswert, denke ich.
Die Idee des Buches ist richtig interessant aber da hört es auch auf.
Die ganze Geschichte fühlt sich passiv an. Manche Kapitel bestehen aus Dialog der einfach aneinander gereiht wurde, andere fassen das vorherige Kapitel einfach noch einmal zusammen?
Der pov wird absolut random gewechselt, oftmals mitten im Kapitel, was schrecklich verwirrend ist.
Die Charaktere sind flach und langweilig und es gibt viel zu viele davon. Manche Handlungen finde ich zu weit hergeholt. Ein Beispiel: zum Ende des Buches erscheint ein Auftragskiller. Er führt einen Mord aus, schließlich ist er Profi. Danach fällt er vom Baum und bricht sich das Genick, überlebt aber. Okay.
Zweiter Auftragskiller findet ihnen und schießt ihm 2mal in den Kopf. Keine Sorge, auch das Überlebt er und sagt im Krankenhaus aus. So wird der zweite Auftragskiller geschnappt und das Buch bekommt sein Happy End.
Unglaubwürdig? Keine Sorge, in dem nächsten Kapitel wird das alles noch einmal beschrieben, nur eben als Dialog. Konnte man komplett überspringen. Aber nicht genug, denn zum Ende wird die ganze Sache zum dritten Mal erzählt! Für den Fall das ich die letzten 30 Seiten vergessen habe.
Was?
Das Buch liest sich wie ein Erstlingswerk das nicht lektoriert wurde
Für meinen Geschmack hätte das Buch etwas Anlaufschwierigkeiten, die Nebenschauplätze würden ausführlich behandelt. Aber mit zunehmendem Verlauf würde es spannend und am Ende war ich mit der Lektüre zufrieden!
Sehr unterhaltsam!
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Ein Jahrhundertsturm und ein Toter. Es sieht wie ein Unfall aus, doch es spricht immer mehr für einen Mord. Insgesamt nicht sonderlich raffiniert geschrieben, aber ich verliere mich trotzdem schnell in Grishams Büchern.
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Leider nimmt John Grisham der inhaltlich faszinierenden Handlung durch langwierige und meiner Meinung nach zu ausführliche, unwesentliche Beschreibungen die Spannung.
Durch langwierige Beschreibungen, die für mich bereits auf den ersten Seiten deutlich wurden, geht die Spannung für mich leider verloren.
Zweiter Teil zu Camino Island. Entsprechen gemütlich, trotz der teils dramatischen Entwicklungen. Grisham fährt auch hier im Vergleich zu anderen seiner Romanen mit etwas weniger Lawyer-jargon.
Die Grundidee des Buches hat mir sehr gefallen, doch die Umsetzung habe ich mir komplett anders vorgestellt.
Der Aufbau ist oft verwirrend und sprunghaft. Manchmal hab ich nichts mehr verstanden und brauchte ein paar Seiten um wieder in den Lesefluss zu kommen. Was mich auch öfter raus gebracht hat war, dass das Buch aus wirklich vielen unterschiedlichen Sichten erzählt wurde. Es war mir zu unübersichtlich.
Die Spannung war, mir persönlich, viel zu flach und tatsächlich kaum vorhanden.
Die Geschichte wirke dadurch auch oft zäh.
Ob’s was für zwischendurch ist weiß ich nicht so genau, ganz überzeugt hat es mich leider nicht. Das war mein erste Buch von diesem Autor, aber ich werde trotzdem weiteren Bücher eine Chance geben.
Uff, was war das denn. Ich hab mich selten so gelangweilt und gleichzeitig so sehr über die Charaktere geärgert wie in diesem Buch. Es war mein erster Grisham und wird wohl auch mein letzter bleiben.
Die Handlung war flach, drehte sich dauernd im Kreis, wurde allzu oft von Kapiteln unterbrochen, die mich einfach nicht interessierten. Bruce (von mir nur noch "Monsieur" genannt) ist ein richtiger Affenarsch... Meine Lieblingsfigur war Leo der Sturm, leider war er nicht lang mit von der Partie.
Mehr gibt's dazu von meiner Seite aus nicht zu sagen.
Das was die Geschichte ausmacht und auflockert, ist das Zusammenspiel und Zusammenhalten der Inselbewohner. Spannend bis zur letzten Seite. Durch kurze Kapitel ist das Buch auch kurzweilig und angenehm zu lesen. Wer Glück hat, findet die gebundene Ausgabe als Mängelexemplar, oder nimmt ein bisschen mehr Geld in die Hand, die Ausgabe ist nämlich einfach nur schön.
Nach wie vor eins meiner liebsten Bücher von Grisham.
So wie auch schon das Original, ist das Manuskript unfassbar spannend. Ich liebe die Vielschichtigkeit in diesem Buch, wenn es sich auch an 1-2 Stellen etwas zieht und das Ende anfangs etwas unübersichtlich scheint. Trotzdem fühlt es sich an wie nach Hause kommen. Ich liebe das Setting um die Buchhandlung, um Bruce, Noelle und die anderen Autoren und finde es wirklich schön, dass auch immer wieder etwas auf die Ereignisse vom ersten Band eingegangen / aufgebaut wird. Klare Leseempfehlung.