22. Jan.

Ein Krimi der leicht und ungezwungen überzeugt!

Vorweg möchte ich erwähnen, dass man nicht zwingend Band 1 gelesen haben muss um sich in diesem Band zurecht zu finden. Ich würde es aber empfehlen damit man den menschlichen Beziehungen der Hauptprotagonisten folgen kann. Dieses Mal muß Rabbi Silberbaum herausfinden was mit Galina Gurewitz aus der russisch-jüdischen Gemeinde passiert ist. Denn die Weltklasseschwimmerin ist verschwunden und der Rabbiner steht vor einer Mauer des Schweigens.  Wird ihr Ehemann, ein unsympathischer Geschäftsmann, erpresst? Weiß ihre Mutter mehr als sie zugibt? Welche brisante Geschichte wird er wohl am Ende zu Tage führen?  Sein mittlerweile guter Freund Kommisar Berking von der Frankfurter Polizei unterstützt ihn so gut es ihm möglich ist. Doch ohne eine offizielle Vermisstenanzeige sind auch ihm die Hände gebunden. Als wäre das nicht alles nervenzehrend genug hat Henry Silberbaum auch noch den normalen Wahnsinn mit der jüdischen Gemeinde zu bewältigen - und seine Mutter hat natürlich auch ihre Meinung zu all den Dingen die rund um sie und ihren Sohn geschehen. Ich kann nur so viel sagen, Michel Bergmann hat so einige Überraschungen für uns in den Roman eingebaut. …und ich freue mich auf Band 3

Der Rabbi und der Kommissar: Du sollst nicht begehren
Der Rabbi und der Kommissar: Du sollst nicht begehrenby Michel BergmannHeyne
25. Nov.
Rating:4

Es ist der zweite Fall von Rabbi Henry Silberbaum und Kommissar Berking. Eine junge Frau verschwindet und niemand scheint nach ihr zu suchen oder sie zu vermissen. Während dem Kommissar die Hände gebunden sind, weil niemand eine Vermisstenanzeige stellt, nimmt der Rabbi die Suche auf. Henry Silberbaum wirbelt bei seiner Suche und den vielen Nachfragen einigen Schmutz und Staub auf, der sich doch so schön auf rechtswidrige und unmoralische Vorgänge gelegt hatte. Es ist ein typischer Regionalkrimi, angesiedelt in Frankfurt und in der jüdischen Gemeinde. Es ist kein spannungsgeladener und fesselnder Krimi, sondern eher eine gute Geschichte, die unterhält und dabei auch ein oder zwei Verbrechen aufklärt. Man lernt vieles aus der jüdischen Kultur und Sprache (es gibt ein Glossar am Ende, welches sehr hilfreich ist) kennen. Schnelle und witzige Dialoge, die unterhalten und für ausreichend Tempo sorgen. Der Schreibstil ist sehr gut und schön flüssig, man gleitet ganz entspannt durch die Geschichte. Ab und an baut der Autor noch eine Wendung ein, um dem Lesenden noch etwas Spannung zu liefern. Ich habe relativ schnell das Ende erahnt, aber bis zum Finale wurde ich trotzdem gut unterhalten, da das Kopfkino bei dieser Geschichte sehr gut funktioniert hat. (Werbung|Rezensionsexemplar}

Der Rabbi und der Kommissar: Du sollst nicht begehren
Der Rabbi und der Kommissar: Du sollst nicht begehrenby Michel BergmannHeyne