Ein bisschen 🥱
Der zweite Roman von Sophie Dornbach erzählt die Geschichte der zweitältesten Tochter der Familie von Althenau. Bernadette von Althenau tritt ihren Dienst als Hofdame an und soll sich ausgerechnet um die verwöhnte Cousine des Kaisers kümmern. Gleichzeitig lassen ihr die verstörenden Zeichen im Garten des Elternhauses keine Ruhe. Hängen diese womöglich noch immer mit ihrer überstürzten Flucht aus München zusammen? Weiß vielleicht doch jemand mehr und versucht nun, sie zu erpressen? Auch Karl Ludwig von Trauttmannsberg wird von Seiner Majestät zur Bewachung der störrischen Erzherzogin Maria Karolina berufen. Nach einem Kampf schwer am Arm verwundet, hadert er allerdings mit dieser Aufgabe, da er nach seiner Verletzung eigentlich auf eine andere berufliche Laufbahn gehofft hatte und keinesfalls die Aufsicht über ein verwöhntes Mädchen übernehmen möchte. Doch einem kaiserlichen Auftrag kann man sich nur schwer widersetzen. Zudem geht ihm die junge Dame nicht mehr aus dem Kopf, mit der er sich bei einem Familienausflug kurz unterhalten hat. Bei der Betreuung der aufmüpfigen Erzherzogin müssen Karl Ludwig und Bernadette zusammenarbeiten, wobei ihre gegenseitige Zuneigung langsam wächst. Allerdings macht ihnen die launische Erzherzogin das Leben alles andere als leicht. Bis etwa zur Hälfte passiert leider recht wenig. Der Fokus liegt stark auf Etikette und Benimmregeln, was sich stellenweise etwas mühsam gezogen hat. Danach wird die Handlung allerdings deutlich interessanter. Positiv aufgefallen sind mir die Dialoge im Wiener Dialekt, die mir im ersten Teil noch gefehlt haben. Die Liebesgeschichte kommt für meinen Geschmack jedoch etwas zu kurz. Insgesamt hat mir der erste Band besser gefallen – ich bin aber gespannt, was der dritte Teil noch bringen wird.













