Träume, Liebe, Machtkämpfe – mit „Glücklich sind die Mutigen“ findet die Fernseh-Schwestern-Trilogie von Beate Sauer ihren Abschluss. 20 Jahre sind seit den Ereignissen im zweiten Band vergangen. In der Welt und auch in der Medienbranche hat sich einiges geändert: Die Mauer fällt und es kommt zur Wiedervereinigung Deutschlands, das Privatfernsehen ist auf dem Vormarsch und die große Schwester Eva bekommt zu spüren, dass üppige Filmkostüme in Hollywood nicht mehr ganz so gefragt sind. Nur eines ist gleich geblieben: Männer dominieren immer noch die Medienwelt. Im dritten Teil werden nun die Geschichten von Eva, die sich als Kostümbildnerin in Hollywood einen Namen gemacht hat, sowie ihren Zwillingsschwestern Franka, einer leidenschaftlichen Journalistin, und Lilly, die als Fernsehansagerin berühmt geworden ist, weitererzählt. Und wir lüften noch so manches Familiengeheimnis. Im Mittelpunkt der Handlung steht aber Joan, Frankas Tochter, die als Schauspielerin Fuß fassen möchte. Sie hatte bereits einige Theaterengagements, doch dann winkt die Hauptrolle in einer TV-Serie. Der Regisseur ist allerdings für seine Grausamkeiten jungen Schauspielerinnen gegenüber bekannt. Wird Joan trotzdem ihren Weg gehen? Ein wirklich gelungener Abschluss der Trilogie, spannend, unterhaltsam und interessant.
Ein intensiver und kraftvoller Abschluss!
**** Worum geht es? **** Auch im dritten und abschließenden Band der Fernsehschwestern-Saga wird es mit der Familie Vordemfelde nicht langweilig. Es geht drunter und drüber, doch mit Zusammenhalt kann man einfach alles schaffen. **** Mein Eindruck **** Bereits der Titel des Abschlussbandes ist wunderschön gewählt – voller Hoffnung und Zuversicht. Genauso hat sich das Lesen durchweg angefühlt. Diese Reihe besitzt eine ganz eigene Magie, die ihre Charaktere prägt, und es gelingt ihr, sie bis zum Ende hin interessant und abwechslungsreich darzustellen, ohne stilistisch oder inhaltlich Abstriche zu machen. Die Erzählung ist rund und wirkte auf mich stets durchdacht. Von Anfang an spürte ich einen roten Faden, der hier nun zu Ende geführt wurde. Sauer hat einen kurzweiligen, flüssigen und der Zeit angemessenen Schreibstil, der gleichzeitig dem Frauenpower-Aspekt ihrer Figuren gerecht wird. Man darf sich fallen lassen und das Geschehen entwickeln lassen. Es wurde mir niemals langweilig. Im Gegenteil: Durch die Wechsel in den Perspektiven des Erzählers hatte ich das Gefühl, in diesem Buch alte Freunde, Bekannte und auch die Menschen, die man einfach dulden muss, wiederzutreffen. **** Empfehlung? **** Ein Buch voller Leben und eine historische Reihe, die mit inspirierenden Handlungssträngen und Figuren aufwartet. Absolut empfehlenswert.

