Lesen!!! Atmosphärisch dicht und dunkel wie die Wälder und Fluchten des Bayerischen Waldes
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Atmosphärisch dicht und dunkel wie die Wälder und Fluchten des Bayerischen Waldes, in dem "Talberg - 1935", erschienen im #heyneverlag, spielt, präsentiert sich die Spannungs-Trilogie von #maxkorn. Wobei der geneigte Leser nicht nur die Örtlichkeiten vor seinem inneren Auge aufsteigen sieht. Nein, die geneigte Leserin spürt den Odem jener Zeit, fühlt, wie das spartanische Leben der Wäldler jeden Einzelnen prägt. Was sicher nicht zuletzt an der dem Spielort angepassten Ausdrucksweise des Autors liegt. Durchaus möglich, dass da auch Lokalkolorit aus dem Ort mitschwingt, in dem Max Korn seine Kindheit verbracht hat. Demnach sind Teil 2 "1977" und Teil 3 "2022" ein Muss. Cliffhanger gibt es jedenfalls genügend.
Achja, Spannungs-Trilogie als Genre trifft es auf den Punkt. Denn in meinen Augen ist es eine Mischung aus Krimi, Thriller und Familien-Saga. Jedes Genre für sich allein würde dem Werk nicht gerecht.
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Talberg 1935 ist ein fesselnder und atmosphärisch dichter Roman, der den Leser von der ersten Seite an in die klaustrophobische Enge eines abgelegenen Bergdorfes hineinzieht – und mitten hinein in die Spannungen der frühen NS-Zeit. Dem Autor gelingt es beeindruckend, die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen jener Jahre nicht als trockenen Hintergrund darzustellen, sondern als ständig präsente Bedrohung, die das Leben der Bewohner unaufhaltsam verändert.
Besonders überzeugend ist die Art, wie der Autor individuelle Schicksale mit dem historischen Kontext verwebt. Die Figuren sind glaubwürdig gezeichnet, voller innerer Konflikte, Zweifel und menschlicher Schwächen. Durch die präzise Sprache und die eindringlichen Beschreibungen entsteht ein Leseerlebnis, das gleichermaßen berührt wie erschüttert.
Die Handlung entwickelt sich ruhig, aber stetig, und entfaltet eine Spannung, die weniger aus spektakulären Ereignissen entsteht, sondern aus moralischen Entscheidungen und inneren Kämpfen. Gerade diese subtile Art der Dramatik macht den Roman so wirkungsvoll.
Bin sehr gespannt auf Teil 2&3 :)
Das Buch hat sehr gut begonnen.
Man wird sofort in die düstere Welt des bayerischen Waldes im Jahre 1935 katapultiert.
Der erste Teil, das "Buch Elisabeth" (aus Sicht des Eheweibs des ersten Opfer) war interessant, spannend und in seiner Sprache authentisch.
Im zweiten zweite Teil, das "Buch Johannes" (aus Sicht des Bruders des ersten Opfer) wurde es etwas zerfahren. Da wollte der Autor eine mystische Ebene einbringen, die ihm meines Erachtens etwas missglückt ist.
Auch die Ermittlungen liefern sehr zähflüssig und unübersichtlich. Anscheinend ist MK das auch bewusst geworden, denn zum Ende wurde es hektisch.
Ich habe die ganze Zeit gerätselt, wer der/die Mörder ist/sind, deshalb hat mich die Lösung überrascht.
Gut fand ich, wie der aufkommende Nationalsozialismus und die verschiedenen Einstellungen der Protagonisten dazu thematisiert wurde.
Alles in allem eine gute Lektüre für die dunkle Jahreszeit.
Ich bin gespannt, wie Band 2 & 3 mit diesem hier verknüpft werden.
Heimat-Thriller
Auf über 1100 Seiten in drei Büchern zeichnet Max Korn das Panorama eines Dorfes mit vorwiegend verschrobenen und irgendwie traumatisierten Einwohnern. Auch die Ermittler kämpfen mit ihren Dämonen. Ob die geschilderte Düsterkeit des niederbayerischen Landstrichs die Krimis so zäh werden lässt, oder der träge Schreibstil bleibt unklar.
Solange es noch kurzweiligere und interessantere Krimis gibt, kann man diesen hier ohne Verlust im Regal stehen lassen.
Ein Lehrer stürzt von einem Aussichtsturm, den er mit seinen Schülern gebaut hat, während im Dorf die Nazis dominanter werden.
Mehr im Klappentext.
Ich kann die ganzen Lobpreisungen wirklich nicht verstehen.
Mir hat das Buch leider nicht sonderlich gefallen. Ich fand die ganzen Beziehungsgeflechte sehr chaotisch dargestellt, der Stil war teilweise nicht meins und vor allem die Handlung nichts sagend und langweilig (geschrieben).
Schade, ich hab mir wirklich mehr erhofft.😕
📚 Inhalt
Ein kleines Dorf im bayrischen Wald, 1935: Der Waldbauer beherrscht seine Familie und das ganze Dorf, jeder tut, was er sagt. Als sein ältester Sohn tot am Fusse des Aussichtsturms gefunden wird, gibt es nur eine Frage: Mord oder Unfall? Wilhelm war als strenger Lehrer und Erbe des elterlichen Hofs im Dorf bekannt. Sein Bruder, verletzt aus dem Krieg zurück gekehrt, ist nicht einverstanden mit der Erbreihenfolge. Wilhelms Frau, die Tochter der Hexe, hat nach Jahren der Ehe immer noch keine Kinder geboren und wird ohnehin argwöhnisch von den Dorfbewohnenden betrachtet.
Der junge Major Leinen soll den Fall um Wilhelms Tod lösen. Sein Onkel ist Bäcker und Ortsvorsteher von Talberg.
📖 Meinung
Max Korn hatte die spannende Idee, eine Trilogie zu schreiben, bei der ein Dorf die Hauptrolle einnimmt. Über Talberg lastet eine düstere Stimmung, die mich aus irgendeinen Grund an Hinterkaifeck erinnerte. Immer wieder musste ich an den Mord dort denken, dabei gab es keinen Zusammenhang zwischen den unterschiedlichen Themen.
Aufmerksam gemacht wurde ich auf die Reihe von whatpadiloves und meist haben mich ihre Eindrücke und Meinungen nicht enttäuscht.
Mir gefiel die Stimmung in dem kleinen bayrischen Dorf sehr gut, es wirkt düster und geheimnisvoll. Dadurch dass jeder jeden kennt, gibt es eine Dynamik der vordergründigen Freundlichkeit und der Hintergründigen Geheimnisse und Verschwiegenheit. Das wirkt für mich als Landei sehr echt und ich vermute, dass dies auch andere Menschen die auf dem Dorf aufgewachsen sind, bestätigen können.
Diese verzwickten Familienverhältnisse und Bekanntschaften im Dorf machen die Ermittlungen für den jungen Polizisten Leinen nicht gerade einfach. Insbesondere auch deswegen, da er auch irgendwie mit dem Menschen im Ort verwandt ist.
Für mich war der Krimi vom Fall her durchschnittlich. Die Spannung war okay, die Ermittlungen und die Auflösungen ebenfalls. Drei Sterne gibt es für die tolle Stimmung, die durch das ganze Buch aufrecht gehalten werden kann. Die Stimmung hat mir sehr gefallen und ohne sie hätte ich das Buch schlechter bewertet. Kann man Lesen, muss man aber nicht.
In 2 1/2 Tagen habe ich fas Buch ausgelesen. Es ist sehr gut geschrieben, so wie es früher leider war. Die Zweifwl des Majors am Systwm haben mir sehr gut gefallen. Es hat mich so begeistert, dass ich die beiden anderen Teile auch kaufen werde.
400 Seiten voller Spannung!
Bis zum Schluss war ich mir nicht sicher wie alles zusammenhängt und sich fügen wird. Ein wirklich sehr gutes Buch was man einfach nicht aus der Hand legen kann. Für mich das beste Buch was ich dieses Jahr gelesen habe. Mir gefällt besonders gut der Schreibstil und dass die Erzählperspektive sich nicht nur auf zwei Charaktere beschränkt. Ich bin sehr gespannt auf Teil 2
Als ein in Niederbayern aufgewachsenes Kind mochte ich die Geschichte sehr.
Ich las gern von der Elisabeth, dem Karl und vielen anderen. Und bis zum Schluß hatte ich keine Idee wer es hätte sein können.
Freu mich schon auf das Jahr 1977.
Es nahm erst langsam an Fahrt auf und war zum Schluss etwas schneller. Der bildhafte Schreibstil hat mich gut in dieses düstere Talberg reinversetzt, auch die Wortwahl passt gut in diese Zeit und hat es insgesamt ziemlich rund gemacht.
Absolut spannend, teilweise ergreifend und richtig gut und ab und an sehr beklemmend geschrieben.
Extrem atmosphärisch dargestellte Geschichte in einem Bergdorf, die mit Geheimnissen und Intrigen und Boshaftigkeit gespickt ist, und die Charakter sind auch total gut dargestellt. Fand es richtig gut und werde mir auch die beiden anderen Teile gönnen. Hoffe sie können Band 1 das Wasser reichen .
Ein kleiner Ort im Bayrischen Wald, am Fusse eines Berges - das ist der Schauplatz dieser Geschichte. Wir schreiben das Jahr 1935, die Nürnberger Rassegesetze sind verabschiedet. Die Familien sind geprägt durch die Verluste des ersten Weltkriegs. Fast jede Familie hat einen Sohn zu beklagen. Bitterkeit wohnt in den Herzen.
Die Dorfgemeinschaft ist einfach, rückständig und provinziell, die wohlhabenden Familien im Dorf regeln die Dinge.
Und in diesem Ort Talberg fährt der Autor mit der Lupe über toxische Beziehungen, dunkle Familiengeheimnisse und eine brutale Mordserie.
Teilweise hat ich beim Lesen so "Via Mala"- Gefühle, was wahrscheinlich an der düsteren Stimmung und der Brutalität einiger Männer lag.
Dieses Buch und ich hatten ein paar Anfangsprobleme. Ich konnte mich nicht so recht in den SingSang des Autors einfinden. Das hat den Beginn für mich ein bißchen langatmig gestaltet.
Aber ab der der Mitte des Buches lief es dann. Und somit bekam ich dann doch noch den Thriller, den ich mir gewünscht habe.
Das Ende fand ich gut gestaltet und diesmal habe ich mal nicht alles kommen sehen, was für die Qualität des Plots steht.
•Buchrezi• 😨
Zum Inhalt: Talberg, Südbayern. Düster, unheimlich, mystisch und kalt. Denn in Talberg gibt es einen kurzen Sommer und einen sehr sehr langen Winter. Als der Dorflehrer tot am Fuße seines selbstgebauten Aussichtsturm aufgefunden wird, wird schnell klar, er ist nicht selbst gesprungen. Somit entscheidet sein Vater die Polizei einzuschalten. Der junge Polizist Karl fängt schon kurze Zeit später mit den Ermittlungen an. Und das gestaltet sich schwieriger, als gedacht. Denn jeder der Bewohner*innen wirkt verdächtig. Die junge Witwe Elisabeth, die erstaunlich wenig trauert und Karls Blut direkt in Wallung bringt, der Hofknecht von Elisabeths Vater und die ganze Familie vom Verstorbenen wirkt auch nicht gerade vertrauenserweckend. Allen voran der Vater, der alles andere als freundlich ist und das Dorf fest in seinem Griff hat… und dann passieren weitere furchtbare Dinge…
Mein Fazit: Selten habe ich so ein atmosphärisches Buch gelesen. Mega! Gerade der Anfang, wo die Leiche gefunden wird und das Dorf und dessen Bewohner*innen beschrieben werden, krass. Man fragt sich, ob die Gemeinde schon im Jahre 1935 angekommen ist, alles ist so bildlich und fabelhaft beschrieben, dass ich mir das ganze Dorf so gut vorstellen konnte. Alles ist so konservativ, fast ein bisschen mittelalterlich. Auch die Bewohner*innen selber sind wahnsinnig authentisch, dass der Mordfall tatsächlich ein bisschen nebensächlich wird. Viele Fragen schwebten mir während des Lesens durch den Kopf, die alle beantwortet werden. Mir hat auch gefallen, dass das dritte Reich hier gut integriert wird und man merkt, dass die Propaganda selbst im kleinsten Dorf angekommen ist. Erschreckend!! Erschreckend war für mich auch das Ende… von mir gibt es ⭐️⭐️⭐️⭐️ von fünf ⭐️nen. Für mich definitiv kein leichtes Buch, was man mal eben so weg liest. Es lohnt sich übrigens auch in das Hörbuch zu hören, Michael Schwarzmeier ist als Sprecher genial! Wie authentisch er den bayrischen Dialekt und die einzelnen Personen wiedergibt. Toll!
Die Zeit und der Ort indem die Geschichte spielt ist mega interessant aber war auch anstrengend zu lesen. Konnte mich auf jeden Fall unterhalten aber hat mich nicht umgehauen
Die Atmosphäre in Talberg ist schön bedrohlich. Man erwartet das jeden Moment noch viel mehr passiert. Der Ort ist regelrecht vergiftet...
Mir persönlich gefiel dabei vor allem, wie die Menschen mit einander verknüpft sind. Da der Ort recht klein ist, kennt jeder jeden , es gibt viel Getuschel und Gerade über alle die aus der Norm fallen. Klar im ersten Moment wirkt das etwas klischeehaft. Aber ich finde das es Max Korn es schafft, das ganze trotzdem interessant zu erzählen. Dabei fand ich es gar nicht unbedingt entscheidend, wer am Ende Willhelm getötet hat. Sondern eher, welche Geheimnisse auf dem Weg zur Wahrheit zu Tage treten. Das hat mir persönlich richtig gut gefallen und irgendwie fühlte man sich schon auch als jemand, der im Dorfklatsch wühlt und alles zu Tage fördert, was wohlgehütet wurde. Und das macht für mich die Stärke aus. Ich war mitten drin in der Geschichte.
Sehr gelungen fand ich dabei auch den zeitlichen Kontext, ich finde das es sehr glaubwürdig beschrieben wurde, das auch hier die Veränderungen durch die Nationalsozialisten keinen halt machten. Aber das gleichzeitig auch die alten Dorfstrukturen wichtig bleiben. Ein Machtkampf zwischen politischer Führung und reicher Familie, die schon immer das Sagen hatte. Das war für mich sehr gelungen dargestellt.
Es gibt hier keine Spannung die man kaum ertragen kann, aber wenn man sich für die Finsteren Seelen Talbergs interessiert, dann sollte man unbedingt zugreifen. Ich persönlich kann es kaum erwarten Band 2 anzuschließen.
Gelungener Auftakt zur Bayrischen Thriller/Krimi Trilogie
Talberg 1935 spielt wie der Name schon sagt im erfundenen Dorf Talberg in und um das Jahr 1935
Für mein Empfinden ein absolutes Must Read für alle Thriller und Krimi Fans. Ich persönlich konnte mich schon auf Grund meiner Wurzeln sehr gut in die Geschichte hineinversetzen. Der ganze Dorfflair und die Passagen die in Mundart geschrieben sind tragen perfekt zu der doch recht düsteren Stimmung bei.
Der Klappentext sprach mich sofort an. Das düstere Setting eines bayrischen Dorfes mit seinen schrulligen Bewohnern erinnert an den Kriminalfall Hinterkaifeck.
Doch das war es auch schon.
Der Autor verliert sich in detailversessenen Beschreibungen von Landschaften, Gebäuden, Bauarten, Kleidung und Gegenständen der damaligen Zeit. Diese recht langweiligen Überbeschreibungen hätte es nicht gebraucht für alle, die in der Schule Geschichte hatten. Sicherlich war damit die Verdeutlichung der damaligen Zeit beabsichtigt, es wirkte aber so langatmig, dass ich mich zwingen musste, weiter zu lesen.
Die Charaktere scheinen allesamt gestört, lüstern, aggressiv oder mystisch angehaucht zu sein. Die Dorfgemeinschaft wirkt depressiv. Keine der Figuren wollte mir ans Herz wachsen. Und der Kriminalfall, um den es ja hauptsächlich gehen sollte, ist langweiliger als jeder schlechte Tatort. Die Ermittlungen des Polizeimajors werden durch die ständig übertrieben langgezogenen Detailbeschreibungen aus dem Kontext gerissen, dass man den Faden verliert.
Erst auf den letzten 100 Seiten wurde es spannend. Da hat es sich gelohnt, dass ich trotz allem weiter gelesen habe bis zum Schluss.
Der 2. und 3. Teil werden wohl nicht bei mir einziehen...
empfehlenswert.
Max Korn ist das Pseudonym eines deutschen Schriftsteller der ein Teil seiner Jugend in Talberg im Bayerischen Wald gelebt hat.
Ich fand es ganz gut
Hab zwar bisschen gebraucht in die Geschichte zu kommen. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig also für mich gewesen aber ein toller Roman/Krimi. Das Ende hätte ich so erwartet. Freue mich schon auf Talberg 1977
„Talberg 1935" von Max Korn faszinierte mich auf Anhieb. Ich wollte es unbedingt lesen doch dann fiel meine Wahl auf das Hörbuch und das war eine verdammt gute Entscheidung.
Allerdings muss ich gestehen dass der Einstieg ins Buch etwas schwierig war. Man wird quasi in eine längst vergangene Zeit geworfen und somit musste ich mich erst zurecht finden.
Das gelang mir auch ziemlich schnell aber mir fehlte ein wenig Spannung.
Keine Frage das Ganze war super interessant und faszinierte mich auch aber etwas Spannung wäre auch toll gewesen.
Nach ca. 40% platzte dann der Knoten und es wurde zusehends spannender!
Was mich absolut faszinierte war die beklemmende und düstere Atmosphäre im Buch.
Auch das Seeting war absolut großartig. Ich konnte mir Talberg bildhaft vorstellen.
Michael Schwarzmaier als Sprecher war eine großartige Wahl. Ich kannte ihn zwar noch nicht doch er schaffte es mühelos mich in den Bann zu ziehen.
Der Schreib und Erzählstil von Max Korn ist einnehmend, fesselnd und sehr bildhaft.
Was sich hier für Abgründe auftun war unfassbar. Ich war teilweise entsetzt und sprachlos.
Geheimnisse, Aberglaube und falsche Moralvorstellungen sorgten für ein Auf und Ab der Emotionen.
Ich hatte zudem absolut keine Ahnung wie das Ganze ausgehen würde.
Meine ganzen Vermutungen erwiesen sich als falsch. Worauf es hinauslaufen wird und wer dahinter steckt konnte ich kaum erahnen. Als sich schließlich alles zusammen fügt war ich überrascht und entsetzt gleichermaßen.
Gerade zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse und ich hielt den Atem an.
Das war unfassbar gut!
Fazit:
Mit „Talberg 1935" gelingt Max Korn ein vielschichtiger, spannender und beklemmender Auftakt der Talberg Trilogie. Ein kleines verschlafenes Dorf das einem in die Abgründe der menschlichen Seele führt.
Ein düsterer Ort, dann kommt einer ums Leben. In einer für mich bedrückende Zeit. Anspruchsvoll und am Anfang noch zögerlich und zäh.
Der Anfang für mich war ein bisschen zäh und da lief es mit dem "in die Hand nehmen", ein bisschen schwer. Aber nach dem Anfang, fand ich den Rest gut. Atmosphärisch in einer düsteren Epoche, zusammen mit der sehr authentischen Sprache des Autors.
Was mir auch positiv gefallen hat, ist der Überblick am Anfang des Buches mit den Familienkonstellationen. Ein Spannungsroman, dass ich empfehlen kann.
Dieser Ort verbirgt so viele Geheimnisse wie man es erwartet. Von Beginn an vermittelt das Buch eine überaus düstere und mystische Stimmung. Umso mehr man die Dorfbewohner kennenlernt, umso mehr erfährt man auch über deren Hintergründe und Verstrickungen untereinander. Dabei ist die Zeit, in der das Buch spielt, wirklich äußerst authentisch beschrieben.
Leider hat mich das Buch trotzdem nicht komplett abgeholt. Die ersten 100 Seiten waren recht zäh zu lesen. Danach hat sich die Handlung zwar beschleunigt und es sind immer mehr Erkenntnisse hinzugekommen, jedoch war es mir persönlich nicht möglich diese so zu kombinieren, dass ich das Gefühl gehabt hätte zu verstehen was ich hier lese. Sicherlich will ich nicht direkt selbst alles herausfinden, aber ein solches Maß an Verwirrung war mir leider zu viel... Die letzten 50-100 Seiten konnte ich dann so langsam Zusammenhänge verstehen, weshalb dieser Teil wohl der spannendste des Buches war.
Ich wünschte mir hätte das Buch besser gefallen, vielleicht bin ich aber auch nur mit zu hohen Erwartungen an das Ganze herangegangen. Ob ich die Folgeteile der Trilogie lesen werde, weiß ich aktuell noch nicht🤷♀️
Nicht schlecht, wurde zwar zum Ende hin bisschen ein hin und her und schnell erzählt auf einmal aber trotzdem top.
Ich würde ich sogar sagen 100 Seiten mehr hätte dem Buch zum Ende hin nicht geschadet
"Ein Mann, der totgeglaubt war, ist zurückgekehrt. Und einer, der gestern noch lebte, liegt mit zerschmettertem Schädel auf dem Berg."
Bei Talberg 1935 handelt es sich um den ersten Band einer Trilogie.
Alle Teile spielen zwar im selben Dorf, doch zu unterschiedlichen Zeiten.
Hier werden Lesende in das Jahr 1935 mitgenommen.
Bereits von Anfang an herrscht in dem Buch eine düster Grundstimmung.
Ein Gefühl der Beklemmung begegnet hier einem immer wieder.
Besonders schön fand ich wie der Autor auch sprachlich auf die Zeit einging, ohne, dass es sich je lächerlich anhörte.
Der angepasste Gebrauch der Sprache versetzte mich nur noch mehr in das Jahr 1935 & fesselte mich.
Das Eingrenzen eines Täters fiel mir von Anfang an schwer und bis zum Ende erwiesen sich alle persönlichen Ermittlungen meinerseits immer wieder als falsch.
Denn während der Ermittlung des Kommissars öffnen sich in diesem Buch buchstäblich Abgründe. Geheimnisse welche jahrelang gut versteckt wurden kamen ans Licht und machten mich sprachlos.
Vor Allem als die Geschichte sich dem Höhepunkt und Ende zuneigte überschlagen sich die Ereignisse nahezu und jagen einen durch die Seiten.
Genauso vielschichtig wie die Story aufgebaut ist, sind auch alle darin vorkommenden Charaktere.
Auch das imaginäre Dorf selbst, konnte man sich stets bildlich vorstellen.
Ich hätte nicht geglaubt, dass mich dieses Buch so gefangen nimmt und begeistern wird!
Wodurch es ein Anwärter auf das Highlight des Monats ist.
Wer atmosphärisch düstere Lektüre mag & gerne mit denkt, sollte diesem Werk definitiv eine Chance geben.
Ich freue mich nun sehr auf die Folgebände welche im Jahr 1977 (Band 2) & 2022 (Band 3) spielen werden.
|Rezensionsexemplar erhalten durch @bloggerportal / @heyne.verlag
Was für ein düsterer Reihenauftakt. Die ersten hundert Seiten hatte ich Probleme in die Geschichte reinzukommen, doch dann konnte ich das Buch nicht mehr weglegen.
Was für ein Buch, was für eine Geschichte, was für eine Atmosphäre!
Ich hab das Buch an einem Tag durchgelesen und allein das spricht ja schon für Talberg 1935. Aber trotzdem muss erwähnt werden, dass nicht nur der Schreibstil perfekt war, sondern auch die Darstellung der Ortschaft an sich.
Irgendwo im bayrischen Wald, im Landkreis Passau liegt das imaginäre Talberg und wer selbst in einem kleinen Ort aufgewachsen ist der weiß, wie es ist, wenn jeder jeden kennt und jeder über den Nachbarn was zu erzählen hat. Wenn die Vorhänge aufgezogen werden, sobald sich draußen etwas bewegt und wie in Wirtschaften geredet und Miteinander umgegangen wird - und das wurde perfekt ins Jahr 1935 umgesetzt.
Die Morde an sich sind mysteriös, die Bewohner allesamt verdächtig und auch wenn ich mit zwei Vermutungen von Anfang an richtig lag, blieb die Spannung bis zum Ende erhalten.
Für mich ein Highlight und ich freu schon jetzt auf die Fortsetzung!
Mh.
Mir fiel eine Einschätzung anfangs schwer. 5 Sterne waren es auf alle Fälle nicht, und ich dachte mir, 4, ja dann sind das 4 Sterne, aber auch hier wollte der Funke nicht wirklich überspringen.
Also gibts von mir solide 3 Sterne.
Der Anfang war für mich zwar spannend und düster, aber im selben Zug auch irgendwie langatmig und langweilig. (Ergibt das Sinn?)
Eigentlich hätte die düstere Stimmung alleine schon 5 Sterne bringen müssen, auch für den Heimataspekt, das hat Herr Korn schon drauf.
Zum Ende hin war mir leider noch einiges zu lose und ich gehe davon aus das dies im zweiten Teil nicht mehr unbedingt behandelt wird (geht man das von aus das dieser rund 40 Jahre später spielt).
Die Figuren mochte ich, und die waren auch toll ausgearbeitet. Aber alles in allem hat mir der Funken das gewisse Etwas gefehlt.
Düster, beklemmend und zutiefst abgründig.
Es mutet an, als würde in den Wäldern der Wahnsinn lauern, zudem wird man in längst vergangene Zeiten entführt.
Genau das hat mich an dem Auftakt der Talberg Trilogie von Max Korn so fasziniert.
Der Einstieg gestaltete sich etwas beschwerlich. Da sich der Autor zunehmend in den Details der Personen verlor.
Was nicht unbedingt schlecht ist, den Spannungsbogen jedoch etwas bremst.
Dennoch war ich sofort fasziniert und direkt bei der Sache.
Denn allein die Charaktere werden schon sehr vielschichtig dargeboten, so das man die Augen einfach nicht abwenden kann.
Johannes, Karl und Elisabeth nehmen dabei den meisten Raum ein.
Man empfindet Mitgefühl, Wut und grenzenlosen Schmerz. Besonders wenn man Elisabeths Hintergrund bedenkt.
Denn dieser ist definitiv nicht ohne.
Aber noch mehr schaffen es die Charaktere, sich immer wieder neu zu erfinden.
Weshalb man eigentlich nie weiß, woran man bei Ihnen ist.
Das hat mir schnell den Wind aus den Segeln genommen und ich war immer wieder aufs neue schockiert und sprachlos zugleich.
Sie sind sehr authentisch und absolut greifbar. Wodurch ich bis zu einem gewissen Grade auch ihre Handlungen und Gedankengänge nachvollziehen konnte.
Darüber hinaus erfährt man hier auch unterschiedliche Perspektiven, wodurch der Spannungsbogen immer wieder angehoben wird.
Nach einem doch recht interessanten und nervenaufreibenden Einstieg, wird es erstmal sehr viel ruhiger, weil sich der Autor sehr ausführlich mit den Ermittlungen befasst.
Sein Schreibstil empfand ich dabei als sehr einnehmend und fesselnd.
Die Atmosphäre ist dabei unglaublich düster und schwer. Was sich auch merklich auf die Handlung überträgt.
Einerseits zog es sich etwas, aber andererseits wurden immer wieder Wendungen eingewoben, die dem Ganzen eine völlig neue Richtung gaben.
Besonders Johannes‘ Hintergrund hat mich merklich bewegt und erschüttert.
Wer kann es ihm verdenken, dass es auch im Innern etwas mit ihm macht?
All der Schmerz, die Einsamkeit und Wut braucht ein Ventil.
Aber nicht nur Johannes macht sich verdächtig.
Die Leichen werden mehr, aber die Verdächtigen auch.
Irgendwann wusste ich gar nicht mehr, wo oben oder unten ist.
Ich wusste nur, hier regiert der Wahnsinn, der die Zügel vollends an sich reißen möchte.
Aber auch Talberg hat Geheimnisse und eine verschworene Gemeinde, die nichts nach außen dringen lässt.
Doch wer ist der wahre Täter?
Bis zum Schluss hatte ich überhaupt keine Ahnung.
Aber es geht hier auch nicht zwingend darum.
Es geht um Vergangenheit und Gegenwart.
Um totgeschwiegene Geheimnisse, die alles verändern und mitten in den Abgrund reißen könnten.
Um Themen, die schwer wiegen, aber nicht gesehen werden möchten.
Max Korn zeigt sehr gut auf, wie die Seele immer mehr zersplittert, bis fast nichts mehr übrig bleibt.
Abzüglich kleinerer Längen hat der Autor hier einen interessanten und vielschichtigen Auftakt geschaffen, in dem nichts ist, wie es scheint und der definitiv Lust auf mehr macht.
Fazit:
Max Korn hat mit Talberg 1935 einen sehr interessanten und vielschichtigen Auftakt der Talberg Trilogie geschaffen, der in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele führt.
Ein Ort, der nichts nach außen dringen lässt.
Geheimnisse, die dringend gewahrt werden müssen.
Wahnsinn, der über allem herrscht und damit fast taub in den Gliedern macht.
Trotz kleinerer Längen ,konnte mich dieser Thriller mit seiner Finsternis und seinen Geheimnissen begeistern und mitreißen.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Talberg 1935 ist der Auftakt einer Trilogie des Autos Max Korn (Pseudonym).
Der Roman, welcher in den Anfängen des NS-Zeit spielt, wird aus verschiedenen Perspektiven der Einwohner des Dorfes Talberg, sowie des Majors erzählt, welcher in das düstere Dorf gerufen wurde, um einen Tod aufzuklären. Womit er nicht gerechnet hat, ist jedoch, dass sich noch weitere mysteriöse Morde ergeben werden und die Dorfbevölkerung, bis auf die Ehefrau des ersten Toden Elisabeth sehr unkooperativ den Major gegenüber stehen. So beginnt eine spannende Suche nach der verantwortlichen Person.
Ich finde den Roman sehr leicht verständlich geschrieben. Es erzeugte dadurch einen schnellen Lesefluss, deren Geschichte man auch, trotz der verschiedenen Perspektive, folgen konnte. Wenn man genau auf bestimmte Hinweise achtet, errät man auch schon ein bisschen früher, als der Major, wer hier Übeltäter ist und was in dem Dorf ablief, bevor die Morde geschahen. Diese sind nämlich nur die Spitze vieler Ereignisse. Besonders positiv finde ich, dass der Autor auch auf das innere Befinden der ProtagonistInnen eingeht. So erfährt man viel, aus welchen Gründen ein Charakter sich entwickelt hat, wie er nun dargestellt ist. Vor allen die Traumata des ersten Weltkrieges sowie die autoritäre Erziehung der damaligen Zeit spielen da rein. Nicht so gut fand ich die Verwendung einer Bezeichnung für eine Bevölkerungsgruppe, die damals zwar üblich, aber nicht hätte ausgeschrieben in dem Buch vorkommen müssen. Auch wenn der Autor sich dazu kritisch in seinem Schlusswort dazu äußert hätte man hier einen anderen Weg finden können.
Im Großen kann ich also diesen Krimi-Roman an alle Empfehlen, die Thriller und Krimis mögen. Die nächsten Teile (1977 und 2022) werde ich mir definitiv auch noch durchlesen.
Talberg 1935 ist ein Roman der anderen Art. Der Nationalsozialismus wird zwangsweise angerissen, bekommt aber keine große Plattform. Es geht hauptsächlich um das Dorf Talberg und seine Bewohner. Wer rasante, emotionale, mitreißende Kriminalromane liebt, wird hier sicherlich enttäuscht werden.
Ja, die Handlung nimmt im Verlauf an Geschwindigkeit zu, dennoch wird alles sehr gemächlich aufgebaut. Dieser Roman besticht durch seine Erzählweise, die eher emotionslos denn emotionsgeladen daherkommt, dafür aber umso atmosphärischer ist. Die Seilschaften innerhalb der Familien des Dorfes werden sehr authentisch dargestellt, damit einhergehend auch der ganze Klatsch und Tratsch und natürlich auch Befindlichkeiten.
Zum einen dürfen wir mit dem eigenszur Aufklärung des Lehrertods geschickten Polizeibeamten miträtseln und ermitteln. Was natürlich nach den damaligen Maßstäben viel mit eigenen Eindrücken und Befragungen zu tun hat. Gleichzeitig lernen wir auch seine Gefühlswelt kennen. Aber wir erfahren auch viel aus Sicht Elisabeths und anderen, sodass man als Leser gefühlt einen Gesamteindruck hat und dennoch Fragen offen bleiben. Elisabeth scheint der Dreh- und Angelpunkt zu sein, bleibt dabei aber immer recht geheimnisvoll.
Für mein Empfinden hätten dem Buch ein paar Seiten weniger oder aber etwas mehr Spannung gut getan.
𝕂𝕝𝕒𝕡𝕡𝕖𝕟𝕥𝕖𝕩𝕥
Ein Mann,der totgeglaubt war, ist zurückgekehrt.
Und einer, der gestern noch lebte, liegt mit zerschmettertem Schädel auf dem Berg.
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𝚁𝚎𝚣𝚎𝚗𝚜𝚒𝚘𝚗
So unentschlossen wie bei diesem Buch war ich schon lange nicht mehr. Der Grund ?
Ich habe etwa 100 Seiten gebraucht um mit der Geschichte warm zu werden, was dem ausschweifenden Erzählstil und den Beschreibungen geschuldet war. Nach einiger Zeit habe ich mich aber daran gewöhnt und konnte in das Dorf eintauchen.
Am Klappentext findet man eine Liste der Familien und nennenswerten Personen, die auch vorkommen. Dies fand ich sehr hilfreich und war eine tolle Idee des Autors.
Die Charaktere werden ausführlich mitsamt ihren Geschichten und Geheimnissen beschrieben. Ich persönlich mag Bücher, in denen es um Familiengeheimnisse oder dergleichen geht, sehr gerne und war daher sehr gespannt auf den ersten Teil der Reihe.
In der Mitte hat es sich leider gezogen aber das letzte Drittel war wieder gut gelungen. Ich habe lange gehadert ob ich 3,5 oder 4 Sterne vergeben soll, aber dieses Buch und generell diese Atmosphäre ist einfach einzigartig. Klare Leseempfehlung für diejenigen, die düstere Dorfgeheimnisse und Familiengeschichten mögen. Deshalb 4/5⭐️