31. Jan.
Rating:5

Es ist nie zu spät für das Glück

Ursula Ehrenfried (über fünfzig) ist die Ehefrau von Dr.Titus Ehrenfried der eine Kanzlei für verzwickte Erbschaftsangelegenheiten betreibt. Deshalb würde Ursula ihr Erbe sofort ablehnen falls sie jemals erben sollte denn es gibt nur Ärger damit. Aber als sie plötzlich von ihrer Tante Henriette ein Haus erbt merkt Ursula dass das nicht ganz so einfach ist. Also steht sie bald vor einem Bahnhofskiosk, der eher einer Bretterbude gleicht und einer Villa. Ursula wird mit Fragen konfrontiert die ihr bisheriges Leben verändern. Der Schreibstil ist sehr leicht, bildhaft und zügig zu lesen. Die Protagonisten sind äußerst sympathisch dargestellt und die Spannung erhöht sich während des lesens. Fazit: Dieser Roman mit seinen 34 Kapiteln wird unterteilt in drei Teile. Die Story wird aus Sicht von Ursula erzählt die mir sogleich sehr sympathisch war .Ich verstand die Gefühle von Ursula bestens da die Autorin es versteht sie sehr gut zu beschreiben. Die Story ist eher ruhig mitunter etwas wehmütig geschrieben. Sie handelt von außergewöhnlichen Begegnungen und es ist auch eine Zeitreise zurück für Ursula. Dieser Roman hat meiner Meinung nach etwas feines an sich mit einem Hauch von Humor der das lesen sehr leicht macht und dem ich mich kaum entziehen konnte. Die Geschichte ist kurzweilig und unterhaltsam geschrieben und außerdem hat das Buch für mich das gewisse Extra. Die Autorin legte viel Gefühl und Wärme in diese Geschichte so dass es ein Wohlfühlroman ist den ich so schnell nicht vergessen werde - einfach nur schön. Dieses Buch ist zu einem meiner Lesehighlights geworden und vergebe daher gerne fünf Sterne.

Und jedem Anfang wohnt ein Zaudern inne
Und jedem Anfang wohnt ein Zaudern inneby Elli VossHeyne
18. Juli
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Uschi arbeitet in der Kanzlei ihres Mannes am Empfang. GLÜCKLICH ERBEN befasst sich mit Erbschaftsangelegenheiten und so weiß sie aus erster Hand, dass solche meist nur zu Stress, Streitigkeiten und zerrütteten Familien führen. Als ihr ein Notar verkündet, ihre Tante Hetti habe ihr etwas vermacht, will sie das Erbe daher sofort ausschlagen. Doch ehe sie sich versieht, steht sie vor einer Bretterbude im Örtchen Klein Ziff und fragt sich, welche Überraschungen ihre Zukunft wohl noch für sie bereit hält. . Die Erbschaft und die Einwohner Klein Ziffs bringen Uschis Gedankenkarussell zum Rotieren. Ihre Arbeit in der Kanzlei erfüllt sie längst nicht mehr, ihre Ehe hat sich ebenfalls verändert und das nicht zum Positiven. Außerdem stellt sich natürlich die Frage, was Tante Hetti überhaupt bezweckt hat, schließlich es ist schon Jahre her, dass die beiden Kontakt hatten. So erhält Uschi die Gelegenheit sich darüber klar zu werden, was sie wirklich will, sich selbst zu finden und eventuell einen Neuanfang zu wagen. . Uschi rennt gerne vor unangenehmen Situationen und Gesprächen davon und verhält sich ab und zu ein wenig bockig. Das hat mich doch etwas irritiert und manchmal auch genervt - immerhin ist sie eine gestandene Frau von 51 Jahren. Die Geschichte ist komplett aus ihrer Sicht geschrieben, daher kann ich ihre Gedanken- und Gefühlswelt aber durchaus nachvollziehen und verstehe auch, warum sie reagiert wie sie es eben tut. . Die Charaktere sind allesamt herzliche Originale: Karl, Linde, Elsbeth, Hannelore und all die anderen, die man im Verlauf kennenlernt. Es ist ein tolles und harmonisches Miteinander. Und typisch Kleinstadt sind alle untereinander bekannt und füreinander da. Da kommt es zu allerlei neckischen Szenen, bei denen man auch mal die Augen verdrehen kann. . Manche Problematiken oder Fragestellungen (vor allem die Erbschaft und deren Folgen betreffend) haben sich für meine Begriffe teilweise irgendwie zu leicht geklärt oder wurden gar nicht mehr angesprochen. . Insgesamt hat mich „Und jedem Anfang wohnt ein Zaudern inne“ gut unterhalten. Ich mochte vor allem das Setting, die Charaktere und den lockeren und humorvollen Schreibstil.

Und jedem Anfang wohnt ein Zaudern inne
Und jedem Anfang wohnt ein Zaudern inneby Elli VossHeyne