Wer diesen Weg beschreitet, wird in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele geführt ...
Ein Serienkiller mit einem zarten Gesicht der nur 2 Wünsche hat. Erstens er möchte nur mit der Psychologin Sonkyong sprechen und Zweitens sie muss zu den Gesprächen einen saftigen roten Apfel mitbringen. Sonkyong ist in ihrem Beruf schon alles gewohnt. "Denkt sie zumindest". Jedoch wird sie sehr schnell merken dass noch tiefere Abgründe gibt die man sich so nie vorstellen könnte. Es gibt Abgründe die möchte man niemals beschreiten, geschweige erleben.
Dieses Buch ladet ein zum miträtseln. Und lässt einen mit einem Schock zurück. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe schon viele Thriller gelesen aber dies ist eines der Bücher die mich echt schockiert zurück gelassen haben. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen. Das Buch ist sehr Spannend. Manchmal etwas in die Länge gezogen aber ich empfehle es auf jedenfall bis zum Schluss zu lesen um den kompletten Kontext der Story zu verstehen.
Das Buch war für mich eher interessant als wirklich spannend.
Hier treffen zwei Geschichten aufeinander. Eine davon hätte deutlich mehr Tiefe vertragen können. Es wirkt, als wollte die Autorin genau dahin, mehr ins Psychologische gehen, aber irgendwie hat mir da noch etwas gefehlt.
Ich liebe es, wenn ein Serienmörder im Verhör scharf kontert und selbst die Fragen stellt. Genau dieses psychologische Pingpong macht für mich den Reiz aus. Leider wurde dieser Teil gegen Ende ziemlich zäh und hat für mich an Spannung verloren. ☹️
Manchmal fragt man sich wirklich, ob Klappentexte zum selben Buch gehören wie der Inhalt.
Man verspricht uns einen Thriller, bekommt aber ein primitives, sterbenslangweiliges Geschichtchen.
Die Protagonistin soll Kriminalpsychologin sein, doch von echter Expertise fehlt jede Spur. Statt fundierter Einblicke gibt es nur vage Andeutungen und ein pseudointellektuelles Geplänkel mit einem Serienkiller, bei dem absolut nichts Gescheites herumkommt. Ein reiner Zeitvertreib ohne Substanz.
Die Story rund um das Stiefkind ist total ausgelutscht. Hat man in besseren Thrillern der letzten Jahrzehnte schon spannender gelesen. Null Überraschungseffekt.
Der Schreibstil wirkt wie der verzweifelte Versuch eines Schülers, durch unnötiges Geschwurbel und ausschweifende Belanglosigkeiten eine vorgegebene Seitenzahl zu erreichen.
Weder intelligent noch spannend. Wer auf der Suche nach einem Thriller mit Niveau ist, sollte um diesen „roten Apfel“ einen weiten Bogen machen – er ist innen hohl und völlig geschmacklos.
Man taucht in das Seelenleben der Protagonisten ein.
Wer einen blutlastigen Thriller bevorzugt ist hier falsch. Hier steigt man in die Psyche der Protagonisten ein, auf eine eher ruhigere erzählerische Art.
Das Ende ist super. 🥛
Solide und spannend, obwohl man ahnt, wohin die Reise geht.
Ein solider Thriller, rund um die Frage: Werden Mörder (bzw. Serientäter) geboren oder durch ihr Umfeld geformt?
Die Geschichte hat mich auf alle Fälle gut unterhalten!
Das Buch ist so ganz anders, als man erwartet. Es ist kein "Das Schweigen der Lämmer", sondern ein dramatischer Thriller.
Es geht nur nebenbei um das Interview mit dem Serienkiller, sondern vielmehr um die Tochter von Songyongs Ehemann. Plötzlich muss sie sich um das Kind kümmern. Andere Länder, andere Sitten. Hier wird sich kein Urlaub genommen und das Kind selbst erzogen, sondern es wird alles auf die Ehefrau geschoben.
Das Ende ist krass. Damit habe ich nicht gerechnet. Das hat es definitiv aufgewertet.
Eine interessante Reise in die koreanische Welt einer Kriminalpsychologin.
Ich lese nicht oft Thriller, aber die Geschichte hatte mich sehr interessiert. Man wird auch sofort in die Handlung geworfen. Wenn man nicht oft oder gar keine Thriller liest ist das Thema sicherlich nicht einfach zu verdauen. Die Story ist bis zum Schluss spannend.
Was ich anmerken möchte ist die Sprache: ich habe die deutsche Übersetzung gelesen. Es ist teilweise sehr anstrengend, weil der Satzbau und die Art zu erklären im Deutschen so keine Anwendung findet. Im Koreanischen macht die Geschichte und der Aufbau daher sicherlich mehr Sinn und lässt sich besser lesen. Aber so ist es ja meistens mit Übersetzungen.
In Seoul hat ein perfider Serienmörder die Stadt seit Monaten in Atem gehalten. Jetzt endlich ist Lee Byongdo gefasst. Der Mörder mit dem zarten Kindergesicht wird in einer Psychiatrie verwahrt.
Und er schweigt. Er möchte lediglich mit einer Person reden und sich ihr anvertrauen: mit der jungen Psychologin Sonkyong.
Und stellt die Bedingung, bei jedem Treffen von ihr einen saftigen, roten Apfel zu bekommen. Sonkyong weiss nicht, warum er ausgerechnet sie ausgewählt hat, aber dennoch stimmt sie den treffen mit Lee Byongdo zu.
Ohne zu ahnen, dass sie damit Türen öffnet, die sie lieber verschlossen gelassen hätte. Und weit in die Psyche eines Menschen eindringt, der nach aussen hin ruhig und gelassen wirkt, ihr aber die tiefsten Abgründe seiner Seele offenbart.
Das Buch hat mich nicht nur aufgrund des Covers angesprochen, sondern auch aufgrund des Klappentextes. Und aufgrund der Tatsache, dass es in Seoul spielt.
Der Schreibstil der Autorin erscheint anfangs etwas holprig, gerade für diejenigen, die der koreanischen Kultur nicht zugewandt sind. Dadurch fallen die Namenslesungen etwas schwer.
Die Geschichte selbst baut sich langsam auf und handelt nicht nur von den Gesprächen zwischen Lee Byongdo und der jungen Psychologin Sonkyong, sondern auch von deren Privatleben.
Yun Hayong, die Tochter ihres Lebensgefährten lebt nach dem Tod ihrer Großeltern bei ihrem Vater und Sonkyong. Das Privatleben erweist sich nicht immer als einfach, was sich tatsächlich auch ein wenig auf das Berufsleben der Psychologin auswirkt.
Besonders gut hat mir gefallen, dass Mi-Ae Seo hier wirklich nur mit vier Hauptprotagonisten auskommt. Sie hat einen Schreibstil, der ruhig und ohne Cliffhänger trotzdem zu seinen Spannungsmomenten kommt.
Ich konnte die Augen kaum vom Buch nehmen und habe es innerhalb eines Tages ausgelesen. Einfach, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht und wie die einzelnden Handlungsstränge miteinander verbunden sind.
Mi-Ae Seo hat es geschafft mir die Abgründe einer Seele zu öffnen, die beänstigender und tiefgründiger nicht hätten sein können.
Auch die Abgründe einer zarten Kinderseele.
Das Buch ist für mich ein echter Lesegenuss gewesen. Es muss nicht immer besonders blutig sein, damit sich ein Buch Thriller nennen kann.
Mi-Ae Seo hat es mit ihrem Werk definitiv bewiesen und ich werde mir sicherlich weitere Bücher aus ihrer Feder oder allgemein dem koreanischen Thriller - Markt zulegen.
Ein etwas anderer Thriller, der sich mit dem Seelenleben der Figuren befasst. Mit einem Ende, das ich so nicht hatte kommen sehen…
Was muss ein Mensch ertragen haben, damit aus ihm ein Mörder wird?
Rezi-Kurzfassung: eigentlich lese ich keine Thriller und jetzt weiß ich wieder, warum 😂
Worum geht's? 🤔
Die Geschichte folgt hauptsächlich der Kriminalpsychologin Sonkyong, die überraschend die Einladung bekommt mit dem Serienmörder Lee Byongdo zu sprechen. Die Polizei will wissen, ob es noch andere Opfer gab, während der Sträfling unbedingt seine Geschichte erzählen will. Doch auch im privaten Umfeld von Sonkyong ist einiges los, denn plötzlich taucht Hayong, die Tochter ihres Mannes aus erster Ehe bei ihnen auch. Nach einem Brand und dem Tod der Großeltern, soll die zehnjährige nun bei ihnen leben.
Doch etwas stimmt mit dem Kind ganz und gar nicht...
Das liebe ich 🩷
Die Story war absolut spannend. Und auch, wenn ich mir ab der Mitte schon dachte, in welche Richtung es geht, hat mich das Ende dennoch schockiert. Zudem fand ich es sehr interessant auch mal wieder in ein anderes Genre einzutauchen, weil es doch eine andere Lese-Erfahrung ist! Zudem finde ich es schön, dass immer mehr Literatur aus Südkorea den Weg nach Deutschland findet!
Was nicht so toll war 😅
Ich war im Buch teils sehr verwirrt, da es tatsächlich aus mehreren Perspektiven geschrieben ist. So sehen wir die Welt aus der Sicht von Sonkyong, Lee Byongdo und Hayong. Das Problem: Man weiß nie wessen Sicht man gerade hat, bis man ein paar Sätze gelesen hat. Teils wechselt die Perspektive sogar mitten im Kapitel, was mich immer kurz aus dem Lesefluss gerissen hat.
Die Story entwickelt sich sich sehr langsam. In der Hälfte des Buches war gefühlt noch nichts passiert. Und dann geht es plötzlich ganz schnell. Das Pacing war also tatsächlich nicht ganz so meins.
Fun Fact zum Buch 🤓
Die Story hat teils eindeutig Hannibal Lecter Vibes und es wird sogar auf den Film verwiesen. Tatsächlich könnte ich mir das Buch sehr gut als Film vorstellen!
Ich sage es mal gerade heraus: Das Buch war sehr lange sehr vielversprechend.
An dem Roman fand ich gleich viele Ideen wirklich spannend. Da wäre zum einen der Serienmörder, der mit dieser einen Psychologin reden will und mit niemand anderen. Auch gibt es Kapitel aus seiner Sicht und Rückblenden, die ein gutes, bzw. gut verstörendes Bild von ihm wiedergegeben haben.
Dann ist da noch eine weitere Geschichte, die plötzlich aufkommt. Genannte Psychologin nimmt mit ihrem Mann, dessen kleine Tochter aus erster Ehe auf, deren Großeltern bei einem Brand gestorben sind.
Das Mädchen, dass bis jetzt viel Ablehnung erhalten hatte, bekommt ebenfalls einen Platz in dem Thriller und es gibt einige Kapitel aus ihrer Sicht. Auch scheint mit ihr was nicht ganz zu stimmen, wodurch selbst die Polizei sich alarmiert fühlt.
Der Stil der Autorin passt perfekt zu dem Genre Thriller, das Buch lässt sich nämlich ganz leicht weglesen und nimmt nicht viel zu viel Zeit in Anspruch. Sie versucht eher immer die Spannung zu halten und den Charakteren psychologisch auf den Grund zu gehen – ein guter Mix!
Gut 80 Prozent des Buches besteht aus hervorragenden Ideen, guter Umsetzung, intelligenten Wendungen und spannenden Charakteren.
Der Rest, bzw. das Ende, war dann im Vergleich zu allem was davor kam, eine Enttäuschung.
Am Ende fühlte ich mich ziemlich reingelegt, weil es sehr absehbar wurde und die Auflösung viel zu einfach, sodass ich mich ärgerte. Es lief so gut …
Zum schnell Weglesen ist es ein guter Thriller, er ist intelligent und fährt mit interessanten Ideen und Wendungen auf. Über den Rest lässt sich bekanntlich streiten, mich hat das Ende sehr schnell negativ gestimmt, weswegen ich in der Wertung nun so weit runter gehen muss.
Das Leben der jungen Kriminalpsychologin Sonkyong könnte nicht besser sein: seit einem Jahr glücklich verheiratet, bei den Studenten beliebt und erfolgreich, führt sie ein zufriedenes Leben. Bis zwei Menschen in ihr Leben treten, die alles umkrempeln. Zunächst ist da Lee Byongdo, ein Serienkiller, der innerhalb von 3 Jahren 13 Frauen getötet hat. Standhaft weigerte er sich, zu reden. Doch dann will er ausgerechnet Sonkyong seine Geschichte erzählen. Allerdings unter der Bedingung, dass die junge Frau ihm zu jedem Gespräch einen großen süßen Apfel mitbringt. Gleichzeitig nimmt ihr Mann Chaesong seine zehnjährige Tochter Hayong ins gemeinsame Haus, nachdem ihre Großeltern bei einem Wohnungsbrand starben. Schnell merkt Sonkyong, dass mit dem kleinen, verschlossenen Mädchen etwas nicht stimmt. Und mehr und mehr muss Sonkyong erkennen, dass es große Ähnlichkeiten zwischen dem Serienkiller und ihrer Stieftochter gibt…..
„Der rote Apfel“ ist ein spannender Psychothriller, der sich intensiv mit der Frage beschäftigt, was einen Menschen zum Mörder werden lässt. Tief dringt die Autorin in verletzte Seelen ein und zeichnet dabei ein erschütterndes Bild einsamer verzweifelter Menschen. An manchen Stellen hat man fast Mitleid mit Byongdo. Dabei gibt es einige Anspielungen auf reale Personen wie Ted Buddy oder Mary Bell und nicht zuletzt einige Anspielungen auf „Das Schweigen der Lämmer“.
Mein Fazit: ein spannender, atmosphärisch dichter und absolut lesenswerter Psychothriller!
Sonkyong ist Kriminalpsychologin und hält zu diesem Thema auch Vorträge an der Universität. Seit knapp einem Jahr ist sie mit Chaesong verheiratet, hat aber dessen Tochter, die bei den Großeltern lebt, bisher nicht kennengelernt. Die Tochter ist die 10 jährige Hayong, die nach einem Brand und dem Tod ihrer Großeltern zu ihrem Vater kommt und von ihm und Sonkyong aufgenommen wird.
Während Sonkyong sich also um das Mädchen versucht zu kümmern und eine Bindung versucht aufzubauen, muss sie sich auch noch ins Gefängnis zu dem Serienmörder Lee Byongdo begeben, da dieser nur mit ihr reden wollen würde. Ihr Chef würde es sehr begrüssen, wenn sie bei den Gesprächen rausbekommen würde, für welche Morde man ihn noch belangen könnte. Auch wenn die Todesstrafe für ihn schon feststeht.
Doch die Arbeit mit Lee Byongdo ist eher eine Nebensache, denn Hauptaugenmerk liegt wirklich auf das Mädchen, das mit einigen Taten doch auffällig wird und Sonkyong zum grübeln bringt. Zumal sich der Vater auch nur wenig um das Mädchen kümmert, was ihr so gar nicht gefällt.
Die Charaktere sind im großen und ganzen wirklich gut durchdacht gewesen und auch gut rübergekommen. Trotzdem war für mich ziemlich früh klar, wohin die Geschichte gehen soll und was geschehen wird. Mir fehlte beim lesen selber einfach das gewisse Etwas. Ich will nicht sagen, das "Der rote Apfel" schlecht ist, aber wirklich bombastisch ist er leider auch nicht. Es hätte durchaus mehr aus dieser Idee gemacht werden können.
Von mir bekommt "Der rote Apfel" leider nur 3 Schmetterlinge.
Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 12,99 [D]
Verlag: Heyne
Seiten: 352
Format: Paperback
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 10.08.2020
Inhalt:
Seoul, Gegenwart: Ein perfider Serienmörder hat die Stadt monatelang in Atem gehalten. Jetzt ist Lee Byongdo, der Killer mit dem zarten Gesicht, gefasst worden und wird in einer Psychiatrie verwahrt. Doch Lee schweigt. Es gibt nur einen Menschen, mit dem er bereit ist zu reden: mit der jungen Psychologin Sonkyong. Allerdings nur unter der Bedingung, dass sie ihm bei jedem Besuch einen saftigen roten Apfel mitbringt. Niemand weiß, warum er Sonkyong gewählt hat, denn beide sind sich nie begegnet. Die junge Frau willigt in das Treffen ein - ohne zu ahnen, dass sie damit einen Weg beschreitet, der sie in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele führt ...
Design:
Das Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen. Die grafischen Elemente stechen vor dem einheitlich schwarzen Hintergrund stark hervor. Die rote Schrift und die Blutspritzer klassifizieren es sofort als Thriller. Besonders die grünen Blätter und die weißen Blüten fallen danach ins Auge. Mir gefällt die Komposition sehr gut.
Meine Meinung:
Die Geschichte eines Serienmörders. Oder die Frage: was macht eine Person zum Serienmörder? Das beleuchtet Mi-Ae Seo unglaublich gekonnt in diesem Thriller. Es geht um Lee Byongdo, welcher eine große Anzahl an Frauen brutal ermordet hat. Mit niemandem will er sprechen, außer mit der jungen Psychologin Sonkyong.
Parallel dazu wird die junge Tochter Hayong aus erster Ehe von Sonkyongs Mann nach einem traumatisierenden Feuer, das ihre Großeltern getötet hat, in die Obhut ihres Vaters gegeben. Nun muss Sonkyong sich primär um die Kleine kümmern. Doch irgendwas ist ihr nicht ganz geheuer an dem Mädchen.
Der Schreibstil ist etwas abgehackt. Es wirkt so, als solle alles betont neutral geschildert werden. Den ganzen Roman über fiel mir das auf. Allerdings passte das hervorragend zum Inhalt des Buches.
Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert. Am meisten kommen Lee und Sonkyong zu Sprache, doch auch einige andere Personen können ihre Eindrücke und Erlebnisse vermitteln.
Mir gefällt die Idee der Geschichte unglaublich gut. Lee ist ein äußerst interessanter Charakter. Man lernt ihn mit der Zeit immer besser kennen und dringt tiefer und tiefer in sein Trauma vor.
Sonkyong als weiblicher Gegenpol versucht ihn zu analysieren und steht vor den gleichen Fragen wie der Leser. Gemeinsam mit ihr kommt man dem Geheimnis immer weiter auf die Schliche.
Wer eine blutige, splatterartige Geschichte erwartet, ist hier falsch. Es geht vor allem um die Psyche der Menschen und Täter. Was bewegt ihn dazu so zu handeln, wie er es tut. Welche Erfahrungen können dazu führen, dass man zum Serienmörder wird. Und vor allem, hätte man es verhindern können?
Große Überraschungen gab es für mich bei dem Thriller nicht. Ich habe vieles vorhergesehen, da bewusst auf Fallstricke und falsche Fährten verzichtet wird. Die Geschichte entwickelt sich stringent und steuert ohne Umwege auf das Finale hin. Nur mit manchen Details überraschte mich die Autorin. Besonders das Ende hat mir gefallen. Unglaublich gut und realistisch!
Fazit:
Ein intelligenter, schnörkelloser Thriller, der den Leser durch seine Vielschichtigkeit und Realistik fesselt. Mir hat er ausgesprochen gut gefallen und ich vergebe vier Sterne!
3,5*
Die Handlung spielt in unserer Gegenwart in der Südkoreanischen Hauptstand Seoul. Die Kriminalpsychologin Sonkyong erhält eines Tages einen unerwarteten Anruf, denn der Serienmörder Lee Byongdo möchte nur mir ihr über seine grausamen Morde sprechen. Nicht als wäre das nicht genug gewesen, steht die Polizei vor ihrer Tür, zusammen mit einem kleinen Mädchen, dass die Tochter ihres Mannes sein soll. Hayong soll in einem Brant involviert gewesen sein und sucht jetzt ein neues Zuhause, kann Sonkyong ihr das bieten?
Zentral ist hier der Handlung Strang mit Hayong und ihren Integration Schwierigkeiten in die neue Situation und auch Lee Byondgos Vergangenheit.
In meinen Augen ist der Konflikt in diesem Buche mit Hayong nicht ganz schlüssig, denn viele Fragen bleiben bis zum Ende hin offen und mich hat dies zunehmend verwirrt. Nehmen wir das Beispiel womit das Buch beginnt, hier wird gegen wiederholten Brandfällen ermittelt, jedoch verlieren diese ihre Bedeutung nach den ersten paar Kapiteln, hier stellt sich die Frage „Warum haben die Brände auf einmal aufgehört?“ und “Hat Hayong mit allen Bränden zu tun oder war es hier nur ein Einzelfall?“
Nicht nur diese beiden Fragen bleiben offen, sondern auch die Umstände mit denen Hayongs Mutter gestorben ist, auch wenn am Ende viele Fragen diesbezüglich aufgeklärt worden sind, gibt es trotzen ein paar die mich einfach nicht loslassen.
Die Sprache von Mi-Ae Seo in diesen Thriller ist sehr einfach gehalten, mir persönlich ist es so vorgekommen, als würde ich durch die 349 Seiten durchfliegen, dadurch habe ich auch das ganze Buch in nicht mal 24 Stunden ausgelesen. Die Sätze sind einfach gehalten und auch die Sprache ist nicht kompliziert, ich denke hier sollte jeder eine einfache und entspannte Lesezeit haben.
Da dies mein erster Roman in einer asiatischen Stadt war, hatte ich auch zu Beginn kleine Probleme mit den Namen und den Ortsnamen, da diese einfach sehr von den Europäischen unterscheiden, daher habe ich öfters zurückblättern müssen und schauen welcher Name zu wem gehört, aber mit der Zeit hat sich dieses Problem auch gelöst und ich konnte mich komplett in die Geschichte fallen lassen.
Beim Gesamteindruck bin ich mir bis heute noch unschlüssig, das Buch habe ich zwar vor einer Woche beendet und trotzdem bin ich mir nicht sicher, was ich genau davon halten soll. Auf der einen Seite war die Geschichte unglaublich spannend, man konnte das Buch einfach nicht mehr aus den Händen legen, anderseits hatte es einige Ungereimtheiten, die mich irgendwie verärgert zurücklassen.
Der Thriller „der rote Apfel“ war ein sehr spannendes und zugleich leicht enttäuschendes Buch für mich. Für Liebhaber des Genres Thrillers dürfte dieses Buch auf jeden Fall ein Muss sein.
Dazu fand ich irgendwie das Buch vorhersehbar und habe mir letztendlich einfach mehr von diesen Buch erwartet.
Monatelang hielt Lee Byongdo, der Serienmörder mit dem zarten Gesicht, Seoul in Atem; doch nun ist er gefasst und wartet in seiner Zelle auf die Vollstreckung der Todesstrafe. Bisher lehnte er jegliche Gespräche ab, aber eines Tages verlangt er ausgerechnet nach der jungen Kriminalpsychologin Sonkyong. Ihr öffnet er sich zum ersten Mal und unter der Schale des wahnsinnigen Killers wird ein zutiefst verletzter Junge sichtbar. Sonkyong hingegen hat bald mit eigenen Problemen zu kämpfen, denn ausgerechnet jetzt sollen sie und ihr Mann dessen Tochter aus erster Ehe aufnehmen - die Großeltern, bei denen das Mädchen bisher lebte, sind bei einem Brand ums Leben gekommen. Die kleine Hayong blieb wie durch ein Wunder unverletzt.
Die grundlegende Handlung von "Der rote Apfel" erinnert sehr stark an "Das Schweigen der Lämmer" - eine Parallele, mit welcher der Roman bewusst spielt. Schon seit einigen Jahren trägt Sonkyong den Spitznamen Clarice, nach der jungen FB-Agentin Clarice Starling, Lee Byongdo wird zu ihrem Hannibal Lecter. Das Geschehen wird aus den verschiedensten personalen Perspektiven erzählt, mal durch die junge Kriminalpsychologin, mal aus Sicht des Serienmörders, aber auch die kleine Hayong oder Sonkyongs Mann kommen zu Wort. Die Atmosphäre ist dabei von Beginn an bedrückend, denn nicht nur Lee Byongdos Kindheit und Jugend waren schrecklich, auch Hayong hatte stark unter ihrer verstorbenen Mutter zu leiden. Durch diese Blickwinkel wird zumindest ein wenig deutlich, wie sehr eine Kinderseele unter psychischen und physischen Misshandlungen leidet und in welche Richtung sich dies im Erwachsenenalter entwickeln kann.
Im Verlauf des Romans spitzt sich alles immer mehr zu. Lee Byongdo offenbart Grauenvolles in seinen Gesprächen mit Sonkyong und scheint gleichzeitig immer unruhiger zu werden. Die hingegen verbringt aufgrund des stressigen Jobs ihres Mannes immer mehr Zeit mit Hayong und muss feststellen, dass das Kind beunruhigendes Verhalten an den Tag legt, so dass Sonkyong sich irgendwann in ihrem eigenen Haus nicht mehr sicher fühlt. "Der rote Apfel" ist extrem spannend erzählt und legt ein hohes Tempo vor. Die Thrillerelemente sind vor allem psychologischer Natur, aber auch Gewalt gegen Menschen und Tiere ist in diesem Buch Thema. Wer hier also empfindlich reagiert, sollte vielleicht nicht zugreifen. Davon abgesehen ist das Buch unbedingt zu empfehlen, wobei es gerne noch 150 bis 200 Seiten länger hätte sein dürfen, denn das Ende kommt sehr plötzlich und überraschend.
Meine Erwartungen waren zu hoch . Ständige vergleiche im Buch mit Schweigen der Lämmer, hat die Erwartungen zusätzlich erhöht. Leider blieb der Mörder blass und das war der Part, der mich am meisten reizte. Den Rest empfand ich eher langweilig .
Das Buch ist anders, als die Thriller, die ich bisher gelesen habe. Die Schilderungen sind klar und präzise und folgen einer gewissen Logik. Psychologie spielt hier eine wichtige Rolle, immerhin ist eine der Protagonisten, Sonkyong, Kriminalpsychologin.
Wir haben vier zentrale Figuren: den Serienmörder Lee Byongdo, Sonkyong, ihren Mann und seine Tochter Hayong. Letztere zieht unerwartet zu ihrem Vater, nachdem die Großeltern bei einem Brand ums Leben kommen, und muss notgedrungen mit ihrer neuen Stiefmutter zurechtkommen.
Sonkyong, völlig überrumpelt von der Situation, freundet sich langsam damit an, Mutter zu sein. Allerdings verhält Hayong sich nicht wie eine typische Zehnjährige. Hinzu kommt, dass Sonkyong überraschenderweise vom Serienmörder Lee Byongdo darum gebeten wurde, seiner Geschichte zuzuhören. Und so setzt sie sich mit dessen Gemüt auseinander und beginnt, gewisse Parallelen zwischen ihm und der Stieftochter zu erkennen. Nur weshalb unterstützt Sonkyongs Mann sie nicht? Was hat es mit dem Selbstmord von Hanyongs Mutter auf sich? War der Brand wirklich ein Unfall?
Ihr seht, es verbinden sich viele Fäden miteinander. Die eine Geschichte existiert nicht ohne die andere. Jede Sichtweise ist sehr genau erdacht. Spannend und psychologisch entwickelt sich der Thriller von einer harmlosen Erzählung hin zum Einblick in die Köpfe kaputter Seelen, die von Kindheit an missachtet und verstoßen wurden. Wie wird jemand zum Mörder? Kann man eine junge Seele vor der Verderbtheit retten? Genau damit setzt sich Mi-Ae Seo auseinander.
So klug und spannend einerseits erzählt wird, so sehr hat mich teilweise die Stimmung, der Erzählton des Buches gestört. Es wird zu viel erklärt. Und gerade diese Erklärungen nehmen an vielen Stellen die Spannung. Gerade der Höhepunkt der Geschichte, die Konfrontation, liest sich einfach nur wie ein Geplänkel. Dabei wird jemand mit dem Messer bedroht und beinahe zu Tode gewürgt. Da muss nichts erklärt werden.
Zusätzlich verstehe ich nicht, wie eine Kriminalpsychologin sich so dermaßen unprofessionell anstellt, wenn es um ein Kind geht. Sie ist noch immer Psychologin. Anfangs kreisten ihre Gedanken um den Serienmörder, zum Ende hin zusätzlich um das Mädchen. Jede Handlung wird letzten Endes akribisch auseinandergenommen und analysiert. Etwas spät, findest du nicht auch, Sonkyong?
Einerseits liest sich das Buch sehr gut. Man gerät nicht ins Stocken, die Sprache ist verständlich und recht melodiös und philosophisch. Auch der Verlauf der Handlung gefiel mir sehr gut. Die Situation spitzt sich immer weiter zu. Spekulationen, die ich zu Beginn hatte, bewahrheiteten sich, und obwohl sehr viele Klischees eingebracht werden, war das Buch doch mal etwas anderes. Das war mein erster Thriller aus dem Asiatischen Raum.
Andererseits gefielen mir die übertriebene Logik und die Erklärungen nicht. Das störte mich schon bei Cixin Liu. Sie nehmen der Geschichte einen Teil der realitätsnahen Erzählung und distanzieren den Leser vom Buch. Dieses typische "Ich werden in die Geschichte hineingezogen" trat bei mir nur stellenweise auf, leider zu selten.
Dennoch empfehle ich diesen Thriller, denn für mich war es eine gelungene Handlung und eine Erfahrung, die ich jedem rate zu machen.
Die Grundidee der 2 Handlungstränge ist super. Jedoch fehlt deutlich es an Tiefe. Hier wird zu schnell eine (vorhersehbare) Handlung nach Schema F abgearbeitet. Schade.
Was treibt einen Serienmörder an?
"Der rote Apfel" von Mi-Ae Seo war mein erster Thriller aus Asien, und ich glaube sogar, das erste Buch, das ich gelesen habe, welches in Korea spielt.
Mit dem modernen und flüssigen Stil der Autorin bin ich super klar gekommen (liegt vielleicht auch an der meiner Meinung nach tollen Übersetzung von Ki-Hyang Lee). Die Kapitel aus drei Sichtweisen wechseln sich ab, wobei doch die Polizeipsychologin Sonkyong deutlich die meisten Abschnitte bekommen hat. Dann liest man immer mal wieder Ausschnitte aus dem Leben des inzwischen zum Tode verurteilten Serienmörders Lee Byongdo und erkennt nach und nach Gründe, die ihn zu seinen Taten geführt haben könnten. Spannend finde ich, dass er direkt den Leser anspricht. Außerdem lesen wir einige Kapitel aus der Sicht der 11-jährigen Hayong, welche die Tochter aus der ersten Ehe von Sonkyongs Mann ist. Das Kind hatte es bisher alles andere als leicht, und als nach dem Tod der Mutter auch noch ihre Großeltern sterben, zieht Hayong bei ihrem Vater und Sonkyong ein. Sonkyong versucht eine Beziehung zu dem Kind aufzubauen, dies fällt ihr jedoch sehr schwer. Der Mörder dagegen sieht Sonkyong bald als einzige Vertrauensperson an.
Die Geschichte ist gut gelungen, aber einen richtigen Höhepunkt gibt es meiner Meinung jedoch nicht. Es hätte mich nicht gestört, wenn die Geschichte an manchen Stellen etwas mehr ausgearbeitet gewesen wären, 100 Seiten mehr hätten gewiss nicht geschadet. Aber auch so habe ich interessante Lesezeit verbracht! Das Ende hat mich überrascht, aber es ist sehr passend und stimmig!
Das Cover ist hübsch und hat gleich meinen Blick auf sich gezogen. Aber Titel und Klappentext lassen doch etwas mehr Handlung in Bezug auf den Mörder erhoffen. Den Originaltitel "The Good Girl" finde ich um einiges besser gewählt.