„Der Schamane“ liest sich trotz über 700 Seiten sehr gut. Es ist kein Buch, bei dem man von Anfang an ununterbrochen weiterlesen muss, aber es begleitet einen konstant. Die Geschichte und die Figuren bleiben präsent, auch wenn manche Szenen schwer auszuhalten sind.
Die Darstellung der Welt wirkt greifbar und real. Rassismus, politische Spannungen und der Umgang mit den Ureinwohnern werden nicht beschönigt. Es gibt kaum klare Gut-oder-Böse-Figuren; Menschen treffen Entscheidungen und entwickeln sich – manchmal zum Guten, manchmal nicht. Genau das macht die Geschichte glaubwürdig und intensiv.
Hängen bleibt vor allem dieses Gefühl von Unfairness. Ereignisse treffen Figuren, obwohl sie das Richtige tun, und wirken dadurch sehr realistisch. Das Ende ist nicht versöhnlich, aber stimmig. „Der Schamane“ ist ein anspruchsvolles Buch, das nachwirkt und lange im Gedächtnis bleibt.
Die Geschichte fängt gemächlich an, aber nach den ersten einleitenden Kapiteln nimmt sie Fahrt auf und bleibt bis zum Schluss einfach fesselnd.
Mich persönlich sprach das Szenario und die Zeit sogar noch mehr an, als im Medicus und wer den Vorgänger mochte, sollte diesem Buch auf jeden Fall eine Chance geben.
Es ist definitiv wert, gelesen zu werden.
Ein junger Mann, der einen Verlust seiner Jugend aufklären will, dadurch auch in die ein oder andere gefährliche Situation gerät und ein Plotttwist, den man wirklich kaum vorhersehen konnte.
So wie der Medicus ein toll ausgearbeitetes Buch. Spannend, emotional und voller Denkanstöße. Nur zu empfehlen wenn einem schon der Medicus ans Herz gewachsen ist <3
Ich habe das Buch in 2 Etappen gelesen erst bis ca. Zur Hälfte dann (leider) eine Pause was ganz und garnicht am Buch gelegen hat! Als ich dann die zweite Hälfte gelesen habe war ich wieder sofort in der Story bei den Charakteren und habe die letzten Kapitel verschlungen. Die ein oder andere Träne ist mir beim Lesen ins Auge gekommen. Noah Gordon ist ein Autor bei dem man weiß wie viel Arbeit und Zeit er in die ersten 2 Bücher der Reihe gesteckt hat! Historisch So weit zu beurteilen korrekt und Spannend geschrieben. Also wer es noch nicht getan hat sollte anfangen den Medicus zu lesen und dann den Shamanen für ein Paar Stunden in einer anderen Zeit und Welt!
Erst war ich skeptisch, wie die Fortsetzung des Medicus wohl so sein könnte, ohne unmittelbar an die Geschehnisse in "Der Medicus" anzuknüpfen. Nachher muss ich jedoch sagen, es war (mindestens fast) ebenso gut, wie der erste Teil. Vielleicht ein bisschen weniger medizinisch detailreich, dafür in einem sehr interessanten Setting zu Zeiten des amerikanischen Bürgerkrieges, der ebenso Raum in der Erzählung einnimmt, wie etwa die Frage des Umgangs mit den Indianern.
Ich mochte dieses Buch sehr... Nicht nur das es die Familie nach Amerika verschlägt, auch fand ich die Zeit total spannend. Indianer, Einwanderer, Bürgerkrieg und Lincoln mit Sklavenbefreiung und allem drum und dran. Da wir nie darüber etwas gelernt haben, finde ich die amerikanische Geschichte zu dieser Zeit sehr interessant und dazu kommt noch die medizinische Entwicklung und diese unfassbar sympathische Familie. Ich habe sehr gern in den Hörbuch gehört und mochte jede Minute. Gut, ein paar Längen bleiben nicht aus, aber trotzdem hört es sich super weg...
Wow, sehr interessant.
Am Anfang war ich enttäuscht, dass es nicht Mut den Kindern des Medicus weiter ging, sondern knapp 800 Jahre später.
Ich fand es aber sehr interessant zu zu sehen wie Rob J sich entwickelt hat und wie sehr sein Tauber Sohn dafür gekämpft hat doch seinen Weg als Arzt gehen zu können.
Sherman ist ein guter Charakter der viel Stärke beweist, so wird er trotz seiner Taubheit ein guter Arzt und später Stiefvater für Rachels Kinder.
Die Kriegswirren in diesem Buch gab es zum Teil tatsächlich, so wie z B die Schlacht um Gettysburg.
Im ganzen Buch wird historisches mit Fiktiven gemischt, was.nicht anders geht denn wir leben nicht in der Zeit.
Nicht ganz so gut, wie der 1. Teil (Medicus) aber trotzdem absolut lesenswert. Die Geschichte der Familie von Rob J. Cole geht in die nächste Runde und macht Neugier auf Weiteres. 😇
Hab ich vor ewigen Zeiten schon mal selber gelesen, aber vorgelesen war auch nicht schlecht. Auch wenn die Story nicht ganz so gut ist wie der Medicus- vor allem diese eeeewigen Indianer- und Bürgerkriegs-Schlachtenbeschreibungen fand ich nicht so dolle. Aber 24 Stunden Hörbuch für 10 Euro - da kann frau nicht motzen. Und den Sprecher mochte ich auch.
„Der Schamane“ von Noah Gordon erzählt uns die Geschichte Amerikas zur Zeit der Besiedelung des Westens bis hin zum Konflikt der Nord- und Südstaaten in den 1860er Jahren. Erschienen ist der Roman erstmals Anfang der 90er Jahre.
Amerika, 19. Jahrhundert: Rob J. Cole musste aus seiner Heimat Schottland nach Amerika fliehen. Dort versucht er sich ein neues Leben aufzubauen: Zunächst als Armenarzt in Bosten und später als Landarzt am Mississippi. Dort begegnen ihm immer wieder Hass und Vorurteile, sei es gegenüber Einwanderern oder auch Indianern. Die Indianer werden immer mehr aus ihren angestammten Gebieten vertrieben und in Reservate umgesiedelt. Aber auch der aufkeimende Konflikt der Nord- und Südstaaten in der Sklavenfrage wird immer drängender und mündet in einen Bürgerkrieg.
Erzählt wird die Geschichte als Rückblick. Robert J. Cole ist gestorben und sein Sohn Shaman liest sich seine Tagebuchaufzeichnungen durch, die auch zu einem großen Teil sein eigenes Leben umfassen.
Behandelt werden ziemlich viele unterschiedliche Themen. Sein Sohn Shaman wird nach einer Kinderkrankheit taub. Dennoch hat sich dieser in den Kopf gesetzt, Arzt zu werden. Auf diesem Weg erwarten den Jungen natürlich viele Vorurteile und Hindernisse, die es zu bewältigen gilt. Hier darf aber natürlich auch nicht die Colesche Gabe fehlen. Die Ausführungen zu der Ausbildung sowie Arbeit als Arzt waren wieder sehr interessant.
Darüber hinaus sind auch die Vertreibung der Indianer, Vorurteile gegen Einwanderer und auch der Bürgerkrieg zwischen der Union (Norden) und den Konföderierten (Süden) ein großes Thema.
Noah Gordon hat hier kein Blatt vor den Mund genommen und schildert auch grausame Szenen dieser Zeit. Hierbei werden auch die Hauptprotagonisten nicht von Schicksalsschlägen verschont.
Der Schreibstil lies sich gut und flüssig lesen und so konnte ich auch gut in die Geschichte eintauchen. Man kann sich alles gut vorstellen, der Schreibstil ist aber nicht ausschweifend.
Auch die Hauptpersonen in diesem Roman waren mir sympathisch, so dass ich die Geschichte gerne verfolgt habe. Dennoch war es kein Buch, dass mich total mitgerissen hat. Mit der Zeit hat der Roman aber doch an Strahlkraft gewonnen, so dass ich doch wissen wollte, wie es ausgeht.
Ich kann nicht wirklich was Schlechtes über den Roman sagen. Das es mich nicht so mitgerissen hat, liegt wohl auch daran, dass mich das Thema bisher nicht so wirklich interessiert hat. Ich habe auf jeden Fall einiges Neues über den Konflikt zwischen den Nord- und Südstaaten gelernt. Empfehlen würde ich den Roman dennoch eher Leuten, die sich sehr für diese Themen interessieren.
Abgerundet wird der Roman noch durch ein kurzes Nachwort sowie einem kleinem Glossar.
Fazit: Ein historischer Roman für Leute, die sich mit der Geschichte Amerikas sowie der Vertreibung und Ausrottung der Indianer beschäftigen wollen.