
Wem kannst du trauen, wenn dir niemand glaubt?
Man taucht sofort in das Geschehen ein und entdeckt die Ereignisse zeitgleich mit dem Protagonisten. Besonders spannend: Wenn man den Klappentext vorher nicht kennt, zweifelt man anfangs sogar an seinem Verstand. Die Ungewissheit, warum all das ausgerechnet ihm passiert, treibt die Neugier bis zum Schluss voran. Wallace ist kein klassischer Superheld, sondern ein verunsicherter Mann, der aus Liebe über sich hinauswächst – was es sehr leicht macht, mit ihm mitzufühlen. Mein persönliches Highlight war die Figur von Crow: Seine unerschütterliche Loyalität ist bemerkenswert. Ab der Mitte wird das Tempo rasant; man spürt förmlich die Gefahr und die Angst, was in einem Finale voller Adrenalin gipfelt. Es gibt zwar wenige explizit beschriebene Gewaltszenen , aber was wirklich unter die Haut geht, ist die erschreckende Gefühlskälte der Gegner. Obwohl das Buch schon etwas älter ist, hat mich die Geschichte von der ersten Seite an komplett in den Bann gezogen. Ein echter Pageturner!

