Anders als andere Romane, die von den nationalsozialistischen Machenschaften handeln, hat mich dieser Roman nur oberflächlich berührt. Gerade die traumatischen, lange nachhallenden Erlebnisse des 2. Weltkriegs lösen beim Lesen Gefühle aus, die man selbst nicht nachempfinden kann, die einen aber doch so tief berühren, dass sie einen unbekannten Schmerz auslösen.
Dieser Roman hätte ebenso Potential gehabt, diese Gefühle auszulösen. Aber es rührte sich nichts. Die Seiten beschrieben zwar Traumatisches, jedoch ohne Tiefgang, ohne jegliche Empfindungen auszulösen, ohne Traumatisches nachempfinden zu können. Kein einziger Plottwist, kein "aha-Effekt" und keine Wendung, die nicht vorhersehbar gewesen wäre, machen diesen Roman zu einer doch tristen Leseerfahrung. Schade!
Ein berührendes Buch mit einer Message, die heute relevanter ist denn je! Das Ende hat mich richtig ins Herz getroffen hat!
Was bleibt von einer jungen Liebe in den 40ern? Marie und Nicolas erben zusammen eine Pariser Wohnung in Paris. Sie gehörte Nicolas Großvater, der an die Erbschaft eine Aufgabe hängt, ein Rätsel, ein verschwundenes Bild und die Suche nach Überlebenden.
Anfangs hatte ich Schwierigkeiten in das Buch reinzukommen, Marie und ich sind nicht gleich warm geworden. Aber das letzte Viertel des Buches war Wahnsinn! Herzzerreißend und etwas das mir definitiv in Erinnerung bleiben wird!
Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich habe es innerhalb von einer Woche verschlungen, da ich immer wissen wollte, wie es weitergeht. Die Autorin hat einen schönen Schreibstil (auch wenn es mich etwas irritiert hat, wie oft die Wendung "mit einem Ruck" verwendet wurde) und das Buch lässt sich sehr flüssig lesen. Darüber hinaus war das Thema des Buches sehr interessant und anschaulich beschrieben. Ich bin während des Lesens nach Paris abgetaucht.
Sehr zu empfehlen, wenn man Interesse an der Zeit des Nationalsozialismus und an Paris hat.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Besonders die Szenen in der Vergangenheit. Die Liebesgeschichte in der Gegenwart hätte ich nicht gebraucht. Das Buch hatte auch so viel zu erzählen. Am Ende hab ich irgendwie noch auf etwas Emotion gehofft. Obwohl das vielleicht auch zu viel des Guten und zu konstruiert gewesen wäre. Der Schreibstil war sehr mitreißend. Ich wollte immer weiter lesen.
Die Historikerin Marie und der französischen Journalist Nicolas erben eine Wohnung in Mitten von Paris, jedoch müssen sie vorher eine Aufgabe lösen:
Gemeinsam sollen sie ein lang verschollenes Gemälde finden und es den möglichen Überlebenden einer jüdischen Pariser Familie zurückgeben. Die Suche ist nicht leicht und stößt bei einigen auf Unmut.
Ob sie das Gemälde finden werden und was sie herausgefunden haben, müsst ihr selbst herausfinden.
Mich persönlich hat die Geschichte jetzt nicht so umgehauen,da es nichts neues gewesen ist. Die Rückblenden von Viktor und Charlotte haben mir sehr gut gefallen und war im Bezug auf die Handlung realistisch. Jedoch fand ich Marie und Nicolas einfach nur blaß und unbedeutend. Das fand ich Schade. Man sich bewusst sein, dass schon in Richtung Liebesroman geht, obwohl es in der Nazizeit spielt, aber außer den Eckdaten erfährt man davon auch nicht viel. Die Geschichte hätte auch theoretisch abgewandelt woanders spielen können.
Spannung war es nicht unbedingt, da es eine lineare Handlung ist ohne große Überraschungen. Für Zwischendurch ist das Buch ganz nett, aber mehr auch nicht.
In Stuttgart erhält Marie den Brief eines Notars aus Paris. Ihre Anwesenheit bei einer Testamentseröffnung ist erwünscht. Die Verbindungen nach Frankreich liegen weit in der Vergangenheit, dennoch besteigt Marie den Zug, um den Termin wahrzunehmen.
Sie erfährt, dass sie eine Wohnung im 11. Arrondissement gemeinsam mit Nicolas Blanc geerbt hat. Allerdings sind damit einige Verpflichtungen verbunden. Victor Blanc, der Großvater von Nicolas möchte, dass die zwei sich gemeinsam auf die Suche nach einem besonderen Bild machen: "Mädchen im Jardin du Luxembourg" von Jakob Stern, einem jüdischen Maler. Das Gemälde ist seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs verschwunden und damals war Kunstraub ein tagtägliches Geschäft.
Sowohl Marie als auch Nicolas machen sich auf die Suche nach Hinweisen. Sowohl in offiziellen Verzeichnissen und Listen als auch in den Familien. Marie versucht ihrer Großmutter Fredi Informationen über dessen Schwester zu entlocken, diese schweigt jedoch beharrlich, wie schon immer. Auch bei Nicolas verlaufen die Gespräche sehr bescheiden.
So fügen sie die Teile mühsam zusammen, um weitere Hinweise auf Charlotte und Victor zu erhalten. Welche Verbindung hatten die beiden zueinander? Welche Rolle spielten die beiden im besetzen Paris?
Wie hat es mir gefallen?
"Das geheime Lächeln" der Autorin las ich vor ziemlich genau einem Jahr und mir gefiel das Buch sehr gut. Meine französischen Wurzeln ziehen mich immer wieder zu solchen Geschichten. Zumal auch in unserer Familie großes Schweigen über die Besatzungszeit herrscht.
In zwei Zeitebenen erzählt Bettina Storks diese Geschichte. Marie und Nicolas suchen nach Hinweisen und Informationen über ihre Vorfahren, die im besetzten Paris gelebt, geliebt und gearbeitet haben. Beide sind überrascht, welche Aufgabe ihnen auferlegt wurde und sie stürzen sich in die Arbeit, denn sie wollen wissen, wie ihre Leben miteinander verbunden sind.
Charlotte kommt in die deutsche Botschaft nach Paris. Ihr Schicksal hat mich von der ersten Seite gepackt. Sie ist so eindringlich beschrieben, dass ich schnell das Gefühl hatte, sie gut zu kennen.
Auch Nicolas fand ich sehr sympathisch, wenn es auch ein wenig gedauert hat, wie ich ihn einschätzen sollte.
Der Krieg verändert die Menschen und jeder muss für sich entscheiden, welche Wege er geht. Charlotte und Nicolas müssen täglich ihren moralischen Kompass neu ausrichten.
Neben den gefühlvollen Beziehungen spielt auch die intensive Suche nach einem Aquarell eine große Rolle. Dabei erfährt der Leser auch einiges über die Judendeportationen im Jahr 1942. Dabei waren sehr viele Franzosen willfährige Helfer der deutschen Besatzer.
Der Titel des Buches erklärt sich im Laufe der Lektüre und ich persönlich finde ihn sehr passend.
In dem Buch tauchen historische Personen auf, wird Bezug auf tatsächlich Geschehenes genommen und auch fiktionale Charaktere eingewoben. Damit eine sehr gelungene Geschichte, die gegen das "Vergessen" steht, aber nie den erhobenen Zeigefinger schwingt und kollektiv über Schuld oder Unschuld entscheidet.