Good Girl - entführt von Mary Kubica
Nachdem die junge Lehrerin Mia Dennett nach einem Barbesuch entführt wurde, läuft die Suche nach ihr auf Hochtouren. Ihr Vater ist Richter und Mia entstammt einer wohlhabenden Familie. Monate später wird sie gefunden und aus einer einsamen Blockhütte befreit. Doch sie ist vollkommen wesensverändert, weiß nicht mehr was passiert ist und reagiert nur auf dem Namen Chloe. Was ist in der Hütte geschehen? Detective Gabe Hoffmann hat den Fall übernommen und stößt auf ungeahnte Abgründe in Mias Familie. Die Geschichte hat mir ausgesprochen gut gefallen. Der Spannungsbogen ist kontant da und doch entwickelt sich die Geschichte recht behutsam. Die Geschwindigkeit passt wunderbar zum Buch, hier geht es sehr viel um Zwischenmenschliches. Aus Rückblenden erfährt man nach und nach, was in der Hütte geschehen ist und warum Mia so verstört ist. Und gerade da zeigt sich, dass an der Geschichte nicht offensichtlich ist. Man liest aus drei Perspektiven: Eve davor und danach. Colin davor und Gabe davor und danach. Durch die Durchmischung gelingt es, alle drei Charaktere kennenzulernen und eine Verbindung aufzubauen. Alle drei fand ich ganz wunderbar und ich habe mitgefiebert und gelitten. Gerade Colin ist sehr gut ausgebaut und dargestellt worden. Das Ende mag auf dem ersten Blick zu einfach erscheinen, liest man jedoch den Epilog, wird die Geschichte komplett auf dem Kopf gestellt und man versteht einiges mehr und bekommt eine komplett neue Perspektive. Absolute Empfehlung für eher ruhigere Thrillerfans.








