
Erschreckend realistischer Öko-Thriller mit Science Fiction Anleihen
Dieses Buch ist außerordentlich fesselnd geschrieben und überzeugt bereits durch den zugrunde liegenden Kriminalfall mit enormer Spannung. Das Setting – 25 Jahre in der Zukunft – sowie der zugleich verstörend realistisch gezeichnete Zustand unseres Planeten verleihen der Geschichte eine zusätzliche, beklemmende Intensität. Wie der deutsche Titel bereits andeutet, befinden wir uns im Jahr 2050. Obwohl dieser Zeitpunkt gar nicht allzu weit entfernt scheint, wirkt die Welt dank faszinierender technischer Entwicklungen – vom perfekt funktionierenden Reinigungsbots bis hin zu einer beeindruckend optimierten Social-Media-Alternative – beinahe wie in einem klassischen Science-Fiction-Roman. Der Spannungsbogen wird im Verlauf der Handlung immer weiter angezogen, sodass ich die letzten 150 Seiten innerhalb eines einzigen Tages verschlungen habe. Besonders gelungen finde ich zudem das relativ offene Ende, das auch nach dem Lesen noch reichlich Stoff ist zum Nachdenken bietet. Wer bereit ist, sich auf diese – aus meiner Sicht sehr gut recherchierte und für interessierte Laien durchaus plausible – Zukunftsvision einzulassen, ohne dabei aus allen Wolken zu fallen, dem kann ich dieses Buch uneingeschränkt empfehlen.





